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5 Gründe, warum Black Panther einer der besten Marvel-Filme ist

Black Panther ist endlich da und bisher läuft alles wie geschmiert für den König von Wakanda. Der Film hat bereits an seinem Release-Wochenende innerhalb von drei Tagen 201 Millionen US-Dollar eingespielt. Neben finanziellem Erfolg, können die Filmemacher sich auch über sehr gute Kritiken freuen - sogar der Marvel Studio Chef Kevin Feige nannte Black Panther die bisher beste Verfilmung des Unternehmens

Black Panther

Doch Black Panther ist für Marvel nicht nur wegen des eingespielten Geldes und der guten Bewertungen so wichtig. Der Film bringt eine neue Perspektive in das Marvel-Universum und konnte vorherige Fehltritte des Franchises vermeiden. Dafür ist wahrscheinlich Ryan Cooglers klare Vision verantwortlich und sicher hat das Studio auch aus seinen Fehlern gelernt. Auf jeden Fall hat das finale Produkt es geschafft, sich in so mancher Schwachstelle massiv zu verbessern. 

Erik Killmonger

Fotocredit: Marvel Studios

1. Es gibt einen komplexen und einprägsamen Bösewicht

Es ist kein Geheimnis, dass das Marvel-Universum schon eine Weile ein großes Bösewicht-Problem hat. Viele von ihnen sind eher eindimensional mit sehr einfachen Motiven (Weltherrschaft, Reichtum etc.). Auch kommen sie oft im Großteil des Films gar nicht vor und tauchen erst gegen Ende des dritten Aktes auf. Damit scheint der Bösewicht nur ein Mittel zum Zweck zu sein, um die Entwicklung des Superhelden voranzutreiben. Einige böse Charaktere sind interessante Antagonisten, wie beispielsweise der von Tom Hiddleston gespielte Loki oder der von Robert Redford gemimte Alexander Pierce (aus "The Return of the First Avenger"), aber auf jeden guten Bösewicht, kommen zwei wie Whiplash oder Malekith. 

Die Marvel-Schurken haben sich stetig verbessert, zum Beispiel mit Vulture oder Ego, und der von Michael B. Jordans dargestellte Erik Killmonger scheint die Personifizierung dieses Aufwärts-Trends zu sein. Killmonger zieht das Publikum vom ersten Moment an in seinen Bann. Die Zuschauer können mit ihm sympathisieren, weil er in seinem Leben schon viel mentale und körperliche Schmerzen erlebt habt. Daher ist seine Geschichte genau so spannend, wie die von T'Challa - wenn nicht sogar ein bisschen mehr. Wenn Marvel weiter diesen Weg beschreitet, werden die kommenden Filme definitiv davon profitieren. 

Fliegendes Raumschiff

Fotocredit: Disney/Marvel 

2. Der Soundtrack untermalt das Kino-Erlebnis 

Die Musik ist ein weiterer Bereich, in dem die Marvel-Filme manchmal etwas schwächeln. Abgesehen von Alan Silvestris Avengers-Theme und noch ein paar anderen positiven Beispielen, war der Großteil der Soundtracks eher langweilig. Ludwig Goranssons Orchestermusik hingegen macht Eindruck. Sein Einsatz von afrikanischen Instrument und Beats macht die Musik einzigartig und gibt ihr eine ganz besondere Note. Im weiteren Verlauf bekommen sowohl der Held als auch seine Heimat eine eigene Erkennungsmelodie. Zusammen mit einem elektrisierenden Soundtrack, für den Kendrick Lamar verantwortlich zeichnet, entsteht ein unvergessliches Kinoabenteuer, das es i dieser Form in einem Marvel-Film - oder auch generell einem anderen Film - bisher noch nicht gegeben hat. 

Die royale Familie aus Black Panther

Fotocredit: Marvel Studios

3. Die weiblichen Charaktere bekommen Aufmerksamkeit

Einer der tollsten Aspekte von Black Panther ist, dass starke Frauen in den Mittelpunkt gestellt werden. Und sie enttäuschen nicht! Von der leidenschaftlichen Speerwerferin Okoye zu der brillianten und urkomischen Shuri, besitzt jeder weibliche Charakter mehrere Ebenen und trägt einen großen Teil zum Erfolg des Films bei. 

Wenn man nicht gerade Natasha Romanoff, Wanda Maximoff oder zuletzt Valkyrie heißt, blieben Frauen im Marvel Universum bisher eher im Hintergrund. Pepper Potts, Jane Foster und ein paar andere bekommen hier und da mal einen kleinen Moment Ruhm, aber primär stehen sie im Schatten des oder der Protganisten. Dieses Mal jedoch machen die Frauen dem Titelhelden Konkurrenz. 

Nakia ist dabei nochmal etwas ganz Besonderes, da der oder die Angebetete des Hauptcharakters oftmals nicht so viel zu tun bekommt. Egal ob wir sie dabei beobachten, wie sie mit Okoye ein paar Gangster in einem südkoreanischen Casino vermöbelt oder den beiden bei einer angeheizten Diskussion über Loyalität zuhören - jede Szene mit ihr ist absolut fesselnd. Wir können nur hoffen, dass dies der Anfang für eine Reihe an starken Frauencharakteren bei Marvel und generell auf der Kinoleinwand ist. 

Szene aus Black Panther

Fotocredit: Marvel Studios

4. Die anderen Marvel-Filme werden kaum erwähnt 

T'Challas erster Solo-Auftritt tanzt in einer Hinsicht ganz schön aus der Reihe: es gibt keine dauernden Verweise auf andere Marvel-Filme. Der Film spielt im Marvel-Universum, das ist von Anfang an klar. Aber entgegen anderen Verfilmungen sieht er sich nicht gezwungen immer wieder zu erwähnen, in welchem größeren Zusammenhang die Handlung dazu steht. Außer ein paar Flashbacks und besonders gut versteckten Andeutungen, die nur waschechte Fans verstehen werden, wird das größere Universum nicht erwähnt. Das hilft dem Film dabei, auf seinen eigenen zwei Beinen zu stehen. 

Black Panther vor einem brennenden Raumschiff

Fotocredit: Marvel Studios

5. Der Film hat auf das ganze Marvel-Universum Einfluss

Damit wir nicht zu viel spoilern, sagen wir es mal so: Black Panther endet mit großen Veränderungen in Wakanda und auf der ganzen Welt. Außer Filmen wie "The Avengers" und "The Return of the first Avenger", enden viele andere Marvel-Filme mit einem Happy End. Das ist bei Black Panther nicht so und spätestens wenn die Fortsetzung ansteht, sollte das Universum durch die nächsten zwei ausstehenden Avengers-Filme gehörig aufgewühlt worden sein. 

 


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