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Buchvorstellung: "Es lebe Star Trek" von Björn Sülter

Im August erscheint endlich wieder ein umfangreiches Sachbuch zu Star Trek - präsentiert von SYFY! Unser Experte Björn Sülter zeichnet darin die Geschichte der letzten 52 Jahre nach und macht daraus eine faszinierende Zeitreise. Und ihr könnt dabei sein!

Es lebe Star Trek

Präsentiert von: Björn Sülter


Im August 2018 wird unser Experte Björn Sülter, den ihr von unzähligen Kolumnen, Rezensionen und Artikeln zu Star Trek, Babylon 5, The Orville oder anderen phantastischen Stoffen kennt, sein Sachbuch „Es lebe Star Trek“ präsentieren. Bei Amazon kann man es bereits vorbestellen. Doch worum geht es eigentlich genau?

Es lebe Star Trek

Klappentext

Seit 1966 hält das Phänomen Star Trek seine weltweite Fangemeinde in Atem. Die Liebe zu den Figuren, ihren Geschichten und dem utopischen Weltbild hat viele inspiriert. Angefangen mit den Abenteuern des Captain Kirk über Picard, Sisko, Janeway und Archer hat sich Star Trek eine treue und engagierte Fanbase erarbeitet.

Die erfolgreichen Reboot-Kinofilme des J. J. Abrams sorgen seit 2009 für ebenso viel Diskussionsstoff, wie die jüngst gestartete Fernsehserie Star Trek: Discovery. Nach über 52 Jahren zeigt sich das Franchise somit immer noch topfit und durchlebt aktuell einen weiteren Frühling.

Ganz im Stile vieler beliebter Episoden und Filme ist das Buch „Es lebe Star Trek“ eine Zeitreise durch die Jahrzehnte, erzählt die Geschichten hinter den Kulissen und beleuchtet Stärken, Schwächen und Dramen. Ein ausführlicher Teil über die neuen Kinofilme und Star Trek: Discovery rundet das Werk ab.

Leseprobe

Die Originalserie & die Schauspieler – Hauen, Stechen, Stolpersteine

So positiv wir Fans heute auf unsere Idole schauen, so schwierig gestaltete sich für die Darsteller seinerzeit die Zusammenarbeit an der Serie und den Kinofilmen. Wie so oft im Leben begann alles mit dem lieben Geld. William Shatner war zu Beginn der Serie zum Star auserkoren worden und erhielt pro Woche 5000 Dollar. Dazu kamen Bonuszahlungen wie etwa eine Gewinnbeteiligung und Honorare für Wiederholungen. Betrachtet man diese Zahl ohne Kontext, mag sie dem geneigten Fan noch gar nicht weiter zu denken geben. Schaut man allerdings auf die Werte der anderen Stammschauspieler, regt sich vermutlich direkt eine Augenbraue. So erhielt Leonard Nimoy nur knapp ein Viertel dieser Summe. Die restlichen Darsteller mussten sich mit 600 bis 850 Dollar pro Episode begnügen - dazu gab es keine Garantien, dass sie in allen Episoden würden auftreten können. Von einer Ensembleshow konnte also schon zu Beginn keine Rede sein.

Während man bei Sulu, Uhura, Scotty und McCoy noch auf den Status als Nebendarsteller verweisen konnte, sah die Sache bei Nimoy gänzlich anders aus. Man musste den TV-Start der Serie gar nicht abwarten, um zu realisieren, wie prominent seine Figur in den Drehbüchern eingesetzt werden würde. NBC jedoch zeigte sich in dieser Angelegenheit stur und vertröstete den Schauspieler samt seines Agenten auf das Ende der ersten Staffel. Erst dann wäre man dazu bereit, die entsprechenden Gespräche zu führen. Leonard Nimoy mag somit eine ganze Weile still vor sich hin gebrütet haben. Als er aber anhand der zunehmenden Fanpost den Status und die Beliebtheit von Spock auch visuell eindeutig belegen konnte, wendete sich schnell das Blatt. Nimoy ließ die Verantwortlichen nun immer deutlicher spüren, was in seinem Kopf vorging und genoss es, seine Berge an Fanpost vor den Augen des Teams zu seinem Trailer zu schleppen. Dem Vernehmen nach wäre er zu diesem Zeitpunkt fast aus der Serie gekippt worden. Seitens DESILU wurden in der Drehpause nach dem ersten Jahr sogar bereits Ersatzdarsteller gecastet und auch Roddenberry war nicht sicher, ob sein Star zur zweiten Staffel zurückkehren würde.

Dass man sich schließlich doch noch einigte, war dann auch so selbstverständlich nicht. Mit deutlich erhöhten Bezügen von 2500 Dollar für die zweite und 3000 Dollar für die dritte Staffel pro Woche, einer schöneren und größeren Garderobe sowie Geld für die Beantwortung seiner Fanpost, stellte man Nimoy zufrieden, sorgte auf diese Weise allerdings direkt für das nächste Problem. Der eigentliche Star der Serie, ein gewisser Mr. Shatner, spürte nun den Atem seines Konkurrenten deutlicher als zuvor. Oder um es mit anderen Worten auszudrücken: Die Popularität der Figur und das Gehabe des Kollegen störten ihn massiv. Der Kirk-Darsteller war besorgt um sein eigenes Standing, was zu einer Art Kleinkrieg am Set führte, der für alle Beteiligten kein Vergnügen gewesen sein dürfte.

Eine beliebte Anekdote ist, dass William Shatner den Fauxpas des Sprechers einer Parade gerne und sooft es nur ging, benutzte, um seinen Kollegen am Set zu ärgern und bloßzustellen. Dieser Sprecher hatte Nimoy aus Versehen als „Leonard Nimsey“ bezeichnet. Ein gefundenes Fressen für kleine Nadelstiche. Es ist nicht endgültig zu klären, wie sich die beiden Streithähne letztlich zusammengerauft haben. Sei es die Version, dass Roddenberry Shatner eines schönen Tages überzeugen konnte, dass ein starker Co-Star auch für den eigenen Status gut sei oder die Variante, dass man begann, Kirk und Spock als Team zu schreiben und so beide Positionen zu stärken. Fakt ist: Es gelang. Auf diese Weise erhielt man nicht nur mehr Ruhe am Set, sondern auch ein funktionierendes Duo, das mit Dr. McCoy sogar nach und nach zu einem Trio ausgebaut wurde. Ende gut, alles gut? Mitnichten. Wer ahnt bereits den nächsten Streitpunkt?

Richtig geraten! Mit der zunehmenden Fokussierung auf Kirk, Spock und McCoy drängten die Autoren die restlichen Figuren sukzessive in den Hintergrund. Für Nichelle Nichols war diese Erfahrung derart unerträglich, dass sie sogar zeitweise mit dem Gedanken spielte, ihre Rolle hinzuschmeißen. Dank eines Treffens mit Martin Luther King auf einer Party - eine der wohl am häufigsten erzählten Anekdoten aus der Geschichte von Star Trek - erkannte sie jedoch den Stellenwert ihrer Figur und blieb. Glücklich wurde sie mit der Einbeziehung von Uhura aber nie mehr.

Dazu trug auch eine neue Erfindung der „großen Drei“ bei, die 1967 Einzug in die Serienproduktion hielt: Der Probentisch. Angeblich soll William Shatner höchstselbst diesen Tisch eingeführt haben, um in den Drehpausen die Verteilung von Dialogsequenzen und die allgemeine Richtung der Figurenzeichnungen zu diskutieren. Dass hierbei natürlich primär Shatner, Nimoy und Kelly ihre Meinung kundtaten, versteht sich von selbst. So rannen den anderen Darstellern zunehmend ihre ohnehin raren Wortbeiträge durch die Finger und mehr als nur ein Drehbuchautor oder Regisseur reagierte verstimmt auf die ständigen Diskussionen und Änderungen am Material durch die Schauspieler.

So stritt, kabbelte und diskutierte man sich also untereinander dem Ende der gemeinsamen Serie entgegen. Vielleicht war dies auch der Auslöser für einen gänzlich anderen Ansatz in den frühen 70er Jahren. Gezeichnete Stars können schließlich nicht streiten...

Über den Autor

Björn Sülter ist in Sachen Star Trek mehr als ein Überzeugungstäter. Mit Rezensionen auf der Schreibmaschine und einer eigenen Fanseite im Internet begann alles schon in den 90er Jahren. Es folgten Artikel bei Online- und Printmedien, später dann Kolumnen, Bücher & Podcasts.

Er ist Experte bei SYFY. Zudem schreibt er für Serienjunkies, Quotenmeter, Robots & Dragons, die GEEK! und den FedCon Insider und arbeitet als Sprecher, Podcaster, Autor und Moderator.

Björn lebt mit Frau, Tochter, Hunden, Katze und Pferden auf einem Bauernhof irgendwo da draußen im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Möchtest du im Buch dabei sein?

Eine besonders tolle Sache können wir euch heute auch noch anbieten: Über die Seite Ich mag Star Trek könnt ihr Björn Sülter eine Email mit euren ganz individuellen Gedanken zu Star Trek schicken. Warum liebt ihr das Franchise so? Warum diese eine Serie? Diese eine Figur? Was ist das Wundervolle daran? Eure Gedanken möchte er dann in seinem Buch auftauchen lassen. Als Zitat mit eurem Namen und Wohnort - wenn ihr mögt. Also: Geht gerne auf die Seite oder besucht Björn bei Facebook oder Twitter und schickt ihm dann eure kleine Trek-Geschichte! Bis Ende Juni habt ihr noch Zeit!

Björn Sülter würde sich wahnsinnig freuen, wenn ihr Teil des Buches werdet und ihn auf seiner Zeitreise begleitet.

Ich mag Star Trek

 

Autor, Journalist & Podcaster Björn Sülter ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies, Robots & Dragons und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider.

Viele Gedanken zum Thema Star Trek, seine ganz persönliche Geschichte mit dem Franchise und Hintergrundinformation zu über 50 Jahren findet ihr ab Sommer in seinem Buch Es lebe Star Trek, das von SYFY präsentiert und im Verlag In Farbe und Bunt erscheinen wird. Das Buch ist bereits bei Amazon vorbestellbar. Auf der Seite Ich mag Star Trek könnt ihr mehr über Björn und seine Expertenkollegen rund um Star Trek erfahren und diese für Veranstaltungen, Signierstunden oder Vorträge buchen.

Björns Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage Sülters Sendepause mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.


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