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Krypton-Special VI: Frauenpower!

Neben den Abenteuern von Clark Kent alias Superman gibt es auch noch einige Ableger. In einem kämpft dessen Cousine Kara mit ihren eigenen Problemen und denen der Welt. In seinen Superman-Specials befasst sich Björn Sülter heute mit der aktuellen Serie und den Vorgängern.

Supergirl

Präsentiert von: Björn Sülter


Im Oktober startet auf SYFY die erste Staffel von Krypton. Ein guter Grund, dem Superman-Mythos ein wenig auf den Zahn zu fühlen.

Im Auftakt ging es um die ersten Schritte des Superhelden, im zweiten um die klassischen Filmabenteuer, im dritten um die vielen Feinde des Helden, im vierten um die klassischen Serien und im fünften um die neuen Superman-Filme.

Heute befasst sich unser Björn Sülter mit einem sehenswerten Serienableger.

Die Geschichte eines Supergirls

Die Figur der Kara Zor-El tauchte zum ersten Mal in den Action Comics (Ausgabe #252 von Mai 1959) auf. Geistige Väter sind Otto Binder und Al Plastino.

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Kara besitzt als Cousine des Superman die gleichen Fähigkeiten wie er und reagiert ebenfalls nicht besonders positiv auf Kryptonit.

Neben den erwähnten Astro Comics tauchte sie regelmäßig auch bei Superman auf. In den Adventure Comics stieg sie 1969 zu Ruhm auf, als sie zur Titelfigur wurde. Weitere Comic-Reihen folgten bis in die 1980er-Jahre. Zwischenzeitlich wurde die Figur allerdings getötet und sogar komplett aus der (damals neuen) Kontinuität der verschiedenen DC Comics gestrichen. Es dauert bis 2004, dass man sie mit der Reihe The Supergirl from Krypton wiederbelebte.

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Im Kino feierte Supergirl im gleichnamigen Film von 1984 ihr Debüt. Helen Slater durfte allerdings nur einmal das Kostüm anziehen: Der Film scheiterte an der Kinokasse und bei Fans und Kritikern gleichermaßen.

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Ab der siebten Staffel der Serie Smallville (über die Jugendjahre des Clark Kent) durfte Kara dann auch im TV mitmischen. Laura Vandervoort übernahm hier die Rolle und blieb bis zum Serienende als Gaststar an Bord. Slater konnte trotz dieses Fehlschlags noch eine veritable Karriere in Hollywood hinlegen und ist besonders für ihre Rollen in Zeit der Vergeltung, Die unglaubliche Entführung der verrückten Mrs. Stone, Das Geheimnis meines Erfolges oder City Slickers in Erinnerung. Außerdem spielte sie in Smallville in drei Episoden Clarks leibliche Mutter und ist in der aktuellen Serie Supergirl als Adoptivmutter von Kara mit dabei.

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Seit sie ihre ersten Gehversuche in den Comics unternommen hatte, brachte die Figur es bis heute somit zu Auftritten in Film und Fernsehen sowie auf dem Merchandise-Sektor. IGN führte sie 2011 auf Platz 94 der wichtigsten Comic-Helden aller Zeiten und 2013 sogar auf Platz 17 der 25 wichtigsten Helden des DC Universums. Respektabel!

Das aktuelle Supergirl

Im Jahr 2015 war es dann endlich soweit und Supergirl erhielt ihre eigene Real-Fernsehserie. Melissa Benoist wurde in der Titelrolle besetzt und spielt die Figur aktuell bereits in der vierten Staffel. Ganz einfach hatte es die Serie allerdings nicht. Auf CBS gestartet, sackten die Einschaltquoten im ersten Jahr von zunächst rund 13 Millionen auf nur noch 6 Millionen ab. CBS stellte die Serie daraufhin kurz und schmerzlos ein. Doch übernahm The CW nur zu gerne und führt sie seitdem fort. Von den drei Millionen Fans zum Start der zweiten Staffel waren am Ende des dritten Jahres immerhin noch fast zwei Millionen übrig – genug für den kleinen Sender.

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Für Melissa Benoist bedeutete die Serie gleich noch drei weitere Engagements. So darf sie seit 2016 auch in The Flash, Arrow und Legends of Tomorrow in der gleichen Rolle auftreten. Da alle drei Serien bis heute noch laufen, sind weitere Ausflüge zudem nicht ausgeschlossen.

Supergirl

Auch im Kino könnten die Fans bald wieder fündig werden: Im Rahmen des DC Extended Universe wurde im August ein neuer Kinofilm angekündigt. Oren Uziel arbeitet am Drehbuch, aktuell wird außerdem nach einem weiblichen Regisseur gesucht. Es bleibt also spannend!

Aktuell läuft der Endspurt unserer Superman-Specials. Lasst euch überraschen!

Die neue Serie Krypton startet am Donnerstag, dem 18. Oktober auf SYFY in die erste Staffel. Seid dabei!

SYFY zeigt die Serie in Deutschland ab dem 18. Oktober um 20.15 Uhr, zum Auftakt mit einer Doppelfolge, danach immer donnerstags um 21.00 Uhr mit einer neuen Episode. Die Wiederholung der Vorwochenfolge ist jeweils um 20.15 Uhr zu sehen.

Über den Autor:

Björn Sülter ist Jahrgang 1977 und hat in den 1980er-Jahren mit Star Trek und Star Wars seinen Einstieg ins phantastische Genre gefunden. Am meisten liebt er Serien wie Star Trek: Deep Space Nine, LOST, The X-Files oder Babylon 5 und ist der Phantastik immer treu geblieben. Seine aktuellen Favoriten sind Game of Thrones, Westworld oder The Orville.

Seit mehr als zwanzig Jahren schreibt der Journalist, Autor & Podcaster über Medien. Bei SYFY ist er Experte für alles, was mit phantastischem Sehen zu tun hat. Man kennt ihn auch für seine Rezensionen und Kolumnen bei Serienjunkies, Quotenanalysen bei Quotenmeter, die Reihe "Die Experten", seine pointierten Kommentare zum Dschungelcamp, die unterhaltsame Medienkolumne Sülters Sendepause. und seine Artikel im Printbereich für die GEEK! oder FedCon Insider. Sein launiger Star-Trek-Podcast Planet Trek fm erfreut sich großer Beliebtheit und er ist eines der Gesichter des Experten-Portals Ich mag Star Trek. Außerdem ist er als Moderator auf Veranstaltungen wie der Destination Star Trek Germany oder anderen Cons aktiv sowie ein gern gehörter Gast in Hörbüchern, Podcasts und Radiosendungen. Sein Sachbuch Es lebe Star Trek - Ein Phänomen, zwei Leben erschien im August 2018. Im Oktober folgt der Auftakt seiner Jugendbuchreihe mit Ein Fall für die Patchwork-Kids: Leiche auf dem Freizeitdeck. Im Dezember startet seine neue Science-Fiction-Reihe mit Beyond Berlin: Ein kleiner Schritt für ein Mädchen.

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Norddeutschlands. Sein Motto: If you can dream it, you can do it!


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