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Mehr als nur Raketenzischen: Wie Psyonixs Audio-Guru den richtigen Sound für Rocket League fand

Er kommt aus Hollywood, arbeitete an Matrix und The Cabin in the Woods, jetzt ist er für die Jumps, Boosts und die ikonischen Sounds von Rocket League verantwortlich.

Audio-Director Mike Ault erzählt, warum er der Filmwelt entflohen ist und seine Liebe in Raketenautos, zischenden Sprüngen und punchigen Tor-Sounds gefunden hat, die von schwarzen Löchern inspiriert sind.

Präsentiert von: Benjamin Kratsch


Mike Ault ist ein spannender Typ: Kalifornische Bräune, kalifornische Lässigkeit, kalifornischer Style. Ein Hollywood-Komponist, der vorher an großen Filmen wie Matrix und The Cabin in the Woods gearbeitet hat, dann zum Rocket-League-Team stoß. Warum?

„Hollywood ist spannend, weil sehr fordernd, aber auch recht gleichströmig. Filme sind sehr Trailer getrieben, der Sound ist enorm wichtig fürs Marketing. Deshalb kann man eher weniger experimentieren, bewegt sich innerhalb festgelegter Strukturen.“, erzählt der sympathische Sound-Director von Psyonix. „Spiele sind anders, man kann sie vom Audio-Design her selbst erfinden.“

„Rocket League ist mein Baby, ich habe hier extrem viele Freiheiten beim Sound-Design. Es geht ja nicht nur um die Menümusik, sondern den Punch beim Boosten, das Zischen durch die Luft, die Dramatik des Sports, die der Sound unterstreichen muss. Und wir inkludieren ja permanent neue Strecken, neue Szenarien, die komplett unterschiedliches Publikum erfordern. Die Atmosphäre variiert sehr stark, jeder Boost hat sein eigenes Klangbild.“

Was ist der große Unterschied zwischen Hollywood und Rocket League?

„Das hier ist Live-Production. Was anstrengend ist, aber unglaublich viel kreativen Spielraum lässt. Wir arbeiten ständig an neuen Autos, neuen Motoren, versuchen hier dem DeLorean DMC seinen eigenen Stil zu geben, dort dem Batmobil. Die Wege bei uns sind sehr kurz, wir probieren viel aus, Psyonix ist dafür total offen. Auf der anderen Seite ist es aber auch wichtig sich manchmal ein bisschen zurückzunehmen: In einem Film wie The Cabin in the Woods orchestriert und führt der Sound durch den Film, ist also sehr dominant. In Rocket League soll er oft nur untermalen, sich nicht zu sehr aufdrängen. Und dann wieder komplett explodieren - beim Tor zum Beispiel. Das hat diese Power, fühlt sich an wie ein Schwarzes Loch, als würde der Sound in eine andere Galaxy gezogen. Das ist cool, darauf bin ich stolz.“

 


Tags: Universal Open Rocket League