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Mondbasis aus dem Drucker

Gepostet von syfy.de

Wenn Menschen wieder zum Mond fliegen und diese länger blieben - wie würden sie dort leben? Europäische Weltraumexperten haben jetzt eine Antwort auf diese spannende Frage gegeben: Kosmische Siedler könnten sich Behausungen selbst mit 3-D-Druckern herstellen.

Mit 3-D-Druckern kann man vieles Verschiedenes herstellen - Schmuck oder Spielzeug zum Beispiel aber auch Hightech-Ersatzteile. Die Europäische Weltraumorganisation (Esa) hat sich diese Technik zu nutze gemacht und präsentiert die Pläne für eine Mondbasis aus dem 3-D-Drucker. Im Kern geht es darum, mit Materialien die auf dem Mond zu finden sind Mond eines Tages größere Gebäude bauen zu können. Die Architekten schlagen kuppelartige Strukturen vor. Im Inneren könnte ein aufblasbarer Druckkörper das Leben der Raumfahrer sichern- ein Konzept, das schon einmal vorgestellt worden ist. Noch sind die Pläne nicht zu realisieren, denn es ist noch entschieden, wann überhaupt wieder Menschen auf dem Mond stehen werden.

"Der 3-D-Druck stellt eine potentielle Möglichkeit dar, die von der Erde aus notwendige Logistik zu reduzieren und die Besiedlung des Mondes damit zu erleichtern", hält Scott Hovland von der Esa fest. Das Konzept zu Verarbeitung mondeigener Stoffe ist interessant und wurde in ersten Versuchen auf der Erde erprobt. Zum Einsatz kam ein 3-D-Drucker, der auf einem sechs Meter großen Rahmen sitzt, dessen bewegliche Druckdüsen ein Bindemittel auf ein sandartiges Baumaterial sprühen. Der Drucker habe durchschnittlich etwa zwei Meter pro Stunde aufgetragen. Das Modell der nächsten Generation solle gar dreieinhalb Meter pro Stunde schaffen. Damit sei innerhalb einer Woche ein komplettes Gebäude fertigzustellen. Beim Test wurde simuliertes Mondmaterial, Regolith genannt, mit Magnesiumoxid vermischt. Verfestigt wurde es durch Zugabe eines Salzes aus den Düsen. Der Regolith stammte nicht wirklich vom Mond, es handelte sich um Basaltgestein aus dem Zentralvulkan im Bolsenasee in Mittelitalien.

Eine Herausforderung war es, dass auf dem Mond im Vakuum gedruckt werden müsste - in dem Flüssigkeiten verdampfen. Experten des italienischen Unternehmens Alta Spa und der Technischen Universität in Pisa brachten daher die Düse des 3-D-Druckers unterhalb der Regolithschicht an. Dabei zeigte sich, dass zumindest kleine Tröpfchen des Bindemittels durch Kapillarkräfte festgehalten wurden. Wir sind gespannt wie es weitergeht und halten euch auf dem Laufenden.

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