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Paul Bettany vergleicht die irrsinnigen Sicherheitsvorkehrungen an den Sets von Solo und Infinity War

Eine Rolle in Solo: A Star Wars Story zu ergattern war für Paul Bettany noch das Leichteste - alles was er tun musste, war seinem alten Kumpel Ron Howard zu texten, der den Film mitten während der Produktion übernahm. (Der genaue Text lautete: "Hast du auch schon mal lange Winterabende damit verbracht dich zu fragen, warum du eigentlich nicht beim Star Wars Franchise dabei bist? Ich schon." Howard's Antwort: "LOL Ich melde mich bei dir.") Kurze Zeit später wurde Bettany engagiert, den Bösewicht Dryden Vos zu spielen. 

Die tatsächliche Herausforderung war für Bettany, jeden Tag ans Set zu kommen, beziehungsweise der Heimweg nach einem Drehtag.

Die sind so vorsichtig. Du wirst dort für die Rolle an- und ausgezogen; du kannst nicht einmal ein Photo machen, falls du ein Photo von dir machen wolltest.

erzählte der 46- jährige Schauspieler vor Kurzem SYFY WIRE während eines Interviews in L.A.

Es ist jemand bei dir während du in diese ganzen Kostüme gesteckt wirst, und es ist jemand bei dir wenn du zum Set läufst. Du bist nie alleine. Ich hätte so gerne die Waffen meiner Fillmfigur geklaut, aber ich hatte keine Chance.

Die Notwendigkeit für diese Sicherheitsmaßnahmen seitens Lucasfilm sind jedoch nicht irrational – immerhin handelt es sich um einen Star Wars Film, und das öffentliche Interesse wurde nur noch weiter angestachelt, nachdem Howard die Regisseure Chris Miller und Phil Lord mitten während der Dreharbeiten ersetzte. Bettany übernahm die Rolle des Bösewichts von Schauspieler Michael K. Williams, der wegen eines anderen Engagements, das er nicht absagen konnte, nicht für die Nachdrehs mit Howard zur Verfügung stand.  

 

Bettany war ebenfalls mitten in einem anderen großen Projekt verpflichtet während er Solo drehte, aber es war um einiges einfacher für ihn beide Projekte unter einen Hut zu bekommen, da er beide Filme für Disney drehte. Als er mit Star Wars beschäftigt war hatte der britische Schauspieler gerade eine kurze Drehpause von seiner Rolle als Vision in Marvels unmittelbar aufeinanderfolgenden Avengers Filmen; als die epische Produktion der Russo Brüder fortgesetzt wurde, musste Bettany zwischen den Drehorten der Marvel Produktion in Atlanta, und Solos Pinewood Produktion in UK hin und her geflogen werden. Tatsächlich war die Arbeit in Sachen Sicherheitsvorkehrungen am Solo Set  entspannter als bei der Avengers: Infinity War Produktion.

Es war der Wahnsinn. Es gab ein Skript auf einem gesperrten iPad. Sie haben gefälschte Szenen dazu geschrieben und niemand hatte das Skript gelesen. 

sagte Bettany lachend.

Im Vergleich dazu war das überarbeitete Skript von Solo für alle Darsteller verfügbar. Doch das alles macht durchaus Sinn. Schließlich war die Handlung von Solo als Spin-off-Film mit einer neuen Besetzung nicht den jahrelangen Spekulationen ausgesetzt, wie es bei Avengers: Infinity War der Fall war. Außerdem machten frühere Sicherheitslücken bei den Dreharbeiten der Marvel-Filme die Geheimhaltung noch wichtiger.

Als wir uns darauf eingelassen haben hatte ich noch nie so etwas gesehen.

sagte Bettany.

Die strikten Vorkehrungen waren wirksam, da das Geheimnis der Handlung von Infinity War bis zur Veröffentlichung Ende April erhalten blieb. Bis Solo endlich am 24. Mai in die deutschen Kinos kommt, geht ein weiterer Kampf gegen die dunkle Seite der Spoiler-Kultur auf die Zielgerade.

 

 

Quelle: SYFY Wire


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