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Star Trek: 5 Gründe heute Abend einzuschalten

Heute Abend um 20.15 Uhr startet Star Trek im neuen Reboot-Gewand bei SYFY ins Abenteuer. Unser Star Trek-Experte Björn Sülter hat fünf Gründe für euch zusammengetragen, warum ihr das in keinem Fall verpassen solltet.

 

Star Trek

Präsentiert von: Björn Sülter


Im Jahr 2002 starb das glorreiche Star-Trek-Franchise im Kino einen qualvollen Tod. Star Trek: Nemesis war der letzte Versuch der klassischen Ära, die Menschen in Scharen in die Lichtspielhäuser zu bringen. Mit einem Budget von rund 60 Millionen US-Dollar und einem weltweiten Einspielergebnis von nur knapp 67 Millionen durfte man den zehnten Film (und vierten mit der Crew aus Star Trek: The Next Generation) problemlos als Mega-Flop bezeichnen.

Die Bosse bei Paramount hatten ihr Trek-Pferd totgeritten. Drei Jahre später endete dann auch nach 18 Jahren ohne Pause das TV-Franchise mit der Absetzung von Star Trek: Enterprise.

Auftritt: Abrams!

Hollywoods Golden Boy J. J. Abrams durfte sich einige Jahre später ein Projekt aussuchen, das er gerne umsetzen wollte. Zur Überraschung aller wählte der überzeugte Star-Wars-Fan ausgerechnet Star Trek und modernisierte den Mythos gemeinsam mit einem Team aus Kennern gründlich.

Das Ergebnis war ein Blockbuster, der nicht nur satte 150 Millionen US-Dollar kostete, sondern auch rund 386 Millionen einspielte! Star Trek war die Rückkehr gelungen.

Zur Ausstrahlung des Streifens heute Abend um 20.15 Uhr auf SYFY haben wir fünf gute Gründe für euch, das Werk noch einmal (oder erstmals?) zu genießen.

Frische Ikonen

Wenn es einen Punkt gibt, an dem sich die Geister im Fandom nicht scheiden, dann ganz sicher in Sachen Casting. Abrams und sein Team wählten wunderbare Darsteller für die ikonischen Rollen aus und trafen damit genau den richtigen Ton.

Sei es bei den Nebenrollen mit John Cho als Sulu, Anton Yelchin als Chekov, Zoe Saldana als Uhura oder Simon Pegg als Scotty oder mit den großen Drei aus Chris Pine (Kirk), Zachary Quinto (Spock) und Karl Urban (McCoy): Dieses Casting traf wie die berühmte Faust aufs Auge und ließ die beliebten Figuren in frischem Gewand genauso kompetent wiederauferstehen, wie es in den 80er-Jahren mit dem Original-Spock in der Filmreihe geschehen war. Die Spielfreude im ersten Reboot-Film ist jede Sekunde spürbar: Unbedingt eintauchen!

Star Trek

Cool Trek

Neben den Darstellern konnten Abrams und sein Team aber selbstverständlich auch mit der generellen Optik des Streifens punkten. Wo Star Trek früher immer ein wenig in Reichweite der Serien-Optik geblieben war, durchbrach die Filmreihe hier endgültig die Grenze zum Blockbuster-Kino und näherte sich visuell eher Reihen wie Star Wars an - kein Wunder, wenn man bedenkt, was für ein Wars-Fan Abrams ist! Böse Zungen behaupten sogar, er habe hier schon mal für den Ernstfall geprobt, der dann ja auch 2015 mit Episode VII eintreten sollte. Doch wen stört das schon, wenn Star Trek nie besser aussah? Alles richtig gemacht, Mr. Abrams!

Star Trek

Lauschgift

Michael Giacchino hatte bereits an Abrams-Serien gearbeitet (Alias, Lost), als er 2006 mit Mission: Impossible III auch im Kino an dessen Seite trat. Für Star Trek gelang ihm ein bombastisch-aufwühlender Score, der den Zuschauern in den Action-Momenten um die Ohren flog aber auch die sensiblen Szenen wunderbar atmosphärisch umspielte. Das markante Thema prägte er für den Fortgang der Reihe und der hämmernde Auftakt nach der Zerstörung der Kelvin sollte jede heimische Surround-Anlage glücklich machen können. Zum Abschluss des Films gab es dann noch eine standesgemäße Hommage an das Original. Auch hier gilt also: Maßarbeit!

Star Trek

Nimoy! Nimoy! Nimoy!

Es ist doch keine Frage: Als Leonard Nimoy als alter Spock aus der Zukunft im Film auftauchte, setzte insbesondere bei älteren Trekkies ein erhöhter Herzschlag ein. Den Mann, der die Rolle seit 1966 groß gemacht und geprägt hatte, noch einmal im Kino zu erleben, kam einem Wunder gleich. Und Nimoy lieferte! Bis hin zur letzten Szene, als er auf sein jüngeres Ich traf, hatten wir es mit einem rundum perfekten Gastauftritt zu tun, der den Film veredelte.

Star Trek

Das unentdeckte Land ...

... die Zukunft! Wenn etwas in den vergangenen zwanzig Jahren dafür gesorgt hat, wo wir heute in Sachen Star Trek stehen, dann ist es ganz sicher dieser Film. Mit ihm wurde das Franchise modern, bunt, rasant und sexy. Mit ihm kehrte das Bewusstsein dafür zurück, dass man Star Trek zum Erfolg führen konnte, wenn man es richtig anging. Mit ihm bewies das Franchise, dass noch Leben in ihm steckte. Der Dank dafür gebührt eindeutig J. J. Abrams und seinem Team, das den Spagat zwischen dem beliebten Alten und dem notwendigen Neuen schaffte und die Reihe bereit für die Zukunft machte.

Mit Star Trek Into Darkness folgten ein sehr erfolgreicher, wenn auch inhaltlich leider oft zweifelhafter zweiter und mit Star Trek Beyond ein kommerziell etwas enttäuschender, dafür aber inhaltlich umso warmherziger dritter Teil.

Wann und wie es weitergeht, ist aktuell noch unklar. Eine Fortsetzung der Reihe steht aber außer Frage.

Doch genießen wir heute Abend erstmal die Ausstrahlung des Auftakts: Star Trek läuft ab 20.15 Uhr bei SYFY!

Star Trek

Buchtipp: SYFY präsentiert das umfassendste Sachbuch zu Star Trek in deutscher Sprache - jetzt auch als E-Book!

Autor, Journalist & SYFY-Experte Björn Sülter nimmt euch mit auf eine Zeitreise durch über 50 Jahre, erzählt die Geschichten hinter den Kulissen und beleuchtet Stärken, Schwächen und Dramen aller Serien und Filme seit 1966! Angefangen mit den Abenteuern des Captain Kirk über Picard, Sisko, Janeway und Archer hat sich Star Trek seit damals eine treue und engagierte Fanbase erarbeitet. Die erfolgreichen Reboot-Kinofilme des J. J. Abrams sorgen seit 2009 für ebenso viel Diskussionsstoff wie die jüngst gestartete Fernsehserie Star Trek: Discovery. So zeigt sich das Franchise somit immer noch topfit und durchlebt aktuell einen weiteren Frühling. Die Entstehung und der Verlauf jeder Serie und jedes Films wird dabei eingehend beleuchtet. Ein ausführlicher Teil befasst sich zudem mit den neuen Kinofilmen und Star Trek: Discovery.

Das Buch enthält Illustrationen von Ralph Sander (Das Star Trek Universum) sowie Kommentare zu den verschiedenen Serien von Mike Hillenbrand (TREKminds, 40 Jahre Star Trek), Christian Humberg & Bernd Perplies (Star Trek: Prometheus), Lieven L. Litaer (Der kleine Prinz auf Klingonisch) und Ralph Sander (Das Star Trek Universum). Hinzu kommen O-Töne von Thorsten Nobst zur Synchronisation von Star Trek: Discovery und ein Interview mit dem deutschen "Mr. Star Trek" Gerhard Raible (Trekworld Marketing).

Das Buch ist bei Amazon und vielen anderen Händlern erhältlich. Ab 14. November 2018 endlich auch als E-Book erhältlich!

Es lebe Star Trek

Über den Autor:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch "Es lebe Star Trek" ist im Oktober der Auftakt seiner Jugendbuchreihe "Ein Fall für die Patchwork Kids" erschienen. Im Dezember liefert er mit "Beyond Berlin" seine erste eigene Science-Fiction-Reihe ab.

Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage Sülters Sendepause mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.


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