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10 großartige Horrorsequels, die auch beim zweiten (und dritten!) Ansehen noch gruseln – Teil 2

Das Einzige was noch schwieriger hinzubekommen ist als ein guter Horrorfilm ist seine Fortsetzung. Wir schauen uns in dieser zweiteiligen Reihe zehn Versuche an, die wunderbar gelangen und auch beim wiederholten Anschauen für Gänsehaut sorgen.

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Gute Horrorfilme zu machen, so lernten wir im ersten Teil dieser kleinen Reihe, ist schwer – und gelungene Fortsetzungen davon zu drehen noch schwerer.

Hier nun nochmals fünf Horrorfilm-Sequels, die dem geneigten Zuschauer auch beim wiederholten Ansehen das Blut in den Adern gefrieren lassen!

Tanz der Teufel II (1987)

Es ist selten, dass ein Fortsetzungsfilm das Original übertrifft. Noch seltener kommt das in einem Genre vor, dass so formelbasiert und auch vorhersehbar ist wie der Horrorfilm. So gesehen war eher wenig beim ersten Tanz der Teufel vorhersehbar. Mit mehr gesammelter Erfahrung und einem größeren Budget war es Sam Raimi möglich, sein Debüt zu übertreffen und einen Horrorfilm zu erschaffen, der ebenso gruselig wie klamaukig war.

Tanz der Teufel II setzt die Abenteuer von Ash Williams hart an der Grenze zum Remake des Original-Plots fort, allerdings mit weiteren Raimi-Ergüssen aus der nicht-jugendfreien Schreckensabteilung. Der Streifen lässt sich kaum Zeit damit, den Protagonisten in die verfluchte Hütte im Wald zurückzubringen: Hier muss er die Deadites ein weiteres Mal bekämpfen, um die Welt vor der Macht des teuflischen Necronomicon zu retten. Tanz der Teufel II ist ein wilder Mix aus Humor, überdrehtem Abenteuer, grotesker Gewalt und guten altmodischen Schockeffekten. So erstklassig wie auch alle anderen Evil-Dead-Filme sind, erlebte das Franchise mit seinem zweiten und immer wieder sehenswerten Kapitel seinen Höhepunkt.

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Scream 4 (2011)

Lassen Sie sich nicht durch die enttäuschenden Einspielergebnisse abschrecken: Scream 4 ist eine sehr unterschätzte (und unheimliche!) Fortsetzung der Serie.

Wes Cravens letzter Film ist wesentlich besser als es sämtliche anderen vierten Teile eines Horrorfilm-Franchises sein dürften. Sein Meta-Slasher-Plot (auf dem Höhepunkt seiner ohnehin im Meta-Slasher-Bereich liegenden Wurzeln) gedeiht auf verborgenen Erwartungen, um die komplexeste und am meisten verschachtelte Pointe der Serie abzuliefern. Mit der einnehmendsten Besetzung seit dem Originalfilm, darunter Alison Brie und Emma Roberts, setzt Scream 4 mit Sydney Prescott (Neve Campbell) ein. Diese ist nun Schriftstellerin und versucht, aus dem Woodsboro-Massaker, das sie mit knapper Not überlebte, mit einer Lese-Tour Kapital zu schlagen. Als ein neues Ghostface etwa zur gleichen Zeit in ihrer Heimatstadt auftaucht wie Sydney ist unsere Heldin dazu gezwungen, wieder in ihre Rolle als letztes überlebendes Mädchen zu schlüpfen, während sich die Leichen zu stapeln beginnen.

Zu gleichen Teilen Satire wie Slasher widmet sich Scream 4 der toxischen Seite des Fandoms und der Internetkultur, während der Film in spaßiger Weise die Tradition seines Vermächtnisses weiterführt. Allerdings sind sein auf die Reihe bezogener Humor und die Schocksequenzen weniger übertrieben als in den vorherigen Fortsetzungen, sondern mehr auf Augenhöhe mit denen, die das Original Scream zu einem Klassiker machten. Mit der Zeit werden die Fans hoffentlich dazu übergehen, Scream 4 im selben Licht zu sehen und zu genießen.

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Paranormal Activity 3 (2011)

Nachdem das Paranormal-Activity-Franchise sein einmalig funktionierendes Found-Footage-Konzept hinreichend ausgekostet hatte, bildete der dritte Teil der Reihe einen Höhepunkt in der Serie – sowohl in den Bereichen Dramatik als auch Schrecken.

Die in den 80er-Jahren spielende Fortsetzung ist auch die Vorgeschichte der vorherigen Teile. Paranormal Activity 3 erzählt davon, wie der als »Toby« bekannte dämonische Geist die junge Katy (Chloe Csengery) und ihre Freundin Kristi (Jessica Tyler Brown) terrorisierte. Henry Joost und Ariel Schulman (die Regisseure des Independent-Films Catfish) spinnen einen überraschend wirkungsvollen Handlungsfaden mit einer ausgefüllten emotionalen Hintergrundgeschichte und einigen der originellsten Schockeffekte des Franchises (auch wenn der Film am Ende nur noch kleine Höhepunkte bietet). Trotzdem handelt es sich um die einfallsreichste Nutzung des Found-Footage-Formats seit dem wegweisenden ersten Film – ganz besonders durch den Einsatz einer an einem sich bedrohlich langsam drehenden Ventilator befestigten Kamera.

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Frankensteins Braut (1935)

Unter anderem mit der vielleicht ikonischsten Perücke der Filmgeschichte kann diese Universal-Monsterfilmfortsetzung fast 90 Jahre nach ihrer Veröffentlichung immer noch mithalten.

Das Szenario fast im Meta-Maßstab, in dem sich die Frankenstein-Autorin Mary Shelley Gedanken über eine Fortsetzung ihres Gruselklassikers macht, gibt Regisseur James Whale die Gelegenheit, einen emotionaleren und unheimlicheren Film als seinen ersten Monsterkracher zu erzählen. Wenn Dr. Frankenstein in Frankensteins Braut eine Gefährtin für das gebrochene Monster erschafft, das seinen Namen trägt, entfaltet sich ein sehr menschliches und emotionales Drama, in dem die wiederbelebten Körper auf kunstvolle Weise den Wert des Lebens kennenlernen, das so oft als selbstverständlich gilt. Frankensteins Braut versetzt das Groteske mit einem Sinn für den tragischen Pathos, wie es nur wenige Filme vorher oder seitdem wieder vermögen.

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Aliens: Die Rückkehr (1986)

Huldigt James Camerons Action-Meisterwerk!

Im Vergleich war der erste Film eine Spukhausgeschichte mit einer einzelnen Kreatur, die die ahnungslosen Crewmitglieder einen nach dem anderen dahinraffte. Die Fortsetzung erweiterte das Konzept und erhöhte die Auftritte – das Resultat war grandios. Nur wenigen Fortsetzungen gelang es das, was im ersten Film so gut funktionierte, mit neuen Aspekten zu kombinieren und dadurch einen weiteren Klassiker hervorzubringen. Doch Aliens ist ein solcher Film.

Nach Jahrzehnten im Kälteschlaf erwacht Ellen Ripley (Sigourney Weaver) und findet sich erneut konfrontiert mit den säureblütigen Xenomorphen. Als eine irdische Kolonie – exakt an der Stelle errichtet, an der Ripley erstmals die Aliens entdeckte – sich nicht mehr meldet, sendet die Firma die Colonial Marines mit ihren Power Loaders und zwingt Ripley das Kommando auf. In einem nervenzerreißenden finalen Kampf gegen die Alien Queen droht sie beim Versuch zu scheitern, die letzte Überlebende der Kolonie zu retten, ein kleines traumatisiertes Mädchen namens Newt.

Atemberaubend erzählt, brillant in Szene gesetzt und mit einem der ikonischsten Showdowns aller Zeiten ist Aliens ein Film für alle Zeiten.

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Vielleicht konnten wir euch ja zu einem Rewatch einiger Horrorklassiker motivieren. Wir wünschen schaurige Unterhaltung!

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Phil Pirrello geschrieben.