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5 Beispiele, wie Star Trek die Wissenschaft inspiriert und die Zukunft beeinflusst hat

Heute ist es soweit. Mit Star Trek: Discovery gibt es die erste neue Serie nach zehn Jahren Pause. Vor 51 Jahre beamte sich Star Trek: The Original Series auf die US-Bildschirme und entfachte die Phantasie von Millionen.

Leonard Nimoy als Spock

Die Serie dürfte vermutlich eine ganze Generation junger Wissenschaftler inspiriert haben. Anlässlich der Premiere von Star Trek: Discovery blicken wir auf den Einfluss der Serie auf die moderne Wissenschaft zurück. Anhand von fünf Beispielen zeigen wir dir, wie Star Trek dabei geholfen hat, die Zukunft zu verändern:

 

  1. Fortschritte in der Quantenphysik und Astronomie
    Eines der wahrscheinlich größten Vermächtnisse von Star Trek ist wohl die Tatsache, wie die Show dem eigentlich Verständnis, was die Menschheit über das Universum hat, Tribut zollt. Gene Roddenberry hat bekanntlich Wissenschaftler beschäftigt, welche die Vorstellungen der Drehbuchautoren auf Fakten überprüft haben. Im Laufe der Jahre hat man somit zum Beispiel den Theorien von Stephen Hawking über den gekrümmten Raum, die Möglichkeiten über Wurmloch-Reisen und der theoretischen Möglichkeit, die Zeit zu überschreiten, gehuldigt. Star Trek hat dazu beigetragen, das Verständnis für den Kosmos in die heimischen Wohnzimmer zu bringen. Und damit eine neue Generation von Wissenschaftlern inspiriert.
     
  2. Der Aufstieg von Computern und künstlicher Intelligenz
    Heutzutage mögen die sprachaktivierbaren Computersystem und Touchscreens der Enterprise selbstverständlich erscheinen. Allerdings stammt Star Trek aus einer Zeit, in der Computer noch ein ganzes Zimmer für sich einnahmen. Zwar hat die Serie nicht immer richtig gelegen, wie wir letztendlich Computer in unseren Alltag integrieren, aber dennoch moderne Technologien inspiriert. Man denke nur an Flash-Speicher, USB Treiber oder Siri! Und unter Wissenschaftlern gibt es eine Menge Star-Trek-Fans. So antwortete der Vorsitzende der American Association for Artificial Intelligence auf die Frage, was sein Ziel in seinem Forschungsfeld wäre, schlichtweg mit Lieutenant Commander Data.



     
  3. Die Vorteile moderner medizinischer Technologien
    Man sagt, dass - als der Tricorder und das Biobett in den späten 1960ern erstmals in der Serie auftauchten - Firmen wie Siemens bei Gene Roddenberry nachfragten, wie er herausgefunden hätte, woran sie gerade arbeiteten. Die Geräte waren frühe Versionen von MRT und Ultraschallgeräten. Damit griff die Serie bereits früh die Möglichkeit der Diagnostik ohne Eingriffe auf. Bis heute versucht die moderne Forschung noch, die Visionen aus Star Trek umzusetzen. Es gibt den Qualcomm Tricorder XPRIZE, der jedes Jahr Forschungsteams dazu herausfordert, ein mobiles Handgerät zur Diagnostik zu entwickeln. Und die NASA entwickelte in den 1990ern ein Headset namens JORDY, eine technische Hommage an VISOR von Geordi La Forge.
     
  4. Moderne Kommunikationsgeräte
    Marty Cooper von Motorola, der geistige Vater moderner Handys, hat einmal zugegeben, dass Star Trek ihn zum Design des DynaTAC 8000x Headset inspiriert hat. Und vermutlich hätte es ohne den Kommunikator keine aufklappbaren Handys gegeben. Außerdem gibt es in Star Trek Hinweise auf Bluetooth (man denke an den Ohrhörer von Lieutenant Uhura), GPS oder Touchscreens und Tablets.
     
  5. Virtual Reality
    Star Trek: The Next Generation deutete an, was Virtual Reality sein könnte. Zwar steckt die Technologie bis heute noch etwas in den Kinderschuhen, allerdings schreitet die Entwicklung mit riesigen Schritten voran. Neben dem Oculus Rift experimentieren die Wissenschaftler gerade mit konkaven Spiegeln, die einem Betrachter aus einem bestimmten Winkel heraus ein projiziertes Objekt erscheinen lassen. Im Jahr 2009 testeten Ingenieure an der Universität von Tokio etwas, das eines Tages vielleicht ein Hologramm werden könnte.