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Achtung Spoiler! Filmkritik: Star Wars The Force Awakens

Endlich brechen wir wieder auf in eine weit, weit entfernte Galaxis! Nun ist die Macht wieder erwacht und seit heute können wir den neuen Star Wars Film in den Kinos bestaunen. Unser Syfy-Teammember und Star-Wars-Fan Daniel hat sich den Film bereits Mittwoch Nacht angesehen. Lest hier seine Filmkritik:

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Rund 30 Jahre nach den Geschehnissen in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ hat sich der Überrest des Imperiums zur „Ersten Ordnung“ formiert. Supreme Leader Snokes Schützling Kylo Ren versucht die Mission seines Großvaters Darth Vader zu vollenden und die Jedi zu töten. Der Weg dorthin führt über Luke Skywalker, der verschwunden, jedoch über eine in den Droiden R2-D2 und BB-8 gespeicherte Karte auffindbar ist. Bei dem Versuch, Luke zu finden, treffen die Schrottsammlerin Rey und der fahnenflüchtige Sturmtruppler Finn auf Han Solo und Chewbacca und schließlich auch auf die Überreste der Rebellen-Allianz, die sich unter der Führung von General Leia Organa zum „Widerstand“ gegen die Erste Ordnung aufgestellt und alle Hände voll damit zu tun hat, den Einsatz deren neuer Superwaffe zu vereiteln.

Die Erwartungen waren unglaublich hoch genauso wie die Herausforderung, einen Film zu schaffen, der an den „Geist“ der Original-Trilogie anknüpft und es schafft, alle Generationen gleichermaßen glücklich zu machen. Das ist Regisseur J.J. Abrams insgesamt gelungen. Die Story ist dank Episode V- und -VI-Drehbuchautor Lawrence Kasdan schlüssig und legt den Grundstein für eine spannende Sequel-Trilogie.

Der schmerzliche Verlust von Han wird etwas darüber kompensiert, dass uns Luke in der (oder den) nächsten Episode(n) zur Seite stehen wird. Seine Erscheinung am Ende des Films ist gut inszeniert, sorgt für Gänsehaut und den richtigen Cliffhanger. Überhaupt finden die Stars der Original-Filme optisch wie schauspielerisch gut in ihre alten Rollen zurück – allen voran Harrison Ford, der mit gewohnt gutem Witz und Charme auch die meiste Screen Time erhält.

Erfreulich am Cast unserer neuen Helden ist, dass -im Gegensatz zu vielen anderen Blockbuster-Produktionen- das Star Wars Universum nicht nur aus Hollywood Beaus besteht. Rey, Finn und der charismatische Poe Dameron können zu starken Trägern der weiteren Handlung und Identifikationsfiguren der neuen Star Wars Generation werden.

Optisch kommt „Das Erwachen der Macht“ so wie alle J.J. Abrams Produktionen gut weg. Die Raumjäger Sequenzen machen Spaß und sind richtig dosiert. Endlose Materialschlachten à la Transformers bleiben zum Glück aus. Positiv zu bewerten ist auch die Verwendung echter Sets und Kulissen - bei den Aliens hätte man sich sogar noch weniger CGI gewünscht. Wenn man bedenkt, dass Episode VII mehr als 30 Jahre nach Episode VI spielt, wirkt die Inszenierung der „Ersten Ordnung“ (Kommandobrücken, Control-Panels, aber auch die Outfits der Offiziere) zu altbackend. Die Darstellung des „Widerstands“ ist besser gelungen. Auf Anleihen wie die Cantina-Band von Maz Kanata an die von Mos Eisley hätte man sicher verzichten können. Sie wirken etwas zu einfach und offensichtlich. Stattdessen hätte man sich mehr bekannte Aliens gewünscht, die die Original-Teile ja bereits vielfältig eingeführt hatte. Auch im Soundtrack hätte man gerne öfter den Original Score gehört, der immer nur kurz zitiert wird, wenn gleich John Williams insgesamt wieder sehr gute Arbeit geleistet hat.

Diese Einschätzung lässt sich als Fazit für den Film übernehmen, der die Fans der Fortsetzungs-Romane sicher nicht voll befriedigen kann, aber beim Mainstream-Publikum ins Schwarze trifft. Der „Geist“ der Original-Filme wird in seiner Fülle nicht mehr erreicht, allerdings muss man fairerweise die Frage stellen, ob das unter den heutigen Bedingungen überhaupt möglich gewesen wäre. Eine gute Brücke für die Übergabe des Staffel-Stabes an die neue Generation wurde aber auf jeden Fall gelegt.