News | 38 Monate

Alle wichtigen Star Trek Doktoren, gerankt!

Hier findet ihr ein Ranking aller bedeutenden Star Trek Doktoren, vom Besten bis zum Schlechtesten, bewertet nach deren Fähigkeiten als Arzt. Und nein, dabei geht es nicht um Sympathie – das hier ist Wissenschaft. Medizinische Wissenschaft! Wie gehen sie mit einem Tricorder um? Wie viele erfolgreiche Diagnosen haben sie gestellt? Wessen Frisur ist die hübscheste? Hatten sie jemals Sex mit einer seltsamen, außerirdischen Geisterkerze? Wie gesagt – Wissenschaft.

Als ich meinem Lektor die ursprüngliche Liste vorlegte, war er überzeugt ich würde ihn auf den Arm nehmen. Liebe Leser, ich schwöre hoch und heilig, dass ich mich hier nicht lustig mache über diese sehr ernst zu nehmende Liste von fiktionalen Weltraum Doktoren. Die Reihenfolge könnte euch ein leichtes Brennen verursachen, aber genau wie bei Borg Implantaten hilft auch hier eine schmerzstillende Creme.

Bereit? Dann heißt es Doktor vs. Doktor vs. Doktor vs. Doktor vs. Doktor vs. Doktor…vs. Doktor. LOS GEHT'S.

Trekmccoy

7. Dr. Leonard McCoy – New Edition (Star Trek)

Karl Urban ist verdammt gut als Bones. Er kommt nicht ganz an DeForest Kelley heran, aber er fängt die Essenz des Charakters in seiner Darstellung ein. Es gibt jede Menge, teils gerechtfertigte, Kritik an der Trek Neufassung, aber Karl Urbans Performance steht fernab davon.

Trotzdem, diese Bones Version ist ein furchtbarer Arzt. Das Foto sagt eigentlich schon alles.

Hier gab Bones Kirk eine Impfung gegen eine virale Infektion, die durch melvaranische Schlammflöhe ausgelöst wird. Kirk an den Nebenwirkungen und damit an den schmerzlichen Symptomen einer Schlammfloh-Infektion leiden zu lassen, war aus seiner Sicht der beste Weg, um ihn als Patient an Board der Enterprise zu bringen. Nun ja, ich denke, wir erinnern uns alle an die nicht so hübschen Details dieser Szene.

Wirklich als Arzt versagt hat Bones jedoch danach als er Kirk beim Versuch dessen Symptome zu lindern unabsichtlich CARTOON HÄNDE verpasste. Ein Blick in McCoys Gesicht reicht aus, um zu wissen – ER HAT KEINE AHNUNG, WAS ER DA GERADE TUT.

Da vertraue ich ja WebMD mehr als diesem Typen. Wie bitte, WebMD? Ich habe „Ganzkörperkrebs“? Dann sollte ich mich lieber mit dieser Liste beeilen!


6. Katherine Pulaski (Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert)

Wenn ihr denkt Pulaski ist so weit unten in dieser Liste, weil sie ein Bones für Arme ist oder weil sie nicht glaubt, dass Data ein richtiger Junge ist oder wegen ihrer 80er Jahre Dauerwelle, dann habt ihr euch getäuscht. Das alles bestätigt, dass sie eine furchtbare Person ist, aber es macht sie noch nicht zu einer furchtbaren Ärztin.

Aber Scherz beiseite, das Problem mit Pulaski ist: große Klappe, nichts dahinter. Ihr Vorgesetzter Captain Taggert schwärmt von ihr, aber wir sehen eigentlich nie warum. Sie schreibt eine Forschungsarbeit über Viren, aber wir sehen nie, wie sie mit Viren infizierte Patienten behandelt.

Eine Sache hat sie allerdings gut gemacht: Sie rettete Picard, als ein Routineeingriff an seinem künstlichen Herz schiefging. Nur, wer hat ihr ausdrücklich verboten ihn zu operieren? Picard. Selbst wenn sie etwas gut macht, tut sie also eigentlich das Falsche.

Dann sollten wir auch noch Folgen wie „Unnatural Selection“ berücksichtigen, wo ein genetisches Experiment dazu führt, dass jeder, der in Kontakt mit ein paar jungen Leuten kommt, rasant altert und stirbt. Und wer löst dieses Problem? Ein Hinweis: Es ist nicht Pularski. Sie versucht es zwar, aber infiziert sich dabei selbst und stirbt beinahe. So müssen Data und Picard allein ein Heilmittel finden. Die beiden retten die Ärztin im letzten Moment. Man könnte meinen, das wäre der Job des Doktors. Pularski hat uns das Gegenteil bewiesen.

Normalerweise würde ich die persönlichen Entscheidungen eines Arztes hier raus lassen. Aber was, wenn die persönliche Entscheidung ist, auf Tuchfühlung mit Rikers Vater zu gehen? Ich weiß nicht, wie es euch damit geht, aber ich würde keine Ratschläge von jemandem annehmen, der jemals bewusst mit einem Riker im Bett war. Nein, Sir!


5. Julian Bashir (Star Trek: Deep Space Nine)

Dinge die Bashir kann:

- Weltraum Tennis

- Weltraum Darts

- Weltraum LARPing

Dinge die Bashir besser machen könnte:

- Doktor sein

Ich weiß, ich weiß. Er ist kein schlechter Arzt. Er ist sogar ein ausgezeichneter medizinischer Forscher. Er findet Heilmittel, erfindet Nahrungsergänzungsmittel, blickt mit ernster Mine ins Weltall, nachdem er durch's Mikroskop geguckt hat – den wissenschaftlichen Part rockt er.

Aber wo bleibt die Empathie, Julian? Vielleicht wäre es gut, ein bisschen weniger Zeit damit zu verbringen, sich selbst anzuhimmeln und seine Kollegin anzumachen und stattdessen die Menschen um sich herum emotional zu stärken, mein Lieber. Wir haben's verstanden. Du hast irgendwann mal einen tollen Müsliriegel erfunden und besitzt ein genetisch verbessertes Aussehen, auf das sowohl Frauen als auch Garak scharf sind. Cool. Whatever.

Wenn ich jemanden für eine Mission mitten im Krieg brauche? Bashir. Ich muss mich mit Sektion 31 herumschlagen? Bashir. Jemand der die Chefingenieure nervt und gleichzeitig deren Herz zum Schmelzen bringt? Bashir.

Aber wenn ich krank bin? Dann bist du leider nur auf Platz vier in meiner Liste. Sorry, Julian. Ein genetisch verbessertes Gehirn reicht da einfach nicht.


4. Beverly Crusher (Raumschiff Enterprise: Das nächste Jahrhundert)

Ähnlich wie bei Disney fehlen auch bei Star Trek Mütter. Schon bemerkt? Vor allem Mütter, die Vollzeit Hauptcharaktere sind. In diese Kategorie fallen nur Bev und Keiko und Keikos Rolle ist nicht wirklich tragend.

Was hat das mit Ärzten zu tun? Nun ja, nicht unbedingt viel, aber ich denke, dass Crushers Fähigkeiten als Mama viel damit zu tun haben, warum sie so ein guter Doktor ist. Sie ist es, die man am Krankenbett neben sich haben will. Wusstet ihr, dass sie sich einmal in ihrer Jugend über einen hässlichen Bart lustig gemacht und daraufhin beschlossen hat, von da an immer nett zu sein, weil sie sah, wie schlecht sich der Typ gefühlt hat. Beverly ist die Oberheilige.

Als Ärztin zeigt sie ziemlich solide Leistungen. Sie findet Heilmittel für Epidemien, hilft einen riesigen, außerirdischen Organismus zu gebären und rettet wiederholt das Leben jedes einzelnen Crew Mitglieds, außer dem von Tasha Yar. Sorry, Tash.

Crusher ist außerdem selbst ziemlich hart im Nehmen. Erinnert ihr euch an all die Male, als sie und Troi in ihre Glitzerstutzen schlüpften, um verrücktes Weltraum Yoga zu praktizieren? Und als Troi ihr dauernd von all den grusligen Typen erzählte, die sie gevögelt hat wobei Crusher selbst so gut wie nie einen abbekam, weil Picard zu doof für Sex ist und einfach auf der Leitung steht?

Genau dann, mein Freund, trifft Crusher auf eine seltsame Art von außerirdischer Geisterkerze in „Sub Rosa“, die sie so sehr befriedigt, dass ihre Augen die FARBE ändern. Alter. Und trotzdem kehrt sie zum Raumschiff zurück. Würde man wirklich an seine Pflichten denken, wenn man mitten in unaufhörlichen, kosmischen Orgasmen steckt? Yeah. Ich denke nicht.

Aber das Wichtigste: Crusher hat großartige Haare, und wenn sie mir sagen würde, dass ich im Sterben liege, hätte ich dabei die Gewissheit, dass trotzdem alles gut werden wird. Sie ist die Mutter der gesamten Crew.


3. Leonard "Bones" McCoy (Star Trek)

Bones war wirklich richtig sauer, als er erfuhr, dass er nur auf Platz drei in dieser Liste gelandet ist, aber Kirk hat ihm diese Ladys in Pelzbikinis besorgt und damit war er wieder beruhigt.

Er ist ja ein solider Doktor, niemand würde das abstreiten. Er sorgt dafür, dass Kirk immer bei großartiger Gesundheit ist, er ist fleißig, ernst, gut bei Diagnosen – und er ist irgendwie gemein, richtig? Ich meine, wenn du wieder einmal ein paar Routineuntersuchungen verpasst hast, würdest du es Bones gestehen wollen? Nein. Er wäre gemein! Und nicht einfach nur gemein – er wäre „deine Katze ist ein bisschen übergewichtig und dein Tierarzt verurteilt dich dafür“ gemein. Er ist der Schlimmste von allen!

Obwohl er Chefmediziner ist, ist das eigentlich nicht seine Hauptfunktion auf der Star Trek. Spock ist das Gehirn, Kirk ist das Herz und Bones ist das Bauchgefühl. Wenn etwas verdächtig scheint, bemerkt es Bones. Wenn jemand zu cool ist, um wahr zu sein? Bones bemerkt es. Wenn Spock stirbt und sein gesamtes Wissen irgendwo gespeichert werden muss? Muss Bones ran. Das ist toll, denn es zeigt, dass er ein gut durchdachter Charakter ist.

Aber neben all den Leben, die er mit Sicherheit gerettet hat, hat Bones den Satz „Er ist tot“ möglicherweise öfter als jeder andere TV Doktor in der Geschichte des Fernsehens geflüstert. Er ist so etwas wie sein Markenzeichen, neben „Verdammt, ich bin ein Doktor und keine Köderheadline für mehr Klicks“. Das hat er nämlich gesagt, als er von diesem Artikel erfuhr. Alles gut, Bones, du bist immerhin auf Platz drei.


2. Der Doktor (Star Trek: Raumschiff Voyager)

Doktor zu sein ist seine Daseinsberechtigung. Klar, der Doktor steht auf seine Opern und genießt gelegentlich die Gegenwart von Seven of Nine, aber in Wahrheit definiert er sich über seinen Beruf, denn immerhin wurde er geschaffen, um Arzt zu sein.

Ist er immer großartig darin? Ähm... nein. Aber Fakt ist, er muss sich Woche für Woche mit Problemen rumschlagen, mit denen sich kein Sternenflotten Doktor je zuvor beschäftigen musste. Dabei muss der Doktor laufend neue Fähigkeiten zu seiner etwas limitierten Software hinzufügen.

Also, ja, manchmal verwandelt er sich unbeabsichtigt in eine böse Version seiner selbst. Passiert. Und ja, als er sich als Therapeut versuchte überzeugte er Seven, dass sie Borg vergewaltigt wurde, obwohl hoppla, das nie passiert ist. Und ja sicher, wir haben auch nicht vergessen, als er dabei versagte Paris und Janeway vom Mutieren abzuhalten und sich fortzupflanzen, aber das sind doch alles Kleinigkeiten!

Dieser Typ ist für Notfälle konzipiert. Man ruft ihn nicht, wenn man sich mal den kleinen Zeh angehauen hat. Ich wette, ihr könnt mir keinen Arzt zeigen, der härter an sich selbst arbeitet. Der Doktor verlässt regelmäßig das Schiff, um andere Welten zu erkunden und dort medizinische Symposien zu besuchen. Und der Doktor ändert laufend selbst sein eigenes Programm, um besser in seinem Job zu werden, wenn auch manchmal mit fragwürdigen Ergebnissen.

Aber wenn all das euch nicht überzeugt, dann schauen wir uns den konkreten Fall von „Latent Image“ an, der Folge, in der er sich wirklich als Star Trek Doktor ausgezeichnet hat, wie kein anderer je zuvor. Hier entdeckt er, dass sein Gedächtnis gelöscht wurde, um eine Situation zu entfernen, in der er nur einen von zwei Crewmitgliedern retten konnte und denjenigen wählte, den er besser kannte. Sein Programm bricht zusammen, weil es nicht erklären kann, warum er sich so entschieden hat und damit eventuell auf unethische Weise den Lauf von Leben und Tod verändert hat. Der Doktor schaltet selbst diese Erinnerungen frei und statt seine Gedanken ein zweites Mal zu löschen, setzt er sich alleine auf das Deck, um zu lernen, wie er mit dieser unmöglichen Entscheidung von nun an leben wird.

Hätte ich irgendeine Krankheit, abgesehen von etwas richtig Ernstem, dann wäre er der Doktor meiner Wahl.


1. Phlox (Star Trek: Enterprise)

Ja, spätestens jetzt wisst ihr, warum mein Boss mich gefragt hat, was mit mir nicht stimmt. Aber ich bleib bei meiner Meinung – Phlox ist der beste Doktor in der Geschichte von Star Trek.

Er hat einfach alles – Empathie, medizinisches Wissen aus unzähligen Welten, er ist ein echter Schützengraben Doktor, der arbeiten kann, mit was auch immer er vorfindet und er ist einigermaßen diskret.

Aber, und ich weiß, das klingt ein bisschen wie ein Rückzieher, Phlox gewinnt durch technisches K.O., denn er ist der einzige Doktor, der je jemanden vor einer Borg Assimilation bewahrte. Klar, dieser jemand war er selbst, aber das zählt, vor allem weil er es vor allen anderen damit zu tun bekam. Er wusste damals noch nicht einmal, was ein Borg ist, verdammt!

Ist „Regeneration“ eine dumme Folge? Ja. Ist es lächerlich, dass Phlox sich selbst von dem Borg geheilt hat? ABSOLUT. Aber es ist passiert. Und schon aus diesem Grund ist er um Längen besser als jeder andere Doktor auf dieser Liste.

Außerdem ist Phlox der coole, weltoffene Onkel mit einem Haufen Frauen, bei dem du einfach du selbst sein kannst. Stress geht gar nicht. Phlox ist zu hundert Prozent Anti-Stress. Für die meisten Krankheiten würde er möglicherweise ein bisschen Weed und einen Mars Wombat (die sind verdammt kuschlig) verschreiben.

Und damit schließe ich den Fall.


Quelle: blastr.com