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Als James Doohan einen Star Trek Fan vor dem Selbstmord bewahrte

Fast jeder SciFi-Fan weiß, dass James Doohan Montgomery “Scotty” Scott in Star Trek gespielt hat. Aber neben seiner Darstellung einer der berühmtesten Sci Fi Figuren, war James Doohan auch im echten Leben ein Held. Er war nicht nur Veteran des 2. Weltkrieges sondern bewahrte auch einen Star Trek Fan vor dem Selbstmord.

Star Trek Crew Members

Auch wenn du keine einzelne Episode von Raumschiff Entprise (oder einem seiner Ableger) gesehen hast, weißt du vermutlich wer Captain Kirk und Mr. Spock sind und was die USS Enterprise ist. Mit dem TV-Debut 1966 wurde Star Trek zur Ikone der Popkultur - der Vulkaniergruß und „Beam me up, Scotty“ ging um die Welt.

„Wir haben alle dunkle Seiten. Wir brauchen diese Seite von uns, es ist die Hälfte von dem was wir sind. Die Seite ist nicht hässlich, sie ist menschlich“ – Scotty, Raumschiff Enterprise TOS

Eine der bekanntesten Star Trek Figuren war Montgomery „Scotty“ Scott. Er war der Chefingineur der Enterprise und wurde von James Doohan, einem Kanadier, gespielt. Doohan hatte vor seinem Schauspieleinsatz in der kanadischen Armee gedient und mit seiner Einheit „Royal Canadian Artillery Regiment“ mit den Alliierten 1944 die Normandie gestürmt. Stunden nachdem er in Frankreich gelandet war, wurde er von einer deutschen Maschinengewehrschützen verletzt. Vier Kugeln trafen ihn ins Bein und er verlor den mittleren Finger seiner rechten Hand. Die siebte Kugel die seinen sicheren Tod bedeutet hätte, wurde von seinem Zigarettenetui abgefangen.

Nach dem Krieg besuchte Doohan die „Toronto Drama School“ und schaffte es auch Engagements in New York zu bekommen, bevor er die Reise auf der USS Enterprise startete.

Als Cast Mitglied von Raumschiff Enterprise half er mit, der Show den nötigen Charakter zu verleihen. Zu einem beschloss er, dass Scotty Schotte sein sollte und später kreierte er den Sound der klingonischen Sprache.

An einem Tag, die Show hatte sich mittlerweile etabliert und das Cast rund um Doohan waren richtige Superstarts geworden, bekam er einen Brief von einem Fan. Die Frau  beschrieb ihm ihre Selbstmordgedanken. Doohan handelte schnell und rief sie an und lud sie zu einer Convention in Indianapolis ein. Dort wiederum rang er ihr das Versprechen ab zur nächsten Convention in St. Louis zwei Wochen später zu kommen. Auch dort ließ er sie versprechen zur nächsten Veranstaltung zu kommen. Diese Einladung wiederholte James Doohan insgesamt 18 Mal  und jedes Mal als sie sich trafen sprach er ihr gut zu.

Auf der 19. Convention tauchte sie plötzlich nicht mehr auf.  Doohan hatte ihre Kontaktdaten nicht und konnte sie nirgends ausfindig machen. Acht Jahre lang war dieser Fan wie vom Erdboden verschluckt. Dann bekam Doohan einen Brief. Sie bedankte sich bei Doohan und erzählte ihm, dass sie ihr Leben wieder in den Griff bekommen hatte. Sie hatte mittlerweile die Universität abgeschlossen und einen Ingenieurstitel erworben.

Doohan bezeichnete das als einen der besten Momente seines Lebens.