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Auf der Gamescom ist jeder ist ein Merch Hunter!

Wenn ich an die Gamescom denke, dann fallen mir als Erstes drei Dinge ein. Fette Games, viele Menschen und T-Shirts. Ja, richtig gelesen T-Shirts. Und Sticker und Papphütte. Und seit neuesten Codes für exklusive In-Game Items, so wie Shader für Destiny oder Sprays für Fortnite.

Auch wenn niemanden bewusst ist: jeder, der den Eingang zur Gamescom durchschreitet, wird automatisch zum Souvenir oder in diesem Fall, Merch Hunter. 

Präsentiert von: Phill Ogunfojuri


Ich habe eigentlich keine Ansprüche auf Merch. Oft haben die Shirts, die ich ergattere einen schlechten Schnitt oder kommen erst in XL für mich infrage. Manchmal haben die Kleidungsstücke auch ein nicht sonderlich schönes Motiv oder sind so schlecht verarbeitet, dass man sie nie mit meinen normalen Klamotten waschen würde. 

Hier und da gibt es dennoch Merch, wo selbst ich schwach werde und wie ein wahnsinniger in die Hände ausstrecke um ein Shirt, USB Stick, Kappe oder eine Trillerpfeife ergattern wollte. 

Ist es das Licht? Sind es die dröhnenden Bässe, denen ich dank der Dauerbeschallung auf der Messe ausgesetzt bin oder sind es die Moderatoren auf der Bühne, die mich zu einem “Ich-will-free-stuff”-Zombie mutieren lassen? Ich weiß es nicht. 

Jeder der schon mal auf einer Gamescom oder anderen Games- oder Comic Convention war, kann dieses Verlangen sicher nachvollziehen. 

Wenn mir nicht schon so viele Shirts eingelaufen wären oder ich einen Großteil verschenkt oder gespendet hätte, könnte ich mit all dem Zeug einen kompletten IKEA Pax Schrank füllen. 

Der größte Renner, dieser Gamescom waren jedoch ganz klar, In-Game Items bzw exklusiver Loot. Besonders der exklusive Gamescom-Spray für Fortnite, der auf Ebay für €50.- und mehr vertickt wird, war bzw. ist heiß begehrt.

Hierfür musste man eine Schnitzeljagd auf in den verschiedenen Messehallen durchgehen und um nach drei erfolgreichen Aufgaben, seine anfangs erhaltene Stempelkarte oder im “Fortnitisch” analogen Battle-Pass gegen einen Code einzulösen. 

Begonnen mit einem Selfie mit einem versteckten Lama, weiter zu einer Tanzeinlage vor einem “Nicht Tanzen”-Schild, bis zu einer fahrt, auf einer am Fortnite-Booth aufgebauten Zipline Station waren noch drei weitere Aufgaben auf der Messe zu erfüllen. Wovon man aber nur drei erfüllen musste. 

Jede Station war voll. Wirklich voll. Unfassbar voll!
Andere Hersteller haben den Besuchern viel einfacher gemacht, bei Destiny 2 musste man “nur” das Spiel zocken. Einziges Problem hier: Man musste zu Spitzenzeiten, bis zu zwei Stunden anstehen um 15 Minuten spielen zu können. 

Aber dann gab es natürlich auch den Merch, den man wortwörtlich hinterher geschmissen bekommen hat. Besonders abends und am letzten Tag der Messe schossen die Promotoren mit allen Geschützen. Es flogen unter anderem Fallout 76-Servietten und Becher, PUBG Dog-Tags, ESL-Klatschballons quer durch die Luft.

Mein Highlight ist jedoch der Tauschhandel auf der Messe. In den Außenbereichen sah ich unzählige Grüppchen die offensichtlich ihren Merch gegenseitig analysiert, geschätzt und gehandelt haben. Einmal war ich gar zeuge, eines wirklich unfairen Deals. 

Da wollte tatsächlich jemand für Destiny 2 Shader, vier Shirts und zwei Sticker Packs haben. Wieso? Keine Ahnung, aber er hatte sicher seine Gründe. 
Selbst mir wurde ein fast schon unmoralisches Angebot unterbreitet. Ein Besucher wollte, mein selbst gekauftes N64-Shirt gegen ein SEGA Shirt eintauschen. 

Ich war wirklich kurz davor einen waschechten Fußball-Trikottausch zu machen, wenn nicht eine “kleine” Tatsache gewesen wäre. 

Er wollte mir ein Medium Shirt andrehen. Alleine die Tatsache, dass ich überlegt habe mein XL-Shirt gegen ein M-Shirt auszutauschen, macht mich nicht nur leider, zu einem kleinen Fanboy, nein es macht mich zu einem wahren Merch Hunter. 


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