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Battlestar Galactica: 5 Gründe, warum man einschalten sollte

Heute startet Battlestar Galactica, Ronald D. Moores großartiges Reboot der kultigen SF-Serie, bei uns auf SYFY. Wir haben fünf gute Gründe zum Einschalten für euch!

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von Björn Sülter

Heute kehrt Battlestar Galactica zu SYFY zurück! Um 15.25 Uhr läuft zunächst der erste Teil der Miniserie. Die Fortsetzung gibt es morgen. Am Mittwoch, dem 20. Mai beginnt dann die Ausstrahlung der regulären Serie in Doppelfolgen. Am 10. Juli liefern wir euch sogar noch den Fernsehfilm Battlestar Galactica: The Plan nach.

Im ersten Teil dieser Artikelreihe blickten wir auf die Zeit zurück, als Battlestar Galactica in Deutschland noch Kampfstern Galactica hieß. Den Artikel findet ihr hier.

Danach schauten wir uns an, was es mit dem Reboot, dem Macher dahinter sowie dem Setting und den Figuren auf sich hat. Diesen Artikel gibt es hier.

Wie bitte? Ihr braucht noch fünf weitere Gründe, um mit auf die Reise zu gehen? Dann los!

realismus

Wem Star Trek als Zukunftsvision immer zu sauber und insbesondere technisch zu abgehoben war, der dürfte bei Ronald D. Moore und seinem Reboot zu Battlestar Galactica sein Glück gefunden haben. Moore prägte in dieser Serie den Sci-Fi-Realismus, eine Welt, die in jeder Hinsicht Ecken und Kanten besaß und sich obendrauf bemühte, das Wort Science im Terminus Science-Fiction ernst zu nehmen und damit zu arbeiten. Nicht nur die Schiffe zeichneten sich durch Kratzer, Beulen und Schäden aus, die sie sich durch jahrelangen Dienst und Kämpfe verdient hatten, auch die Menschen waren gebeutelt von ihren Lebensgeschichten und den Ereignissen um sie herum. Später sollte BSG mit The Expanse einen würdigen Nachfolger in diesem Segement finden; qualitativ nehmen sich die beiden Serien jedoch ohnehin nichts. Wer auf SF steht, die sich "echt" anfühlt, ist hier genau richtig!

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tolle schauspieler

Bei den Darstellern weiß man gar nicht, wo man beginnen soll. Sei es die Vielschichtigkeit und der verletzliche Narzissmus eines James Callis als Dr. Gaius Baltar, das aufbrausende Temperament einer Katee Sackhoff als Starbuck, die fast meditative Ruhe mit brodelndem Innenleben des Edward James Olmos als Bill Adama; wohin man bei der Serie auch schaut, man trifft auch exzellente Darstellerinnen und Darsteller in stark geschriebenen Rollen. Ein Glücksfall, wenn beides so zusammenkommt!

Doch auch der Alkoholismus des Saul Tigh wurde von Michael Hogan ebenso fasziniernd ausgespielt wie die Krankheit der Laura Roslin durch Mary McDonnell. Battlestar Galactica war bis in die Nebenrollen erstklassig besetzt, was sich auch in jeder Szene auszahlte. Wie heißt es so schön? Starke Darsteller retten schwache Drehbücher und veredeln starke Skripte. Hier geschah primär Letzteres, doch auch wenn mal eine Episode schwächer war, rettete das Spiel der Mimen fast alles. Ein Win-Win für uns Zuschauer.

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Lauschgift

Was fehlt einer Serie noch, die schon alles hat? Die eine exzellente Geschichte in wunderbarer visueller Umsetzung mit großartigen Effekten und tollen Schauspielern erzählt? Musik! Zum Glück engagierte man für den Score bei Battlestar Galactica einen gewissen Bear McCreary. Dieser war zum Start des Projektes gerade Anfang 20 und hatte mit dem Kollegen Richard Gibbs die Miniserie musikalisch unterlegen dürfen. Den Rest der Serie verantwortete er dann alleine. Was für ein Volltreffer! Ihm gelang eine atmosphärische Dichte sowie je nach Bedarf eine Dringlichkeit oder Entschleunigung, die ihresgleichen suchte. Der Score zu Battlestar Galactica ist im Gesamtkontext der Serie das, was Fußballfans den 12. Mann nennen. Anlage aufdrehen und genießen!

Seit dem Ende der Serie war er für viele weitere Serien und Filme zuständig. Besonders hörenswert sind seine Arbeiten für The Walking Dead, Black Sails und Outlander sowie die Kinostreifen Happy Deathday und Happy Deathday 2U. Im Videospielebereich sollte man unbedingt mal in God of War reinhören; grandios! Für die Arbeit am Vorspann zu DaVinci´s Demons gewann er überdies noch seinen ersten Emmy.

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Überraschung!

Wenn die Serie etwas ganz sicher nicht war, dann vorhersehbar. Im Gegenteil! Brutale Twists zogen sich durch die Staffeln, brachten uns immer wieder auf falsche Fährten und zum Rätseln und ließen uns die Münder offenstehen, wenn der Serie mal wieder eine Irreführung gelungen war. Dabei blieb alles auch noch weitestgehend logisch und nachvollziehbar und hielt sogar einer intensiven Beschäftigung stand. So etwas hat man gerade im Serienbereich auch schon ganz anders erlebt! Dass es den Machern zudem noch gelang, diese Vorgehensweise in beiden Bereichen, als Story und Charakterarbeit, auszuleben, machte die Sache perfekt.

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epische geschichte

Und wem das alles noch nicht reicht: Wie episch war bitte die Gesamtgeschichte der Serie angelegt? Ausgestattet mit einem klaren Fokus, einem roten Faden und glaubwürdigen Entwicklungen zu allen Seiten schritt die Handlung selbstbewusst voran und ließ die Pausen zwischen den Staffeln unerträglich werden. Wie gut, dass man die Serie bei SYFY nun mal wieder in einem Rutsch genießen kann.

Ronald D. Moore und David Eick packten die ganz großen Kanonen aus, erzählten uns von Schicksal, Vorsehung, Verantwortung, Umgang mit Krisen, Kriegen, Krankheiten und Süchten, Geheimnissen, politischen Intrigen und religiösen Fragen. Sie wählten dabei nie einfache Antworten, schoben ihre Figuren aber Schritt für Schritt wie auf einem unsichtbaren Schachbrett aus Landminen dem vorgezeichneten Ziel entgegen; das uns dann dennoch überraschte. Wer es nicht erlebt hat, kann es nicht verstehen.

Der Tipp ist also eindeutig: ab heute einschalten und mit uns auf die Reise gehen. 15.25 Uhr. SYFY. So say we all!

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