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Best of GC: Die 3 besten Shooter der gamescom 2017

Satte 5 Tage war SYFY auf der gamescom unterwegs, um meist hinter verschlossenen Türen in den VIP-Bereichen der Messe alle großen Shooter des Jahres anzuspielen. Beispielsweise Call of Duty: WW2 mit Youtube-Star Gronkh. Doch welcher ist der Beste, Smarteste, Kreativste. Oder bietet einfach nur den perfekten Fan-Service? 

 

Präsentiert von: Benjamin Kratsch


Der beste Singleplayer-Shooter:
Wolfenstein 2: The New Colossus

Wolfenstein 2 ist unser Shooter der gamescom, weil es komplett gegen den Markt schwimmt. Es ist ein genauso harter, brutaler, dir nichts schenkender Ritt wie seine Vorgänger. Wo ganz viele Shooter dich mehr oder minder über die Ziellinie tragen, fordert Wolfenstein permanent Höchstleistungen. Es ist das Dark Souls für Gamer, die lieber ballern, als das Breitschwert zu schwingen. Wolfenstein 2 ist eines dieser Spiele, die dir das Gefühl geben ein Superheld zu sein, ein virtueller Tony „Iron Man“Stark - Iron Man 3 läuft ja gerade auf SYFY. Nur um dir dann gleich ein „Ha, denkste“ und einen Game-Over-Screen vor den Latz zu knallen. Es gibt sehr viele, extrem durchschlagskräftige Waffen, mit denen sich Benzin verschießen und auch gleich entzünden oder in Minenform verschießen lässt. Und dann gibt es immer wieder solche Situationen: Du rennst durch einen Raketenzug, der nur so vollgestopft ist mit Wehmachtssoldaten, die alle aussehen als wären sie gerade aus Iron Sky gefallen: Martialische Rüstung, dicke Gummischläuche, Retro-Sci-Fi-Look galore. Schaust auf das Trommelmagazin deiner Waffe, fühlst dich übermächtig, lässt die Kugeln fliegen und irgendwann ist dann plötzlich der Lauf leer, der Feind aber nach wie vor übermächtig. Run & Gun, das gute, alte Call-of-Duty-Prinzip funktioniert hier nicht. Wolfenstein 2 ist hart, aber nie unfair. Und sein Alternativ-Szenario ist sehr liebevoll umgesetzt: Deutschland gewinnt den Zweiten Weltkrieg, unterjocht die USA und wir sind dabei, wenn gerade Las Vegas, New York und Roswell germanisiert werden, deutsche Bratwurst inklusive.

Release: 27. Oktober 2017

 

Der beste Multiplayer-Shooter
Call of Duty: WW2


Call of Duty: WW2 ist eine kleine Revolution für die Serie: Rein vom Gefühl her, weil sich alles hier wirklich nach Krieg anfühlt. In Aachen kriechen wir durch zerbombte Häuser, nutzen zerschossene Möbelstücke als Deckung. Der Sound ist fantastisch, weil jede Waffe eine sehr eigene Charakteristik hat und insbesondere die Shotgun richtig viel Druck erzeugt. Das gilt generell für die ganze Klangkulisse: Fordert jemand Bombardements an, dann ist das so erdrückend und beängstigend wie in Filmen Marke Der Soldat James Ryan oder auch dem aktuellen Kino-Blockbuster Dunkirk. Aber auch die Abwechslung und Kreativität in Gameplay und Kartendesign sind eine positive Überraschung: Call of Duty spielte über Jahrzehnte immer nach dem üblichen Drei-Routen-Design, wobei die Maps weitestgehend Spiegelungen voneinander sind. Ganz anders CoD: WW2: Als Angreiferteam müssen wir im neuen Modus WAR eine Brücke bauen, damit amerikanische Shermans die deutschen Flak-Stellungen angreifen können.

CoD: WW2 spielen mit dem guten Gronkh

 

 

Die Verteidiger wiederum sitzen in gut ausgebauten Schützengräben und luken aus den Fenstern von Häusern. Ein Sniper-Gefecht nach dem anderen ergibt sich und das macht Laune, denn der Abschnitt davor war stark auf Häuserkampf gemünzt. Sind wir es bisher eher gewohnt gewesen, einen Liebling unter den Waffen zu suchen und dabei zu bleiben - die Honey Badger beispielsweise - wechseln wir jetzt sehr viel mehr zwischen den Divisionen hin und her. Auch weil die sehr spannende Spezialwaffen mitbringen: Die Canadian Mountain Division etwa hat spezielle Scharfschützengewehre, mit denen sich auch „quickscopen“ lässt - also der Zoom nur halb durchziehen, was Zeit beim Schuss spart. Und die französische Resistance bringt gar eine Shotgun mit, die entflammbare Munition verwendet. Wird spannend im Herbst!

Release: 3. November 2017

 

Der beste Film-Shooter der Messe:
Star Wars: Battlefront 2 

Star Wars: Battlefront 2 fängt das in Perfektion ein, was Star Wars-Fans so sehr lieben: Die großen Momente, die entscheidenden Schlachten, die harten Dogfights. Auf der gamescom 2017 erstmals spielbar war der sogenannte Starfighter Assault Modus. Der ist super clever mit der Kampagne verknüpft: Denn in der Geschichte spielen wir ja das Imperium, im Multiplayer können wir auf beiden Seiten agieren. Will heißen: Der gleiche Super-Stardestroyer, der nach dem Tod des Imperators und der Zerstörung des zweiten Todessterns als ultimative Kommandobrücke für alle verbliebenen Sternenzerstörer dient, wird jetzt angegriffen. Normalerweise hätten klassische X-Wing respektive Poe Damerons Black Wing 1 keine Chance gegen so eine waffenstarrende Festung, allerdings liegt sie in einem riesigen Reparaturdock und kann selbst nur bedingt in den Kampf angreifen. Eine solche Szene gab es auch bereits im Star-Wars-Kanon, nämlich in Rogue One. Wer besonders viele Abschüsse schafft oder sein Team effizient unterstützt, der kann erspielte Punkte in Helden-Schiffe investieren: Han Solos Millenium Falcon, Poe Damerons Black 1 oder eben in die Slave-1 von Boba Fett respektive Scimitar von Darth Maul. Letztere spielt sich sehr spannend, weil du dich damit unsichtbar machen kannst. Einfach an Han Solos alte Lady ranschleichen, Waffen aufladen - Protonentorpedo los. Für Star-Wars-Fans dürfte auch Battlefront 2 wieder ein Pflichtkauf werden. 

 

Release: 14. November 2017 


Tags: Gamescom 2017