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Best of GC: Die 5 besten Rennspiele der gamescom 2017

Die GAMESCOM ist die Messe der exzellenten Rennspiele. Auf den Showcase-Events von Nvidia, Microsoft und Sony haben wir die großen Drei des Jahres gespielt. Doch worin unterscheiden sich die Titelaspiranten? Ist es nur ihre Technik, ihre Physik oder gibt’s ganz eigene Charakteristika? Wir haben uns für eine Unterteilung in Rennspieltypen entschieden, denn wer Arcade-Action und das Flair von The Fast & Furious haben will, der greift eher zu Need for Speed: Payback denn eine knallharte Rennsimulation wie Forza Motorsport 7, Project Cars 2 oder Gran Turismo Sport. Oder wie wäre es mit einem Titel, in dem sich ein Porsche mal eben in James-Bond-Manier in ein Speedboat verwandelt? 

 

Projectcars 01 Aufmacher

Das schönste Rennspiel der Messe:
Forza Motorsport 7 

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Es gibt nur wenige Spiele, die dich so umwerfen werden: Diese Eleganz, der strahlende Chrom, diese herrlichen Rundungen an dem Auto, wie es geschmeidig über den Auswahlbildschirm schwebt. Wenn du auch nur einen Milliliter Benzin im Blut hast, dann packt dich dieser Anblick, diese Schärfe, diese Präzision. Forza Motorsport 7 wurde geschmiedet für die besten Grafikkarten im Markt. Gespielt haben wir auf einer Nvidia GTX 1080 Ti und die 11 GByte Grafikspeicher, die machen hier den Unterschied. Ihr könnt natürlich auch auf der Xbox One X spielen, aber nur auf dem PC bekommt ihr echtes 4K, also die vollen 8 Mio. Pixel. Wirklich beeindruckend wie realistisch sich die Wolken am Horizon kräuseln, der Regen gegen die Windschutzscheibe kracht, die ganze Umwelt mitspielt. Doch um von uns zum schönsten Rennspiel der Messe gekürt zu werden, müssen vor allem auch die Details stimmen: Die digitale Verarbeitung des Lederlenkrades und ob ich dem Schaltknüppel abnehme, dass er individuell designt und nicht einfach nur aus einem Generator ausgeworfen wurde. Ob die Form des Lenkrades passt, bei Ferrari ist sie sehr rundlich, bei Pagani mehr eckig. Auch der Eindruck der Armaturen muss stimmen. Leuchten Sie wie ein Spiegel oder ist das Ganze dezent gestaltet. Die Düsen für die Klimaanlage sind im Pagani Zonda Revolucion anders designt als im Huayra. Details, nur kleine Details, aber die entscheiden, wer sich die Grafik-Pole-Position sichert. 


Das beste Rennspiel der Messe mit der beeindruckendsten Fahrphysik:
Project Cars 2 

 

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Forza, Gran Turismo und Project Cars 2 liefern sich dieses Jahr ein brutal enges Kopf-an-Kopf-Rennen. Wenige Zehntel Vorsprung entscheiden, wer gewinnt. Ein Duell wie in der Formel 1. Letztlich gratulieren wir Project Cars 2 zum Titel, denn es bietet die umfangreichste Physiksimulation, die es je im Genre gab. Nicht nur in Alltagssituationen: Einfach klasse wie direkt sich Gas, Bremse und Lenkung auf das Auto übertragen; wie du Heck herumwirfst, es in der Kurve durch dosiertes Gasgeben einfängst und wieder in die gewünschte Position bringst. Jedes Modell und jede Fahrzeuggattung hat seine Vorzüge und seine Herausforderungen: Hecktriebler haben andere Stärken als Fronttriebler und Allrad-Autos haben zwar ihre Vorteile auf glatter Strecke und im Schnee, bringen aber auch deutlich mehr Gewicht auf die Wage. Und exakt diese Wettereffekte sind es, die Project Cars 2 auf dem PC so stark von der Konkurrenz abheben: Mit einer Nvidia GTX 1080 Ti unter der Haube und auf einem riesigen 4K-OLED-Fernseher von LG könnt ihr nicht nur die Armaturen in einem Pagani knackscharf ablesen, sondern förmlich sehen, wie sich der Reifen abnutzt. Wie er hier und da Gummi rauswirbelt, dessen kleine Teile auf der Strecke liegen bleiben. Genau wie auf der echten Rennstrecke brauchen die Reifen je nach Jahreszeit länger, um auf Betriebstemperatur zu kommen. Das ist realistisch, nicht umsonst gibt’s im echten Motorsport Einführungsrunden. Klasse auch wie gut die Reifensimulation gelungen ist: Du musst in der Box von Slicks auf Regenreifen wechseln, weil die glatte Fahrbahn sich je nach Auto sehr schnell auf den Grip auswirkt. Besonders stark ist das in der Formel A zu spüren. Übrigens auch ein Grund für den Award als bestes Rennspiel: In Project Cars 2 könnt ihr alles fahren: Hypercars, Rallye-Autos, Formel 3, Formel A und sogar Karts, die erstaunlich viel Laune machen, weil sie ganz andere Herausforderungen stellen als das Fahrwerk eines 200.000 Euro-Boliden.

Das perfektionistischste Rennspiel der Messe mit exklusivstem Fuhrpark
Gran Turismo Sport

 

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Wer den Rennsport liebt und extrem viel Wert legt auf originalgetreue Strecken leckt, der muss zu Gran Turismo Sport greifen. Sein Macher Kazunori Yamauchi ist der größte Perfektionist, den diese Branche je gesehen hat. Ein Mann, der schon mal das Interieur eines Lamborghini neu designen lässt, weil die Italiener während der Entwicklung das Lederfabrikat gewechselt haben. Sein Team vermisst für jedes „Gran Turismo“ jede Rennstrecke neu. Per GPS-Scan überprüft der Meister persönlich, ob sich der Nürburgring auch wirklich wie der Nürburgring anfühlt. Er ist die Strecken alle selbst gefahren, die Telemetrie-Daten wandern direkt ins Spiel. Und warum ist das wichtig? „Erhebungen und Senkungen müssen zu 100 Prozent passen, sonst ist der Regenablauf nicht korrekt“. Das ist Yamauchi, wie er leibt und lebt. Zudem gibt es in keinem anderen Titel einen derart exklusiven Fuhrpark: Mercedes hat für Gran Turismo 6 den Mercedes Vision Gran Turismo designt, ein Hypercar der Zukunft, welches mehr aussieht wie Prinzessin Amidalas Raumschiff aus Star Wars, denn ein Auto. Peugeot hat für Sony seine Vision eines sehr maskulinen Hypercars verwirklicht, Toyota liefert ein Grand-Prix-Car mit futuristischen Linien und die italienische Manufaktur Fittipaldi hat mit dem EF7 einen Supersportler designt, der stark Richtung Rennauto geht. 

Das verrückteste, experimentellste Rennspiel der Messe:
The Crew 2

 

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Sicherlich die einfachste Entscheidung, denn The Crew 2 ist kreative Anarchie im Reinformat. Ubisoft schert sich wenig um Konventionen, stattdessen macht man die gesamte USA zur bespielbaren Rennstrecke und lässt dich völlig beliebig Fahrzeugkategorien durch wechseln. Das ist schon ziemlich irre: Gerade noch sind wir mit einem Porsche 911er durch Manhattan geheizt, da springen wir mit ihm über eine Sprungschanze, drohen im Hudson River unterzugehen und wechseln per Knopfdruck in ein Speedboat. Ein Porsche wird zum Schnellboot, kann man machen. Wem selbst das Pflügen durch die Wellen zu langweilig ist, der verwandelt sich weiter - in ein Flugzeug mit absurd viel Leistung für extreme Kunststücke. Und auch ansonsten gibt’s quasi alles, was man sich so vorstellen kann: Motocross ist erstaunlich kompetent umgesetzt, mit richtig guter Fahrphysik. Und sogar einen extra für Hypercars konzipierten Track gibt es, wo du mit Concept-Cars wie dem Proto Alpha 1 mit 300 Sachen über die Strecke schießt. Schon geil, aber eher ein Titel für Arcade-Freunde, weniger Simulationsfans. 

Ein Adrenalinrausch. The Fast & Furious in jeder Pore:
Need for Speed: Payback 

 

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Need for Speed: Payback ist, als würde man alle The Fast & Furious-Teile in einem Adrenalin-geschwängerten Hollywood-Racer zusammenführen. 
Hier geht es nicht um Positionskämpfe, sondern darum mit einem Muscle-Car schwarze SUVs von der Straße zu crashen. Die dienen nämlich als Bodyguards
für einen gepanzerten Konvoi, der einen Koenigsegg Regera Prototypen bewacht. Und was machen wir: Links ranfahren, unsere attraktive Begleiterin springt von der Motorhaube auf den Truck, schweißt ein Loch, schlüpft rein, schnappt sich das Hypercar, sprengt die hintere Ladetür ab und rauscht raus wie sonst nur Michelle Rodriguez und Charlize Theron. Nur Sekunden später ist der Luft gefüllt mit Polizei-Hubschraubern, preschen locker 20 Streifenwagen und ein gepanzertes Auto namens Rhino, mit dem The Rock viel Spaß hätte. Denn auch die Cops rüsten auf und haben keine Probleme Raser zu Schrotthaufen zu verwandeln. Das Tuning ist übrigens wie gewohnt wieder erstklassig, du kannst sogar aus einem rostigen VW-Käfer einen Wüsten-Buggy im Mad-Max-Style machen.