News | 3 Monate

Continuum: Coole Sci-Fi aus Kanada - Teil 1: Die Hintergründe

Ab 16. September zeigen wir euch auf SYFY alle vier Staffeln der kanadischen Serie Continuum! Einstimmen wollen wir euch mit einer kleinen Artikelreihe. Heute geht es um die Entstehung und die Hintergründe zum Format.

Continuum Still8 16 9 E P102

von Reinhard Prahl

Garant für spannende Sci-Fi

Dass in Kanada richtig gute Science-Fiction produziert wird, ist kein großes Geheimnis. Egal ob vollkommen abgedrehte Space-Comedy wie Lexx – The Dark Zone, coole Space Operas á la Andromeda und Dark Matter, oder der Klon-Thriller Orphan Black. Das Land mit dem Ahornblatt in der Flagge, und vor allem Vancouver, hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem wahren Knotenpunkt für das Genre entwickelt.

Die Produktionskosten sind niedriger als in den USA, die Infrastruktur und die Ausstattungen der Studios vorbildlich. Doch so oft wir die Skylines und Straßen Vancouvers auch in unseren Lieblingsshows sehen, meistens wähnen wir uns an einem ganz anderen Ort. In der Vergangenheit hielt die urbane Metropole nämlich vielfach als New York oder London her. Eine große Ausnahme von dieser Regel bildet die ausgefeilte Zeitreisegeschichte Continuum, in der die Polizistin Rachel Nichols im Vancouver des Jahres 2077 lebt und sich nach einem terroristischen Anschlag 2012 am selben Ort wiederfindet. Ohne Aussicht auf Verstärkung und nur mit der Hilfe des jungen Computergenies Alec begibt sie sich auf die Suche nach den Anführern der Widerstandszelle Liber8, die verhindern will, dass übermächtige Konzerne in der Zukunft die Kontrolle über den Kontinent übernehmen.

So kam Continuum nach Kanada

Interessanterweise sollte die Serie ursprünglich allerdings gar nicht in Kanada landen, zumindest nicht von Haus aus. Dass der dort heimische Kabelsender Showcase als Auftraggeber einsprang, war nämlich eigentlich gar nicht geplant. Der Serienerfinder und spätere Showrunner Simon Barry (Van Helsing, Warrior Nun) hatte die Idee, eine actionreiche Zeitreisegeschichte mit einer Cop-Show zu kombinieren.

Das Grundkonzept war nicht neu. Hollywoodlegende Harve Bennett hegte bereits 1992 ähnliche Gedanken und entwickelte gemeinsam mit Jeffrey M. Hayes und Grant Rosenberg die heute als Klassiker geltende mäßige Zeitreise-Polizistenserie Time Trax – Zurück in die Zukunft mit einer vergleichbaren Prämisse. Wie im Vorbild stellte Barrys Plot zunächst ebenfalls einen männlichen Protagonisten in den Fokus, dem er den vielsagenden Namen ›Kyle‹ (angelehnt an Kyle Reese aus Terminator) gab. Ansonsten war die Geschichte aber wesentlich komplexer angelegt.

Die schon recht weit ausgearbeitete Idee schlummerte allerdings erst einmal eine Zeit lang vor sich hin, weil der britische Autor und Produzent einen anderen Pilotfilm für CBS schreiben sollte. Mitten in der Arbeit zu diesem Projekt schlug der Zufall zu. Barrys Freund, der Regisseur Pat Williams, nahm an einem Meeting mit Showcase teil, um einen Pitch vorzulegen. Das Problem war lediglich, dass dieser de facto überhaupt nicht existierte. Verzweifelt rief Williams also Barry an und bat ihn um Hilfe. Der brachte ihn auf die Idee, der Chefetage doch einfach Continuum vorzustellen. Der Sender hatte seinerzeit keine Science-Fiction-Show im Portfolio und zeigte sich begeistert. Der sprichwörtliche Fisch hatte angebissen.

Premiere

Simon Barry durfte nun endlich die Pilotfolge schreiben, auf die er so lange hingearbeitet hatte. Und offensichtlich traf er genau den richtigen Ton. Aus Kyle wurde Kiera Cameron, deren Nachname eine Hommage an James Cameron ist. So wurde dem Terminator als ›Vater aller coolen Time-Travel-Action‹ doch noch die Ehre zuteil, die ihm gebührt. Am 27. Mai 2012 feierte Continuum Premiere in Kanada.

Die erste Season umfasst zehn Episoden, die interessanterweise alle das Schlüsselwort ›Time‹ im Titel tragen. Ab der zweiten Staffel übernahm SYFY das Ruder. Zunächst folgte bei den britischen KollegInnen ab 27. September 2012 die Wiederholung von Season 1, bevor es ab 23. Mai 2013 mit 13 Episoden in die Verlängerung ging. Insgesamt wurden 42 Folgen produziert, die die Serie zu einem runden Abschluss führen.

Ab dem 16. September dürft ich euch selbst davon überzeugen und euch auf unseren Re-Run mit allen vier Staffeln der Serie freuen.

Continuum Art. O.t. 16 9

von Reinhard Prahl

Garant für spannende Sci-Fi

Dass in Kanada richtig gute Science-Fiction produziert wird, ist kein großes Geheimnis. Egal ob vollkommen abgedrehte Space-Comedy wie Lexx – The Dark Zone, coole Space Operas á la Andromeda und Dark Matter, oder der Klon-Thriller Orphan Black. Das Land mit dem Ahornblatt in der Flagge, und vor allem Vancouver, hat sich in den letzten 25 Jahren zu einem wahren Knotenpunkt für das Genre entwickelt.

Die Produktionskosten sind niedriger als in den USA, die Infrastruktur und die Ausstattungen der Studios vorbildlich. Doch so oft wir die Skylines und Straßen Vancouvers auch in unseren Lieblingsshows sehen, meistens wähnen wir uns an einem ganz anderen Ort. In der Vergangenheit hielt die urbane Metropole nämlich vielfach als New York oder London her. Eine große Ausnahme von dieser Regel bildet die ausgefeilte Zeitreisegeschichte Continuum, in der die Polizistin Rachel Nichols im Vancouver des Jahres 2077 lebt und sich nach einem terroristischen Anschlag 2012 am selben Ort wiederfindet. Ohne Aussicht auf Verstärkung und nur mit der Hilfe des jungen Computergenies Alec begibt sie sich auf die Suche nach den Anführern der Widerstandszelle Liber8, die verhindern will, dass übermächtige Konzerne in der Zukunft die Kontrolle über den Kontinent übernehmen.

So kam Continuum nach Kanada

Interessanterweise sollte die Serie ursprünglich allerdings gar nicht in Kanada landen, zumindest nicht von Haus aus. Dass der dort heimische Kabelsender Showcase als Auftraggeber einsprang, war nämlich eigentlich gar nicht geplant. Der Serienerfinder und spätere Showrunner Simon Barry (Van Helsing, Warrior Nun) hatte die Idee, eine actionreiche Zeitreisegeschichte mit einer Cop-Show zu kombinieren.

Das Grundkonzept war nicht neu. Hollywoodlegende Harve Bennett hegte bereits 1992 ähnliche Gedanken und entwickelte gemeinsam mit Jeffrey M. Hayes und Grant Rosenberg die heute als Klassiker geltende mäßige Zeitreise-Polizistenserie Time Trax – Zurück in die Zukunft mit einer vergleichbaren Prämisse. Wie im Vorbild stellte Barrys Plot zunächst ebenfalls einen männlichen Protagonisten in den Fokus, dem er den vielsagenden Namen ›Kyle‹ (angelehnt an Kyle Reese aus Terminator) gab. Ansonsten war die Geschichte aber wesentlich komplexer angelegt.

Die schon recht weit ausgearbeitete Idee schlummerte allerdings erst einmal eine Zeit lang vor sich hin, weil der britische Autor und Produzent einen anderen Pilotfilm für CBS schreiben sollte. Mitten in der Arbeit zu diesem Projekt schlug der Zufall zu. Barrys Freund, der Regisseur Pat Williams, nahm an einem Meeting mit Showcase teil, um einen Pitch vorzulegen. Das Problem war lediglich, dass dieser de facto überhaupt nicht existierte. Verzweifelt rief Williams also Barry an und bat ihn um Hilfe. Der brachte ihn auf die Idee, der Chefetage doch einfach Continuum vorzustellen. Der Sender hatte seinerzeit keine Science-Fiction-Show im Portfolio und zeigte sich begeistert. Der sprichwörtliche Fisch hatte angebissen.

Premiere

Simon Barry durfte nun endlich die Pilotfolge schreiben, auf die er so lange hingearbeitet hatte. Und offensichtlich traf er genau den richtigen Ton. Aus Kyle wurde Kiera Cameron, deren Nachname eine Hommage an James Cameron ist. So wurde dem Terminator als ›Vater aller coolen Time-Travel-Action‹ doch noch die Ehre zuteil, die ihm gebührt. Am 27. Mai 2012 feierte Continuum Premiere in Kanada.

Die erste Season umfasst zehn Episoden, die interessanterweise alle das Schlüsselwort ›Time‹ im Titel tragen. Ab der zweiten Staffel übernahm SYFY das Ruder. Zunächst folgte bei den britischen KollegInnen ab 27. September 2012 die Wiederholung von Season 1, bevor es ab 23. Mai 2013 mit 13 Episoden in die Verlängerung ging. Insgesamt wurden 42 Folgen produziert, die die Serie zu einem runden Abschluss führen.

Ab dem 16. September dürft ich euch selbst davon überzeugen und euch auf unseren Re-Run mit allen vier Staffeln der Serie freuen.