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Continuum: Coole Sci-Fi aus Kanada - Teil 3: Die Pilotfolge

Mit einem näheren Blick auf die Pilotfolge, Gestern wird heute (A Stitch in Time), stimmen wir euch auf den heutigen Serienstart der Erfolgsserie Continuum ein und verraten euch, warum ihr unbedingt reinschauen solltet.

Continuum Rachel Nichols

von Reinhard Prahl

Was ist los?

Wir schreiben den 5. November 2076. Seit über 20 Jahren sind die Regierungen auf dem nordamerikanischen Kontinent aufgelöst, es herrscht eine Diktatur der Konzerne unter der Leitung des ›Coperate Congress‹. In diesem Umfeld der Ungerechtigkeit hebt sich eine brutale Terrorgruppe namens Liber8 hervor, die von dem hochintelligenten und skrupellosen Edouard Kagame (Tony Amendola) angeführt wird. Als er über das Internet eine flammende Rede des Widerstands hält, stürmt ein Einsatzkommando des CPS (City Protective Service) unter der Leitung der Protektorin Kiera Cameron sein Büro und nimmt ihn fest. Doch der Einsatz gerät zum Desaster, denn just, als Kagame abgeführt wird, explodiert ein Hochhaus und reißt 30000 Menschen in den Tod.

Es beginnt eine Hetzjagd auf die Führungsriege des Terrornetzes, die sechs Monate später mit der Verurteilung von acht hochrangigen Mitgliedern zum Tode endet. Als der Tag der Hinrichtung naht, offenbart sich aber, dass Kagame noch ein Ass in der Hinterhand hält. Das Wissenschaftsgenie der Gruppe, Lucas Ingram (Omari Newton), hat eine tragbare Zeitmaschine gebaut, die nicht nur die Terrorzelle ins Jahr 2012 zurückschleudert, sondern versehentlich auch Kiera. Ihre einzige Chance, jemals wieder in ihre Zeit zu gelangen, liegt darin, sich der gefährlichen Gang entgegenzustellen. Doch dazu benötigt sie Hilfe – und findet sie in dem genialen Computer-Nerd Alec (Erik Knudsen) und dem Polizisten Carlos Fonnegra (Victor Webster).

Gut durchdacht

Continuum vermengt gekonnt Cyberpunk- mit Zeitreise- und Thrillerelementen, die mit einem klug kreierten Background versehen sind. Da fliegen in der Pilotfolge Lufttaxis durch die Metropole des Vancouver-Districts, Drohnen überwachen jeden Schritt einer von Konzernen abhängigen Bevölkerung und Menschen tragen Kommunikationsimplantate, die mit einem Hirninterface verbunden sind.

Zusammen mit Kieras leichtem, kugelsicherem CPS-Suit aus Metamaterialien, der zudem vollkommen vernetzt ist, ergibt sich ein fantastischer und glaubwürdiger Hintergrund mit Schauwerten, der neugierig auf die erzählerischen Inhalte machen.

Ein heikles Thema

Und die haben es in sich. Zeitreisegeschichten haben an sich den nicht ganz unberechtigten Ruf, vollkommen an den Haaren herbeigezogen und geradezu mit Diskontinuitäten gespickt zu sein. Um nicht in diese altbekannte Falle zu tappen, versucht Simon Barry erst gar nicht, seinem Publikum irgendeine abstruse Erklärung für den schiefgelaufenen Trip in die Vergangenheit aufzutischen.

Stattdessen setzt er das Geschehen einfach als gegeben voraus. Das funktioniert in diesem Fall hervorragend, da sich der Kampf um die Zukunft ohnehin, ähnlich wie beispielsweise in Terminator, in der Gegenwart abspielt. Um den Faden in das Ausgangsjahr 2077 trotz dieses Kniffs nicht zu verlieren, arbeiten Barry und sein Writers Room mit regelmäßigen Rückblenden, die die Ereignisse, die zu Kieras Situation geführt haben, näher beleuchten. So erhaschen wir immer wieder einen Blick in die Vergangenheit einer Zukunft, die aus der Sicht der meisten Serienfiguren möglicherweise nie stattfinden wird. Dieses Narrativ wirft selbstredend einige Fragen auf, die sich erst im Verlauf der Serie klären. Als Gerüst dient ein actionreicher Handlungsfaden, der in Folge eins etabliert wird und sich über die gesamten vier Staffeln zieht.

Ein Cast, der Spaß macht

Hinzu gesellt sich ein grandioser Cast mit vielen bekannten Namen und Gesichtern. Tony Amendola, der Fans aus Stargate: SG-1 als Jaffa-Meister Bra’tac bestens in Erinnerung ist, spielt in zwölf Folgen Edouard Kagame, der Liber8 aus dem Hintergrund anführt. Lexa Doig übernimmt die Rolle der gewissenlosen Ex-Militärärztin Sonya Valentine. Sie spielte als Schiffs-K.I. in Andromeda eine Hauptrolle und ist seitdem regelmäßig im Fernsehen zu sehen.

Roger Cross hatte in der kürzlich näher von uns beleuchteten Space Opera Dark Matter eine Hauptrolle inne. Victor Webster, der in Continuum Kieras neuen Partner Detectiv Fonnegra gibt, feiert aktuell Erfolge mit der Urban-Fantasy-Serie Motherland: Fort Salem und Hauptdarstellerin Rachel Nichols, die als Kiera Cameron glänzt, war zuletzt in den erfolgreichen Shows The Quest – Die Serie, Titans und in der seriellen Umsetzung von Philip K. Dicks The Man in the High Castle zu sehen.

Wann und wie?

Mit anderen Worten: Continuum hat alles, was eine gute Science-Fiction-Serie braucht: Eine tolle und spannungsgeladene Story, einen intelligent erdachten Hintergrund und fantastische Stars. Gute Unterhaltung ist also garantiert.

Ab dem 16. September könnt ihr bei uns auf SYFY ab 20.15 Uhr jeden Donnerstag drei Folgen am Stück sehen und euch selbst ein Bild machen. Wir wünschen viel Spaß.

Continuum Art. O.t. 16 9