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DC FanDome: Der Comicverlag und Warner wagen die Reise ins Ungewisse - Teil 2: The Flash, Zack Snyder & The Rock

Hat DC einen Plan, was sein künftiges erzählerisches Film- und Fernseh-Universum angeht? Wahrscheinlich nicht, wenn man nach dem 12-Stunden-Event DC FanDome geht. Aber vielleicht ist das auch gut so. Im zweiten Teil unserer zweiteiligen Reihe befassen wir uns mit News zu The Flash sowie aktuellen Projekten von Zack Snyder und The Rock.

The Flash Season 7

von Stefan Turiak

Heute befassen wir uns mit weiteren Neuigkeiten in Verbindung mit dem zwölfstündigen DC FanDome Event. Den ersten Teil des Artikels lesen Sie hier.

The Flash verbindet erzählerische Universen

Etwas ganz besonderes hat der schnellste Mann der Welt für seinen Kinoeinstand geplant. Im ersten eigenständigen The-Flash-Film soll er nicht nur auf Ben Afflecks Batman, sondern auch auf Alt-Batman Michael Keaton treffen. Schon im DC-TV-Crossover Crisis of Infinite Earth traf Kino-Flash Ezra Miller auf TV-Flash Grant Gustin.

Diese Reisen durch multiple erzählerische Universen in Anlehnung an die Comic-Storyline Flashpoint setzt sich wahrscheinlich unter Anleitung der beiden Produzenten- bzw. Regiegeschwister Andy und Barbara Muschietti nun auch im Kino fort. Damit eröffnet der neue Flash-Film eventuell sogar vollkommen neue und spannende Möglichkeiten für die DC-Gesamterzählung im Kino und Fernsehen. Einen offiziellen Titel trägt der Film allerdings noch nicht. Der Kinostart ist vorerst für den 2. Juni 2022 geplant.

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Zack Snyder erfüllt lang gehegten fan-Wunsch

Die große DC-Superheldenzusammenkunft in der Form von Justice League war von Beginn an von Problemen geplagt. Regisseur Zack Snyder musste nach einem tragischen Familienverlust aus dem Projekt aussteigen. Ausgerechnet Avengers-Autor und Regisseur Joss Whedon übernahm letztendlich die Inszenierung. Ob der Kinofilm Justice League letztendlich das Ergebnis zu vieler Köche war, lässt sich im Nachhinein schwer sagen. Es hielt sich jedoch das hartnäckige Gerücht, dass irgendwo da draußen ein besserer Film, ein sogenannter „Snyder Cut“ existierte. Vielleicht handelte es sich aber nur um eine Fangemeinde, die einfach nicht glauben wollte, dass der lang erwartete Moment, in dem ihre Lieblingshelden aufeinandertreffen, so enttäuschend ausfallen konnte.

Aus dem Gerücht entstand eine Online-Bewegung, die sich gegen allgemeinen Spott und Abweisung durchsetzte. Ob wir es wollen oder nicht, der Snyder-Cut kommt zeitnah, und zwar als vierstündiges, auf vier Episoden verteiltes Streaming-Event auf der US-amerikanischen Plattform HBO Max. Der Trailer versprach jedenfalls die typische Snyder-Filmästhetik, ein paar alte und ein paar neue Szenen, die darauf schließen lassen, dass Cyborg, Flash und Gegenspieler Cyborg mehr Zeit eingeräumt wird. In den USA soll der neuzusammengeschnittene Film Mitte 2021 zu sehen sein. Wann und wo das Machwerk in Deutschland erscheint, steht dagegen noch in den Sternen.  

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The Rock und der Teaser-Trailer ohne material

Es war wahrscheinlich nur eine Frage der Zeit, bis der Berg von einem Mann namens Dwayne "The Rock" Johnson entweder im Marvel- oder im DC-Universum auftaucht, schließlich prügelt er sich bereits seit knapp 20 Jahren durch diverse Action-Franchises. Für DC tritt er nun unter der Leitung von Regisseur Jaume Collet-Serra in der Verfilmung in die Fußstapfen von Black Adam. Hierbei handelt es sich um einen Sklaven im alten Ägypten, der mit Superkräften ausgestattet, aber für 5.000 Jahre eingesperrt wird.

Zwar befand sich die Produktion noch in der Vorbereitungsphase, als das Corona-Virus Hollywood lahm legte, aber "The Rock" ließ sich trotzdem nicht davon abhalten, einen kurzen animierten Teaser vorzulegen, in dem er selbst kurz die Origin-Story von Black Adam zusammenfasste. 

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Quo Vadis, DC?

Während alle Versuche, ein gemeinsames erzählerisches Universum à la Marvel zu erzwingen, scheiterten, scheint DC aus der Not eine Tugend zu machen und verschiedenste Möglichkeiten auszuprobieren, die sich tonal und inhaltlich nicht sklavisch auf ein gemeinsames Ziel ausrichten. Damit verschaffen sich der Comicverlag und Warner Bros. Entertainment aber auch lange benötigten kreativen Freiraum und präsentieren zumindest augenscheinlich ein abwechslungsreiches Potpourri, das von düsteren Helden bis zu bunten, schwarzhumorigen Anti-Helden reicht.     

Ob DC letztendlich notgedrungen auf ein Multiversum hinarbeitet, anstatt „nur“ ein einziges erzählerisches Universum zu konstruieren, bleibt zunächst noch unklar. Spaßig, darüber zu spekulieren, bleibt es allemal. Viel wichtiger, als die Frage, welcher Film und welche Serie in welcher Weise mit anderen Filmen und Serien verwoben ist, scheint jedoch die Tatsache, dass die Zuschauer auf ein paar unterhaltsame Filmproduktionen hoffen können, wie wir sie schon lange nicht mehr aus dem Hause DC erhalten haben.