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Deadly Class: Benedict Wong über seine Rolle als Dekan einer Akademie für Killer

Während wir gerade Benedict Wong am Set zur neuen SYFY-Serie Deadly Class interviewten, holte der Schauspieler auf einmal seinen Co-Star Liam James herüber, um uns vorzustellen. Die Kameradschaft zwischen den beiden war so offensichtlich, dass die Frage danach, wie die Schauspieler am Set miteinander klarkommen, überflüssig wurde.

Master Lin und Marcus

Harmonie am Set

Wong: „Ich will sein Manager sein, von dem Jungen hier.“

James: „Hast du einen Manager?“

Wong: „Jap.“

James: „Cool. Kannst du uns einander vorstellen?“

Wong: „Ich kann dir einen besorgen; Ich bin dein Manager, Junge.“

Wong (Doctor Strange, Avengers: Infinity War) spielt in der Serie nicht nur die Rolle des Dekan und Anführers, sondern ist inmitten eines Casts aus Jungschauspielern und Newcomern ein echter Veteran am Set.

„Ich bin anscheinend jetzt der Veteran“, sagt er. „Und ein Teil von mir denkt sich: Wie bin ich zum Ältesten geworden? Aber dann schaue ich sie mir alle an und sie passen echt super zusammen. Sie sind alle sehr talentiert, sie sind freundlich und sie haben Leidenschaft für das, was sie tun.“

Eine toxische Familie

So harmonisch es am Set jedoch auch zugehen mag, die Charaktere haben in der Welt des Kings Dominion, einer Akademie für Killer in den 80er Jahren, so einige Probleme miteinander. Wong spielt Lin, den harten und ernsten Dekan, der eine Mischung aus Vaterfigur und böser Stiefmutter für die Schüler ist. Er ist ein bestimmter Anführer, der den Teenagern gleichzeitig helfend zur Seite steht und sie zu Mördern ausbildet. Als Wong die Dynamik an der Akademie beschreibt, wirkt sie fast giftig. Sind sie eine Familie? Oder kämpfen sie alle gegeneinander?

„Familie ja“, erklärt Wong. „Aber das kann sich auch innerhalb kürzester Zeit ändern. Man weiß also nie genau, wer Lin tatsächlich ist. Er könnte jemanden trösten und ihn gleichzeitig von jemand anderen töten lassen.“

Aber es gibt einen Grund, warum Lin die Akademie auf diese Art leitet.

„Er lässt sich nicht an der Nase herumführen. Wenn du jemanden zu einem Killer ausbildest, dann wirst du nicht…du wirst ihn nicht mit Freundlichkeiten umbringen. Wir machen keine Faxen. Punkt. Und das kommt von… Es gibt etwas Größeres, viel Tieferes, über ihm, weswegen er es tun muss und diese Person ist. Ob er aber wirklich so ist oder nicht – das finden wir ein wenig später noch heraus.“

Die Akademie ist dafür da, den Schülern die Fähigkeiten zu vermitteln, die sie als Killer benötigen und manchmal müssen die Anführer mit gutem Beispiel vorangehen. Lin sitzt nicht nur bequem hinter seinem Schreibtisch und macht Anweisungen. Er ist auch an der Action beteiligt.

Meister Lin am Schreibtisch

Überleben um jeden Preis

„Ich denke, was die Zuschauer sehen werden, ist, dass er alles tut, um zu überleben. Schau dich um und such nach dem nächsten Gegenstand, der dich umbringen könnte. Er würde nach allem greifen, so wie diesem Stuhl hier, oder was auch immer. Wie kann ich dich am schnellsten entwaffnen? So denkt er. Und die Akademie gibt auch genau diese Denke an die Schüler weiter“, erklärt er.

Coming of Rage

Wong erzählt, er hat einen Reporter einmal über die Show sagen hören, sie sei eine „Coming of Rage“-Geschichte und diese Beschreibung findet er sehr passend.

„Diese Kinder gehen gerade durch ihre Jahre als Teenager, aber sie sind eben auch Mörder“, sagt er. „Wenn sie also ständig miteinander streiten und dann da Lin ist und das Wissen im Hinterkopf, dass sie einander nicht umbringen dürfen, schafft das eine fühlbare Spannung.“

Harte Arbeit

„Wie es bei Eltern auch so oft ist, verstehen die Teens nicht immer die Gründe, warum Lin die Akademie so führt, wie er es tut. Es ist harte Arbeit, Killer im Teenager Alter unter Kontrolle zu halten und es gibt mehr Gründe für die Existenz der Akademie, als es im ersten Moment scheint.“

Aber es gibt einen guten Grund hinter all diesem. Wir müssen die Geschichte sich nur langsam entfalten lassen“, sagt Wong. „Die Wahrheit dahinter wird so manch einen zum Weinen bringen. Und darauf bin ich gespannt.“

SYFY zeigt Deadly Class ab dem 27. Februar 2019 um 20.15 Uhr, zum Auftakt mit einer Doppelfolge, danach immer mittwochs um 21.00 Uhr mit einer neuen Episode. Die Wiederholung der Vorwochenfolge ist jeweils um 20.15 Uhr zu sehen.


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