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Der Herr der Ringe: Peter Jackson macht nicht den George Lucas

Regisseur Peter Jackson erhielt nun, wie schon George Lucas bei Star Wars, die Chance, seine sechs Filme auf den neusten technischen Stand zu bringen. Wir schauen mal nach, was dabei rausgekommen ist.

Herrder Ringe

Peter Jackson stattete Mittelerde kürzlich einen neuen Besuch ab, um seine Der-Herr-der-Ringe- und Der-Hobbit-Trilogien auf 4K-Ultra-HD aufzurüsten. Diese Unternehmung ermöglichte es dem beliebten Regisseur, zu seinen Originalfilmen zurückzukehren (so feiert beispielsweise Die Gefährten im Dezember nächsten Jahres bereits sein zwanzigstes Jubiläum) und ihre visuellen Effekte mit modernen Methoden auf den neuesten Stand zu bringen. Doch keine Sorge: Es wird keine Angelegenheit wie im Falle der Star Wars Special Editions, bei denen George Lucas ans Werk ging und eine Menge Material einfügte, das ursprünglich gar nicht da gewesen war.

»Die Technologie für visuelle Effekte wurde in den vergangenen zwanzig Jahren enorm erweitert. Als dank 4K alles ultra-knackig und scharf wurde erkannten wir, dass einige der Szenen nicht allzu gut rüberkamen. So erhielten wir die Gelegenheit, zurückzugehen und einiges an Unperfektem zu entfernen und ihm einen neuen Anstrich zu verpassen«, erklärt Jackson in einem neuen Video, das von Warner Bros. veröffentlicht wurde. »Ich sollte klarstellen: Wir haben keine der Effektszenen aufgestockt oder verändert. Sie sind noch genau so, wie man sie zu sehen gewohnt ist, außer, dass sie nun aussehen, als wären sie heute entstanden und nicht vor zwanzig Jahren.«

Hierdurch war er auch dazu in der Lage, die beiden Trilogien nahtlos zusammenhängend wirken zu lassen, und zwar ungeachtet der Tatsache, dass die Verfilmungen von Der Hobbit Jahre später in einer wesentlich höheren Auflösung gedreht wurden. »Sie fühlen sich nun an wie ein einziger langer Film, der die fortlaufende Geschichte erzählt und gleich aussieht und sich anhört«, fügt Jackson hinzu. »Es geht nicht darum, die Filme zu verändern. Sondern darum, einen zwanzig Jahre alten Film zu nehmen und ihn sich wie einen modernen Film anfühlen zu lassen. Ich bin sehr erfreut über die Möglichkeit, das zu tun. Es fühlt sich in mancher Hinsicht so an, als hätte ich endlich das Ziel der Reise erreicht und den Job schließlich abgeschlossen.«

Jacksons Mittelerde-Saga umfasst sechs Filme in zwei Trilogien, beginnend mit den Der-Herr-der-Ringe-Filmen Die Gefährten, Die zwei Türme und Die Rückkehr des Königs, die zwischen 2001 und 2003 herauskamen. Jackson kehrte dann mit der Prequel-Trilogie in Tolkiens Welt zurück, welche auf Der Hobbit basiert, bestehend aus Eine unerwartete Reise, Smaugs Einöde und Die Schlacht der fünf Heere, veröffentlicht von 2012 bis 2014.

Sehen sie hier im Video seine vollständige Zusammenfassung darüber, was man von dem 4K-Remaster erwarten kann. Die neuen Editionen aller sechs Tolkien-Filme sind mittlerweile auf Ultra-HD BluRay und VoD erhältlich.