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Die 10 meist gehassten Star Trek Folgen, die eine zweite Chance verdient haben

Wenn du Star Trek liebst (und da mein Herausgeber mich weiterhin diese Listen schreiben lässt, gehe ich einmal davon aus), dann hast du womöglich die gesamte Reihe so oft gesehen, dass du beim Pub Quiz für Nerds Gold wert bist.

Und wenn du wie ich bist, dann hast du eigentlich nie aufgehört Star Trek zu schauen. Du liest Bücher darüber, beschäftigst dich mit nichtigen Fakten, siehst Interviews, gehst zu Podiumsdiskussionen, färbst deine Haare, tätowierst dir deinen gesamten Körper blau und lässt dir künstliche Antennen implantieren – bis du genug davon hast ein Andorianer zu sein und dir einfach wieder mehr Folgen reinziehst.

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Mit der Zeit wirst du allerdings dieselben Episoden wieder und wieder sehen, die ich gerne „die nicht ganz so schrecklichen“ nenne. Das bedeutet, dass du, lieber Freund, die Hälfte der Star Trek Reihe vernachlässigst. Denn Star Trek ist @#$ing furchtbar die meiste Zeit über.

Ich bin jedoch anders, ich liebe die schlechten Folgen. Aus VIELEN verschiedenen Gründen. Manche versprühen einen irgendwie dümmlichen Charme und manche verdienen ihren schlechten Ruf einfach nicht – und manche sind so schrecklich, dass man sie einfach sehen muss, um dankbar darüber zu sein, dass Star Trek überlebt hat und sogar bald eine neue Serie herauskommt.

Außerdem sind schlechte Folgen witzig.

Die folgende Liste ist nicht vollständig. Ehrlich, ich denke jede einzelne Star Trek Folge, egal welcher Qualität, verdient es mehrfach gesehen zu werden. Ich habe jedoch aus jeder Staffel ein paar berüchtigte Episoden ausgewählt, einige weil ich sie in all ihrer Furchtbarkeit genieße, andere weil sie mir empfohlen wurden und an manche konnte ich mich kaum erinnern, doch sie klangen auf interessante Weise beschämend.

Ihr braucht gute Gründe, um euch diese verhassten Stunden Fernsehgeschichte reinzuziehen? Klar, warum nicht? Hier kommen die Gründe dafür, warum ihr die folgenden zehn Episoden anschauen solltet, statt euch stundenlang Porno zu widmen.

TOS - The Omega Glory

Fun Fact, dieses Drehbuch war eines von dreien für den zweiten Piloten der Originalserie. Entschieden wurde zwischen „The Omega Glory“, „Mudd's Women“ und dem gewählten „Where No Man Has Gone Before“. Doch obwohl dieses Drehbuch bereits so früh verfasst war, wurde es erst am Ende der zweiten Staffel veröffentlicht. So erkennt man ein echtes Juwel von einem Star Trek Buch – wenn es produziert wird, weil es Roddenberry zu langweilig wird, er Star Trek verlässt und niemand sonst eine bessere Idee hat.

Wenn ihr denkt „Wie viel schlimmer kann es schon sein, als „Mudd's Women“, dann ist die Antwort: „Kirk rettet die Welt, indem er mit dramatischen Pausen die Verfassung der Vereinigten Staaten liest“. Dadurch wird klar „The Omega Glory“ ist dämlich und großartig und du solltest ewig dabei zusehen, wie Shatner vorgibt nicht Kanadier zu sein.

Um es schriftlich festzuhalten (nur für den Fall, dass du es vergessen hast), in „The Omega Glory“ muss Kirk gegen einen rivalisierenden Captain kämpfen, der sich gegen ihn stellt, während Kirk, Spock und Bones auf einem Planeten gefangen sind, auf dem Krieg zwischen zwei Großfraktionen herrscht. Oh, und wie sich herausstellt sind die beiden Nachkommen von Kommunisten und „Yankees“ der Erde, wobei sich keine der Parteien erinnern kann, warum sie eigentlich zu kämpfen begannen.

Was für ein eingebildeter Schwachsinn: zwei Gruppen klammern sich verbissen an ihre Jahrhunderte alten Ideologien und legalen Dokumente bis sie nicht einmal mehr die Worte oder Konzepte verstehen, für die sie kämpfen. Dann kommt ein verrückter Außenseiter hinzu und verstärkt die Aggression offensichtlich, um sich selbst zu nutzen. Absurd! Das würde doch im echten Leben nie passieren!

Genau, kommt wegen der deprimierenden Parallelen zur Realität und bleibt für Shatners schlimmste Übertreibung aller Zeiten.

TOS - Spock's Brain

Nach fast fünf Jahrzehnten ist dies noch immer eine der schlimmsten Folgen in der Fernsehgeschichte, nicht nur von Star Trek. Aber, genau wie die Eymorgs Spocks Gehirn stehlen, um ihre uralte Technologie zum Laufen zu bekommen, ist diese Folge ein Geber von Schmerz und Freude. Schmerz, weil es schrecklich ist und Freude, weil... nun ja, es schrecklich ist.

Lange vor William T. Riker brachte der kleine Kirk ein Schiff namens Enterprise in Schwierigkeiten. So ist es in „Spock's Brain“, wo eine schöne Frau sich auf das Schiff beamt und mühelos die Inhalte von Spocks Birne stiehlt, weil Kirk seinen Instinkten nachgibt und sich auf einen Flirt mit der Gefahr einlässt.

Aber ohne diese mächtige Dummheit könnten wir Leonard Nimoy Frankenstein nicht eine Stunde lang beobachten. Wir würden auch nie Shatners lachhaftes Schmerzgesicht sehen oder die brillanten Worte „Gehirn, Gehirn! Was ist das?“ hören. Allein der Gedanke daran, ohne eines dieser Dinge zu leben, ist kaum zu ertragen.

Ich scherze hier, aber diese Folge ist ein einziger Scherz. Und obwohl „Spock's Brain“ nicht darauf aus war die Seher die gesamte Zeit über zum Lachen zu bringen, ist es das glorreiche Ergebnis. Das Einzige, was aus dem Originaldrehbuch fehlt, ist, wie McCoy Spocks Gehirn falsch neu aufsetzt und er deshalb jedes Mal lachen muss, wenn er niesen will. Weil Menschen sich ja normalerweise dafür entscheiden zu niesen. Es ist etwas, was wir absichtlich tun. Faszinierend.

TNG - The Naked Now

Ich gebe George Takei die Schuld dafür, dass diese Folge auf der Liste der meist gehassten landete. Sulu hat sich „The Naked Now“ ziemlich offensichtlich zu Nutzen gemacht und rückblickend ist es ziemlich klar, dass er es tat, weil er sauer war, dass TNG seinen Stil abwürgte. Ja, die TOS Originalversion „The Naked Time“ ist besser. Und ja, dort sieht man Takei oben ohne, wie er seinen Fechtdegen schwingt.

Aber „The Naked Now“ bietet auch einige tolle Highlights. Zum Beispiel den betrunkenen Ingenieur Shimoda, der die Enterprise in absolut unnötige Gefahr bringt. Shimoda, der sich wie ein besoffenes Baby benimmt, ist nicht nur auf lustige Art gefährlich, es hat auch noch einen der besten TNG Podcasts ever inspiriert (nimm das, Mission Log): Greatest Gen. In dem gibt es einen Teil, der „Drunk Shimoda“ heißt und in dem Woche für Woche Charaktere analysiert werden, die sich ähnlich peinlich benahmen. Wow, dieser Absatz hat sich irgendwie in Werbung verwandelt. Lasst uns lieber schnell über etwas anderes reden.

Data und Yar haben Sex! Ohne „The Naked Now“ hätten wir also keine „voll funktionstüchtigen“ Scherze. Das ist eine dunkle Zeitlinie, in der niemand leben wollen kann. In dieser Folge beginnt es außerdem zwischen Picard und Beverly zu brodeln.

Ja, in „The Naked Now“ benimmt sich jeder quasi wie Riker. Es war vielleicht nicht die beste Idee diese Folge direkt nach dem Piloten zu zeigen, aber nach sieben Staffeln ist es jetzt einfach zu komisch den oft steifen TNG Charakteren beim Schwitzen zu zusehen und dabei, wie sie peinlich miteinander zu flirten. Wenn die Enterprise eine Personalabteilung hätte, hätte sie einen anstrengenden Tag vor sich.

TNG - Rascals

Haare. Darum geht es in dieser Folge. In „Rascals“ geht es nicht darum, dass Picard, Keiko, Ro und Guinan auf das Schiff transportiert werden und sich dabei unabsichtlich in Kinder verwandeln, auch nicht darum, dass Ro und Guinan auf Betten herumhüpfen und auch nicht darum, dass Ferengi das Schiff von dem geborenem Loser und vorübergehenden Captain Riker, stiehlt. Es geht um Haare.

Man kann über Kinderschauspieler sagen, was man will, aber die Szene, in der der verjüngte Picard mit seinen Haaren spielt, bringt jeden zum Weinen, der mit ausgedünntem Kopfhaar oder einer Glatze kämpft.

Es stimmt, dass „Rascals“ in die „Hoppla, wir haben ein Mittel gegen das Altern gefunden und jetzt muss sich niemand mehr um den Tod Gedanken machen“ Falle tritt (was ziemlich häufig vorkommt in schlecht geschriebener Fiktion), aber trotzdem ist es witzig und verdient seinen schlechten Ruf nicht.

Es gibt echte Lacher (Picard nennt Riker seinen #1 Dad, bevor wir die peinlichste Umarmung der Fernsehgeschichte zu sehen bekommen), es gibt Tränen (zumindest eine für den jungen Guinan, dessen Stimme eindeutig synchronisiert wurde) und es gibt sogar ein paar gut geschriebene und gespielte Stellen.

Ja, ich hab's gesagt. Die junge Ro Laren ist gut porträtiert und hat auch noch eine emotionale Geschichte. Immerhin war Ro ein Flüchtlingskind und so ist ein einfacher zu verstehen, warum es schwer für sie ist, zu dieser Phase ihres Lebens zurückzukehren, in der sie absolut keine Kontrolle hatte. Und es ist ebenso eindrucksvoll, dass sie deshalb länger als alle anderen Kind bleibt, denn, ja, es bedeutet etwas endlich Kind sein zu dürfen, nachdem man dazu gezwungen wurde viel zu früh Erwachsen zu werden wegen Krieg, Invasion, Besetzung und Genozid. Das ist tatsächlich eine starke Geschichte.

Und außerdem sind die Ferengi Idioten und witzig.

TNG - Sub Rosa

Wenn ich Star Trek Listen schreiben, gibt es für gewöhnlich eine Folge, die mich inspiriert. Gratulation „Sub Rosa“, du hast endlich mehr heraufbeschwört, als das Gefühl des Fremdschämens.

Das war also Brannon Bragas Versuch eine heiße, romantische Folge zu drehen. Dabei hat Beverly Crusher Sex mit einem außerirdischen Geisterkerzending und Picard wird stinksauer deswegen.

„Sub Rosa“ spielt auf so etwas wie dem Planeten Schottland, wo die Enterprise landet, damit sich Dr. Crusher von ihrer kürzlich verstorbenen Großmutter verabschieden kann, die, wie raffiniert, die vorherige Geliebte der erwähnten Geisterkerze war.

Endlich gibt es eine Episode, bei der man sich fragt, ob Weltraumdoktoren wohl von Geisterkerzen schwanger werden können. Ich habe lange auf eine Maury Povich Folge gewartet, in der ein magischer, erleuchteter, „vibrierender Masseur“ herausfindet, dass er der Vater ist.

Doch hier kommt die Frage, wegen derer man die Folge noch einmal genauer ansehen sollte: Wenn die Kerze über Generationen hinweg Howard Frauen anschwindelte, schwängerte sie jemals eine von ihnen? Ist das der Grund, warum Wesley so besonders ist? Trägt er am Ende unabsichtlich eine Menge an außerirdischer Geisterkerzen DNA in sich, womit der Satz „die Kerze an beiden Enden abbrennen“ überaus passend wäre?

„Sub Rosa“ wagt sich auf Terrain, auf das sich kein Mann je zuvor wagte. Außer Wesleys Dad. Und vielleicht Picard. Oh und dieser Typ, der stirbt und dann zur Frau wird.

„Sub Rosa“: die Folge, die sich dorthin begibt, wo drei Männer (und jetzt eine Alien Geisterkerze) schon waren.

DS9 - Profit and Lace

Die Ferengi sind ebenso minimalistisch, wie moralisch tot und wundervoll selbstbezogen. „Profit and Lace“ zeigt all diese Charaktereigenschaften zu Genüge.

Nachdem er im wahrsten Sinne des Wortes das Herz seiner Mutter brach, musste Quark ihren Platz einnehmen und deshalb heimlich sein Geschlecht ändern, um die Ferengi davon zu überzeugen, dass Frauen das Recht haben sollten, Kleidung zu tragen und Geld zu verdienen. Wer ist denn bitte auf diese Idee gekommen?

Ist es beleidigend? Ja. Auf den ersten Blick jedenfalls. Aber wenn man Star Trek wieder und wieder schaut, dann merkt man, dass fast etwas Fortschrittliches in „Profit and Lace“ steckt. Immerhin ist der Kern der Handlung, dass Quark mehr als nur gut in seinem Geschäft sein muss, um eine Frau zu sein – und er muss außerdem gehen, sitzen, sich kleiden, aussehen und flirten wie eine Frau.

All die Dinge, die wir von Frauen stillschweigend (und manchmal nicht ganz so stillschweigend) erwarten, zusätzlich zu ihren Jobs werden in „Profit and Lace“ vorgeführt und es ist genauso peinlich berührend, wie es sein sollte.

Es ist außerdem witzig Quark zuzusehen, wie er es nicht schafft mit dem fertigzuwerden, was seine Mutter täglich managen musste. Armin Shimmerman macht mehr aus dem Material, als es verdient hat.

Ich finde es auch durchaus clever, dass Quark die Idee vom Respektieren der Frauen verkauft, indem er erklärt, dass Frauen Geld ausgeben, Geld verdienen und so die Ferengi erfolgreicher machen würden. Auf faszinierende Weise scheinen die unglaublich sexistischen Ferengi für einen Moment weniger sexistisch als wir Erdlinge.

Die Autoren, wie auch die Schauspieler stimmen zu, dass die Episode nicht das geworden ist, was sie werden hätte können. Am Ende des Tages verdient Ferengi Tootsie jedoch Besseres als als „Spock's Brain“ von Deep Space Nine abgestempelt zu werden.

Voyager - Tsunkatse

Das hier wird fast eine Nachricht an mein jüngeres Ich und für alle die wie ich damals fühlten und noch immer fühlen.

Obwohl „Tsunkatse“ die meist geschaute Folge der sechsten Staffel von Voyager war, erzeugte sie auch Abwehr dagegen, dass zum ersten Mal ein populärer Wrestler in Star Trek zu sehen war. Natürlich ist Dwayne Johnson heute mehr als nur The Rock, der er im Jahr 2000 war. Und genauso ist auch „Tsunkatse“ älter geworden.

Diese Folge zeigt nicht nur Jeri Ryan und Johnsons Talent, sie beinhaltet auch zwei andere Trek Schwergewichte: Jeffrey Combs und J.G. Hertzler, beide mitverantwortlich für den Erfolg von Deep Space Nine.

Die Handlung stellt Sevens zögerliche Fortschritte bei der Wiederentdeckung ihrer Menschlichkeit nach Jahrzehnten ihrer Borg Existenz auf die Probe und schafft es dabei einen bedeutenden Twist einzubauen, während es trotzdem eine klassische Trek Folge bleibt.

Sorry, mir fallen keine guten Witze dazu ein. Wenn du, wie ich, diese Folge gehasst hast, als sie herauskam, solltest du ihr eine zweite Chance geben – ich würde sogar sagen, dass es eine der besseren Voyager Folgen ist.

Voyager – Fairhaven

Es ist auffällig, dass die Folgen, über die am meisten geschimpft wird, diejenigen sind, in denen am wenigsten Science Fiction vorkommt. Ohne bösartige Aliens mit krustigen Stirnen oder Zeitreisen oder Was-wäre-wenns.

Aber Abwechslung kann auch Spaß bringen und „Fairhaven“, anders als seine Fortsetzung „Spirit Folk“, ist ziemlich witzig. Auf der einen Seite wirkt die Geschichte wie die eines irischen Dorfes, das von Paris und Kim erschaffen wurde, um die Crew zu beglücken. Doch genau wie „Sub Rosa“ dreht sich die Handlung hauptsächlich um eine Lady, die verzweifelt nach ein bisschen Aufregung sucht. Aber das soll nichts Schlechtes sein. Fairerweise muss man sagen, dass sogar Captain Kirk damit zu kämpfen hatte, der Anführer zu sein und gleichzeitig dieselben Bedürfnisse zu haben, wie der Rest der Crew.

Und ja, während Seven und Janeway inoffiziell jedes Mal zusammenfanden, wenn die Kamera nicht hinsah, hatte Janeway offiziell schlechte Aussichten. Und das kann einfach nicht sein. Katey Janeway hat genauso ein Recht auf ein bisschen Spaß.

Es gibt zwar die nebensächliche Geschichte über eine Reise durch eine räumliche Abnormalität, doch was wirklich zählt, ist, dass der Captain lernen musste, mit seinem Gentleman umzugehen.

Und wenn das zu langweilig klingt, lasst mich euch bitte daran erinnern, dass Janeway an einer Stelle ihren Freund neu schreibt, um seine Frau zu entfernen! Ich wette, einige von euch würden jetzt gerne meine Frau löschen, um ein bisschen was von dem Typen abzubekommen, der kitschige Star Trek Listen schreibt, richtig? Janeway, du bist so vorhersehbar...

Ok, gut, an einem Punkt steht die Frage, ob ein Hologramm tatsächlich echt genug ist, um es zu lieben, was wohl ganz interessant ist. Unter Umständen.

Spart euch euren Hass für „Spirit Folk“ und seht Janeway dabei zu, wie sie sich ihre eigene Liebespuppe bastelt. Es ist besser, als ihr es in Erinnerung habt. Und wenn ihr schon dabei seid, könnt ihr es genießen, dass der Trailer für diese Folge mit keinem Wort die eigentliche „Fairhaven“ Handlung verrät.

Enterprise – Unexpected

Kirk ist davongekommen damit, weibliche Aliens zu sexen, Riker hat sich in einige Problemchen manövriert, aber die Geschichte von Charles „Trip“ Tucker III sollte eine echte Warnung davor sein, bei Alien Beziehungen unvorsichtig zu handeln. Und nein, es geht gar nicht darum, dass er sich dabei unabsichtlich umbrachte und auch nicht darum, dass er Archer wütend machte, als er einem Sklavenmädchen beibrachte ihre eigenen Bedürfnisse zu bedenken. Ich spreche von dem Mal, als ihm extra Nippel wuchsen.

Ja, du solltest diese „Trip wird schwanger“ Folge noch einmal ansehen.

In dieser Folge lernt ihr auch, dass man keinem Fremden vertrauen sollte... oder seine Hände in irgendwelche seltsamen, außerirdischen Kristalle stecken sollte, nur weil es sich nett anfühlt.

Aber noch wichtiger, noch wichtiger als die Schwangerschaftsscherze, diese Folge ist es wert, einfach nur um einen Klingonen zu hören der „Ich kann mein Haus von hier sehen“ sagt.

Enterprise - A Night in Sickbay

Diese Folge ist für viele die meist gehasste in der Star Trek Geschichte. Ich schätze die Menschen sehen es einfach nicht gerne, wenn sich ihre Charaktere wie Erwachsene benehmen? Denn in „A Night in Sickbay“ geben alle (sogar Archer, schlussendlich) zu, dass es hart ist in engen Räumen eingesperrt zu sein, während man durch den unbekannten Weltraum reist.

Und es geht hier um Etwas – Porthos könnte sterben! Können wir jetzt einmal ehrlich sein und zugeben, dass wir den Hund mehr mögen, als etwa die Hälfte der Crew? Ich persönlich würde bereitwillig Archer, Reed, Mayweather und Hoshi rauskicken, wenn ich dafür Porthos lebend behalten könnte.

Dann gibt es noch den besten Doktor in der Geschichte der Sternenflotte in der Folge: Phlox! Einmal mehr führt er würdevoll und weise durch eine Serie von riskanten und unbekannten Behandlungen nur um einen Hund zu retten. Und noch dazu entlarvt er Archers Feindseligkeit gegenüber T'Pol als die offensichtliche sexuelle Spannung, die sie ist.

Zusätzlich dazu, dass er Porthos Leben rettet und Archer dazu bringt seine Anziehung gegenüber T'Pol anzuerkennen, aber nicht auszuleben, vertritt Phlox auch noch die Polygamen da draußen, indem er die komplexen, aber belohnenden Aspekte davon erläutert, mehrere Partner und eine große Familie zu haben. Nicht etwas, was man häufig im Fernsehen zu sehen bekommt und daher ziemlich cool.

Archer lernt irgendwie seine Lektion. Er entschuldigt sich dafür ein Idiot gewesen zu sein, auch bei merkwürdigen, beleidigten Aliens für die er einen Baum fällen muss? Es ist seltsam, aber witzig.

Ja, ich gebe zu, dass die sexuelle Phantasie mit der nackten T'Pol vielleicht nicht die angebrachteste Szene ist und wenn Jolene Blalock darüber nicht erfreut war, kann es ihr auch keiner verübeln. Aber ich habe gelacht am Ende, als Archer auf gewisse Weise zugibt, dass er auf T'Pol steht und sie ihn sehr professionell abschießt und dabei offenlässt, ob unter anderen Umständen etwas passieren hätte können. Das ist mehr, als ich tun würde.

Also ja, ich denke die Kritiker sollten sich bei dieser Folge entschuldigen. Also grabt eure Kettensägen aus und gebt zu, dass ihr Sex mit der Enterprise haben wollt. Es ist nur natürlich!


Quelle: blastr