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Die Welt von Brian K. Vaughan

Eine Welt ohne Männer, außerirdische Spezies und Teenager, die das Geschick der Welt in die Hand nehmen: Das ist der Mann, hinter Runaways und Co.

Brian K. Vaughan

Brian K. Vaughan ist mit seinen 41 Jahren fast schon ein alter Hase im Comic-Buch-Geschäft. Der in Cleveland, Ohio, geborene Autor, stieg bereits früh nach seinem Filmstudium an der renommierten New York University in die Comicindustrie ein. Zu seinen größten Erfolgen als Autor zählen Werke für die beiden größten Player: Marvel und DC. Für die beiden Verlage war er unter anderem an Büchern wie X-Men, Spider-Man, Batman und Green Lantern beteiligt.

2002 widmete er sich erstmals der Entwicklung von eigenen Charakteren und Geschichten. Während dieser Episode sind seine wohl einflussreichsten Werke entstanden:

Y: The Last Man, 2002

Für Y: The Last Man hat Vaughan mit Pia Guerra zusammengearbeitet, was sicherlich eine hilfreiche Perspektive für die Schaffung einer Welt ohne Männer gebracht hat. Der Comic spielt in einer postapokalyptischen Welt und dreht sich um den einzigen männlichen Überlebenden.

Runaways, 2003


Im Rahmen dieser eigenständigen Kreationen erschuf er zusammen mit Adrian Alphon ein Jahr später auch die Serie Runaways, in der sechs Teenager eine schreckliche Wahrheit über ihre Eltern herausfinden, die ihr Leben für immer verändert. Die Serie wurde nach 18 Ausgaben vorübergehend eingestellt, doch der Erfolg bei den Fans gab Runaways eine zweite Chance. Seit vergangenem Jahr können wir nun auch endlich die jungen Helden in unserem Fernseher begleiten. Vaughan agierte dabei als Berater für die beiden Creator der Show Josh Schwartz und Stephanie Savage.

Ex Machina, 2004

Ex Machina dreht sich um Mitchell Hundred, der in den Nachwehen der Anschläge vom 11. September 2001 zum Bürgermeister von New York City gewählt wird. Der Comic begleitet Hundred während seiner aktiven Zeit im Office und arbeitet immer wieder mit Flashbacks, in denen die Leser herausfinden, dass der Politiker eine bewegte Vergangenheit als die sogenannte Great Machine hat. In dieser Funktion kann er, durch die Begegnung mit einem außerirdischen Artefakt, mit sämtlichen mechanischen Gegenständen kommunizieren.

Saga, 2012

Die von Vaughan geschriebene und von Fiona Staples illustrierte Serie begleitet ein intergalaktisches Liebespaar, dessen Liebe und ihr daraus resultierendes Kind von den Regierungen ihrer Heimatplaneten unerwünscht ist. Der Comic wird aus der Sicht der erwachsenen Tochter erzählt, für die ihre Eltern die Flucht angetreten sind.

Obwohl Vaughan 2006 nach Los Angeles zog um sich den möglichen Verfilmungen seiner Werke zu widmen, hat es bisher noch keines seiner Bücher auf die Kinoleinwand geschafft.

Auch wenn es mehrere Verhandlungen und Ansätze gab, wurde bisher noch keines der Projekte umgesetzt - obwohl die Fans sehnsüchtig darauf warten.

Ende vergangenen Jahres gab es jedoch einen Lichtblick, als die erste Staffel von Runaways als Fernseh-Serie endlich über unsere Bildschirme flackerte. Und das gleiche Schicksal steht wohl auch Y: The Last Man bevor. FX arbeitet an einer Serienadaption des Comics, an der Vaughan, wie bereits bei Runaways, als Berater zur Seite mitarbeiten wird.

Der mittlerweile zweifache Vater hat den Umzug in die Metropole der Filmindustrie jedoch auch genutzt, um sich anderen Projekten zu widmen. So arbeitete er unter anderem als Co-Autor und -Produzent an der dritten bis fünften Staffel der Erfolgsserie Lost. Weiterhin hat er als Drehbuchautor an der Umsetzung von Under the Dome, einer Serie basierend auf Stephan Kings Buch „Die Arena“, mitgewirkt.

Seit diesen großen Fernseh-Erfolgen hat sich Vaughan jedoch größtenteils aus dem TV-Business zurückgezogen und konzentriert sich wieder hauptsächlich auf das Schreiben neuer Comic-Bücher. Seit 2015 veröffentlicht er die Comicbuch-Serie Paper Girls, die sich um vier junge Mädchen dreht, die während ihrer Schicht beim Zeitungen Austragen von einer übermenschlichen Kraft aus der Zukunft angegriffen werden.


Tags: Marvel's Runaways   Marvel   DC Comics