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Fakten und Hintergründe zu den X-Men-Filmen

Das neue Jahr bringt euch einige, neue Comicverfilmungen, u.A. auch Logan als dritte und finale Wolverine-Fortsetzung. Jetzt gibt es erst einmal noch ein paar Fakten und Hintergründe zu den bisherigen X-Men-Filmen.

Vierzehn Jahre nach dem ersten X-Men-Film (2000) gab es 2014 in der Fortsetzung X-Men: Zukunft ist Vergangenheit ein Wiedersehen mit der alten Garde um Patrick Stewart, Ian McKellen und Hugh Jackman im wohl bis dato spekatukulärsten und düstersten X-Men-Film. Regisseur Bryan Singer, der zuletzt X-Men 2 inszenierte, vereinte viele Schauspieler der ersten Trilogie mit denen der jungen Generation aus X-Men: Erste Entscheidung.

Der Film basiert auf einem der populärsten X-Men-Comicbänden aus dem Jahr 1980. Days of Future Past beginnt in einer apokalyptischen Zukunft, in der die meisten Mutanten und Superhelden entweder schon längst tot oder in Internierungscamp eingesperrt sind. Zu verdanken ist dies den Sentinels, riesigen Robotern, die Mutanten aufspüren und eliminieren sollen. Die wenigen X-Men, die noch übrig sind, nutzen ihre Fähigkeiten, um Kitty Prydes Bewusstsein auf Zeitreise in ihr jüngeres Ich zu schicken. Sie soll die Geschehnisse beeinflussen und den Terror durch die Sentinels beenden, bevor er überhaupt beginnt.

Soweit die grobe Handlung des Comics, die für den Film den Gegebenheiten des X-Men-Kinouniversums angepasst wurde. So tritt Hugh Jackmans Wolverine die mentale Zeitreise an und ist damit das Bindeglied beider Zeitlinien. Laut Drehbuchautor und X-Men-Dauerproduzent Simon Kinberg macht dies dramaturgisch für den Film den meisten Sinn, da Wolverine nur sehr langsam altert.

Patrick Stewart (Professor X) und Ian McKellen (Magneto) standen trotz ihrer gemeinsamen Verpflichtungen am Theater immerhin drei Wochen für die Dreharbeiten zur Verfügung. Für Halle Berrys Storm war ursprünglich eine viel größere Rolle vorgesehen, sie konnte jedoch nur an sieben Drehtagen dabei sein. Großes Pech hatte Rogue-Darstellerin Anna Paquin: Sie wurde für immerhin fünf Tage verpflichtet, doch ihre einzige Szene fiel der Schere komplett zum Opfer. Der Drehplan für Peter Dinklage (Bolivar Trask) wurde geschickt um sein Engagement bei Game of Thrones herum organisiert.

Singer versprach, ungeliebte Handlungsstränge und offensichtliche Fehlentscheidungen der Vergangenheit zu korrigieren, ohne die Geschehnisse der bisherigen Filme zu ignorieren. Gemeint war natürlich X-Men: Der Letzte Widerstand (2006), mit dem es sich Regisseur Brett Ratner mit vielen Fans auf Lebenszeit verscherzte.

Mit Zukunft ist Vergangenheit erlebte das X-Men-Franchise einen zweiten Frühling, dem Boom der Comicverfilmungen sei Dank. Beim Filmstudio Fox schien man vom Projekt überzeugt und griff ziemlich tief in den Geldbeutel. Das Budget betrug gigantische 250 Millionen Dollar und macht den Film zu einem der teuersten aller Zeiten.

X-Facts:

  • Zukunft ist Vergangenheit wurde auf 39 Sets und an 26 verschiedenen Orten für fünf Monate und fast komplett in 3D gedreht. Für einige Szenen, die in den 70ern spielen, kamen Super-8-Kameras oder 16-mm-Film zum Einsatz. Bryan Singer selbst ist jedoch kein Fan von 3D-Filmen.
  • Es gibt insgesamt über 1.000 Effektsequenzen. Viele Kulissen sind erst nachträglich am Computer entstanden, da man aus Zeitgründen nicht alle Sets als echte Aufbauten realisieren konnte.
  • Charles Xaviers Cerebro und die unterirdischen Gänge sind die einzig bekannten Kulissen, die für den Film erneut errichtet wurden. Dafür hat man Original-Baupläne aus dem Jahr 2000 ausgegraben.
  • James Cameron stand Bryan Singer und Drehbuchautor Simon Kinberg bei der Entwicklung einer plausiblen und halbwegs logischen Zeitreise-Handlung beratend zur Seite. Seine wohl wichtigster Tipp: "Don't fuck it up.".
  • Autor Chris Claremont, der die Comicvorlage Days of Future Past verfasste, hat im Film einen kleinen Gastauftritt.
  • Hugh Jackman, noch gut im Training von den Dreharbeiten zu Wolverine - Weg des Kriegers, kam das erste Mal ohne Verletzungen von Dreharbeiten zu einem X-Men-Film davon.
  • John Ottman zeichnet sich nicht nur für den Schnitt verantwortlich, sondern auch für den Soundtrack. Der Komponist hat viele von Singers Filmen musikalisch unterlegt, u.a. Superman Returns, Die üblichen Verdächtigen und X-Men 2.

Quelle: Robots & Dragons


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