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Ghostbusters: Legacy - Jason Reitman hat sich sogar um den Schleim gekümmert

Ihr denkt, ektoplasmischer Schleim ist nicht so wichtig für das Gelingen eines neuen Ghostbusters-Film? Der Regisseur des neuen Sequels zu den beiden Kultfilmen sah das vollkommen anders!

Ghostbusters Afterlife 4

Nachdem er sich dazu entschlossen hatte, Ghostbusters: Legacy zu machen, sah sich Regisseur und Drehbuchautor Jason Reitman Hunderten, wenn nicht gar Tausenden von Möglichkeiten gegenüber, wie die Reihe am besten zur Zufriedenheit der Fans auf ganzer Linie fortgeführt werden konnte. Um an das Original von 1984 anzuknüpfen (das sein Vater Ivan Reitman sowohl inszenierte als auch produzierte), zerbrach er sich offenbar über die kleinsten Details den Kopf, einschließlich der richtigen Farbe für den ektoplasmischen Schleim.

»Die Farbe des Schleims hat sich von Film zu Film geändert, und ich wollte den Schleim in der Originalfarbe«, erzählte der Filmmacher der Zeitschrift Empire für die Novemberausgabe 2021 des Magazins. »Wir sagten immer wieder „Das ist zu grün. Das ist nicht dickflüssig genug.“. Eines Tages standen zwei Fässer da und es gab einen riesigen Krach darüber, welches von beiden das richtige enthielt. Ich sagte „Dad, kannst Du mal kurz rüberkommen?“. Und mein Vater kam einfach, zeigte auf eins von beiden und sagte: „Das ist Schleim!“«

Nach mehr als einem Jahr voller Verschiebungen kommt Ghostbusters: Legacy nächsten Monat in die Kinos: Der Film ist der direkte Nachfolger von Ghostbusters II, der im Sommer 1989 herauskam. Während diese erste Fortsetzung oft im Schatten ihres erfolgreicheren Vorgängers steht, hält Ivan Reitman noch immer an seinem vielgeschmähten zweiten Teil fest.

»Ich habe immer gesagt, dass der Film besser war als die anfänglichen Reaktionen auf ihn«, sagt er und führt aus, dass der Film in einer Zeit herauskam, als sich die Wünsche des Kinopublikums stark zu verändern begannen. »Ich glaube, ich verließ mich auf diese Art von Improvisation, die ich mit diesen Schauspielern machte und dachte, das würde das Ganze retten. Und im Nachhinein denke ich, dass es das auch in weiten Teilen tat. Es war das Jahr von (Tim Burtons) Batman, und es gab große Veränderungen in der Atmosphäre von Filmen und der Haltung ihnen gegenüber. Mein Film fühlte sich 1989 ein wenig altmodisch an. Er erfüllte nicht mehr völlig die Bedürfnisse der damaligen Zeit, aber meine Bedürfnisse erfüllt er. Ich war recht stolz auf ihn.«

Legacy spielt Jahrzehnte danach in einer Kleinstadt in Oklahoma, wo die Enkelkinder Egon Spenglers, Phoebe und Trevor (gespielt von McKenna Grace und Finn Wolfhard) Ecto-1 und einiges der alten Geisterjägerausrüstung entdecken. Im Drehbuch (geschrieben von Jason zusammen mit Gil Kenan) geht es darum, die Fackel an eine jüngere Generation weiterzureichen, was bedeutet, dass die Fans die Original-Ghostbusters ein letztes Mal sehen werden – mit Ausnahme des verstorbenen Harold Ramis natürlich, dem das Projekt gewidmet wurde.

»Ich denke nicht, dass ich darauf vorbereitet war, wie es sich anfühlen würde, wenn die Originalfiguren in ihren Einsatzanzügen am Set erscheinen«, so Jason weiter. »Es ist, als würde man Superhelden sehen und das ist ein ganz besonderes Gefühl, es ist aber auch ziemlich einschüchternd. Und es erinnert auch unmittelbar daran, was so anmaßend an dem war, was wir versuchten: Nämlich einen weiteren Film zu machen, der ein Kapitel dieser größeren Geschichte erzählt. Es ist eine Sache, völlig neue Figuren zu inszenieren, weil man dabei fast sagen kann, dass man eine Art Fan-Fiction macht. Wenn aber Bill (Murray), Ernie (Hudson) und Dan (Aykroyd) in ihren Einsatzanzügen hereinspazieren, wird das Ganze sehr schnell sehr real.«

Ghostbusters: Legacy kommt am 11. November in die deutschen Kinos.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Josh Weiss geschrieben.

Ghostbusters Legacy Kinostart