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Ghostbusters: Legacy öffnet durch seine Post-Credit-Szene die Tür für eine Fortsetzung

Wer den neuen Ghostbusters-Film inklusive der Post-Credit-Sequenz bereits gesehen hat, stellt sich vermutlich folgende Frage: Steht uns ein weiterer Massenausbruch Chaos verursachender Erscheinungen bevor?

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Nach über einem Jahr der Verzögerungen durch COVID-19 ist Ghostbusters: Legacy endlich in den Kinos auf der ganzen Welt zu sehen. Unter der Regie von Jason Reitman, auch Co-Autor des Drehbuches (und der Sohn des ursprünglichen Ghostbusters-Regisseurs Ivan Reitman) knüpft der Film direkt an die ersten beiden Filme an und frischt die 37 Jahre alte Geschichte für ein modernes Publikum auf. Während seines Auftritts auf der New York Comic Con im vergangenen Monat erklärte Jason, dass sein Ziel mit Legacy darin bestand, dass der Film ein Universum aller möglichen Geschichten öffnet. »Ich möchte Ghostbusters-Filme von allen meinen Lieblingsregisseuren sehen, und wir hoffen, dass dieser Film den Weg dafür bereitet.«

Dies tut Legacy, indem er Ecto-1, die Protonenrucksäcke und den Rest des Erbes der Ghostbusters an eine neue und jüngere Generation von Geisterjägern weitergibt, angeführt von Egon Spenglers Enkelin und Enkel (gespielt von McKenna Grace und Finn Wolfhard). Das ist nicht wirklich ein Spoiler. Wir wissen schon seit über zwei Jahren, dass das der Masterplan ist, vor allem, weil die Original-Ghostbusters langsam in die Jahre kommen.

Jedoch stellte sich die Frage, ob Legacy die Tür für ein ganzes Franchise von Fortsetzungen und/oder eine Art filmisches Universum offen lassen würde (wie es zur modernen Tradition geworden ist). Die Antwort auf diese Frage lautet: Ja! Die Abspannszene stellt tatsächlich die Weichen für weitere Fortsetzungen.

***Achtung! Der folgende Text enthält massive Spoiler der Handlung des Films!***

Ghostbusters: Legacy enthält zwei Endsequenzen. In der ersten gibt es einen kurzen Cameo-Auftritt von Sigourney Weaver als Dana Barrett zu sehen, die die übersinnlichen Fähigkeiten des von Bill Murray gespielten Peter Venkman testet - eine Anspielung auf dessen Elektroschock-Untersuchungen im Original von 1984. Außer dem Nostalgiefaktor und dem Auftritt von Weaver, deren Figur während der finalen Konfrontation mit Gozer am Ende des Films nicht auftaucht, hat diese Szene nichts darüber hinaus zu bieten.

Der zweite Anhang enthält den möglichen Aufbau der Fortsetzung. Er beginnt mit einer unveröffentlichten Szene aus dem ersten Film, in der Egon (gespielt vom verstorbenen Harold Ramis, dem der Film gewidmet ist) und Janine Melnitz (Annie Potts) auftreten. Dann springt das Szenario zurück in die Gegenwart, wo Janine sich mit Winston Zeddemore (Ernie Hudson) trifft, der zum globalen Geschäftsmogul geworden ist.

Seine jüngsten Erlebnisse in Oklahoma an der Seite von Peter, Ray Stantz (Dan Aykroyd) und dem wohlwollenden Geist von Egon (der per CGI wiederauferstandene Ramis) haben seine Leidenschaft für die gute alte Zeit der Geisterjagd neu entfacht. »Ich mag ein Geschäftsmann sein, aber ich werde immer ein Geisterjäger bleiben!«, sagt er.

Dank seines großen Reichtums ist Winston in der Lage, die Hook and Ladder Company 8 (das ikonische Hauptquartier der Geisterjäger) zurückzukaufen (zu Beginn des Films erklärt Ray, dass der Besitz des Grundstücks den erhöhten Bauplanungen Manhattans zum Opfer fiel). Ecto-1 kehrt in einem emotionalen Moment in die Garage der Feuerwache zurück, bevor die Szene auf das Geistersperrsystem im Keller umschwenkt, wo ein blinkendes rotes Licht drohende Gefahr signalisiert.

Bedeutet dies, dass wir vor einem weiteren Massenausbruch in der Art von »Hunde und Katzen leben miteinander - Massenhysterie!« stehen? Fängt das fast 40 Jahre alte Geistersperrsystem an, zusammenzubrechen – ein weiteres Mal? Es sieht jedenfalls ganz danach aus, und wenn wir das Glück haben, eine Fortsetzung zu bekommen, wird sie wohl nach Manhattan zurückkehren, wo Phoebe (Grace) und Trevor (Wolfhard) Spengler das Familienunternehmen mit der Unterstützung und den klugen Ratschlägen von alten Hasen wie Winston, Ray, Peter, Janine, Dana und vielleicht sogar dem von Rick Moranis gespielten Louis Tully weiterführen könnten.

»Der Originalfilm handelte von den Ghostbusters. In diesem Film geht es um den Rest von uns«, äußerte Jason Reitman während des offiziellen Pressetermins zu Legacy gegenüber SYFY. »Die Leute, die schon immer mal im Ecto-1 mitfahren wollten. Und es geht um eine Familie, die versucht, herauszufinden, wer sie alle sind.«

Ghostbusters: Legacy ist jetzt überall in den Kinos zu sehen.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Josh Weiss geschrieben.

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