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John Wick: Die 5 coolsten Actionszenen im Ranking

Der Slogan »Rache kennt keine Gnade« prangte auf dem Plakat zu John Wick. Gut für uns, dass die Filmbösewichter die Warnung vor dem titelgebenden Antihelden nicht ernst genommen haben, da wir Fans ansonsten um eines der unterhaltsamsten und kreativsten Actionfilm-Franchises der Geschichte gekommen wären. Wir präsentieren euch heute die fünf coolsten Actionszenen der Filmreihe!

Keanu Reeves In John Wick Chapter 3

John Wick ist ein Assassine fast mythischen Ausmaßes: Seine Todesquote ist in seiner Welt der gutfrisierten und ebenso gutgekleideten Killer derart legendär, dass die bloße Erwähnung seines Namens ebenso viel atemlose Stille wie donnerndes Waffengetöse hervorruft. Es bleibt die Absicht sowohl der Macher des John-Wick-Franchises als auch seines Stars Keanu Reeves, dass – auch nach drei Kapiteln – die Fans keinerlei Anzeichen von Ermüdung dafür zeigen, weiterhin in die gewalttätige, von Action erfüllte Welt des ikonischen Helden einzutauchen.

In diesem Artikel möchten wir für alle Fans der Reihe die fünf denkwürdigsten Actionszenen des aus den Filmen John Wick (2014), John Wick: Kapitel 2 (John Wick: Chapter 2, 2017) und John Wick: Kapitel 3 (John Wick Chapter 3: Parabellum, 2019) bestehenden Franchises präsentieren.

Die blutigste Hausstürmung aller Zeiten

John Wick wandelt sich von der Geschichte eines geheimnisvollen Witwers, der seinen Verlust betrauert zur actiongeladenen Saga voller Kugeln und Rache mit dieser brachialen, an Jason Bourne erinnernden Hausstürmung. Bis zu diesem Punkt hat das Publikum keine echte Vorstellung davon, wozu John Wick imstande ist – oder welche ebenso tödlichen wie legendären Fähigkeiten er besitzt. Zum Unglück für die Eindringlinge in sein Zuhause benutzt er diese zu deren Veranschaulichung: In atemberaubender Weise erkennen wir, wodurch sich John seinen mythischen Namen »der Boogeyman« verdient hat.

John und sein Heimvorteil lassen seine maskierten Angreifer wünschen, morgens lieber im Bett geblieben zu sein, wenn John sie mit gutplatzierten Schüssen unter die Grasnarbe schickt. Die sich allmählich aufbauende Spannung der Szene gepaart mit Reeves‘ unerschrockener Bereitschaft zu tun, was die Action von ihm verlangt macht dies zu einem der besten Eröffnungskämpfe eines Actionhelden, den das Genre je gesehen hat.

Der Katakomben-Showdown

Von dem Moment an, in dem sich John und Elite-Leibwächter Cassian (Common) mitten auf einem Hof bei einem DJ-Konzert gegenüberstehen, werden unsere Knöchel weiß, wenn wir uns in die Stuhllehnen krallen. Und wir lassen nicht eher los, bis John mehrere Minuten später eine kleine Armee von Sicherheitsleuten in den spärlich beleuchteten Katakomben ausgeschaltet hat.

Während des größten Teils dieser mitreißenden Szene flüchtet John sowohl vor dem Zorn des finsteren Santino als auch seinen Schergen. Nachdem John Gianna getötet hat (eine wichtige Figur in seiner Welt, die sich vor Johns Todesschuss beinahe selbst opfert), muss unser Assassine auf hochkomplizierte Weise seinen schwerbewaffneten Verfolgern ausweichen, bevor es zu spät ist. Das Geniale an diesem ausgedehnten, mit massiver Waffengewalt ausgeführten Schusswechsel ist das, was es uns über John als Taktiker offenbart. Da er diese Wendung vorausgesehen hat, hat er sich durch das strategische Verstecken von Waffen und reichlich Munitionsgürteln in dem unterirdischen Labyrinth vorbereitet, um sich Vorteile im Kampf zu verschaffen. Grundsätzlich kann man Rorschach aus Watchmen zitieren, dass John dort nicht mit den bösen Jungs eingesperrt ist – diese sind mit ihm eingesperrt.

Noch besser? Das Nachspiel dieser Schießerei, die erste Prügelei zwischen John und Cassian, Giannas Beschützer. Der Kampf, in dem die beiden Schüsse und Fausthiebe auf einer Reihe geparkter Autos austauschen fungiert beinahe als Epilog zu den Hauptereignissen und ist fast genauso packend wie die Action-Szene in den Katakomben.

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Kampf und Schusswechsel in der U-Bahn

John schlägt, sticht und schießt sich in einer aufwändigen und unterschätzten Sequenz des Films den Weg in den Eingang zu einer U-Bahn frei.

Nachdem Santino den Feuerbefehl auf John gibt, beginnt die Jagdzeit und verschiedene Killer nehmen die Herausforderung an – alles das, während gleichzeitig Cassian John auf den Fersen ist. Die Handgreiflichkeiten, in die John verwickelt wird, drängen ihn mehrmals aus der Bahn, was die Spannung erhöht: Wir wissen, dass John überlebt, aber es gestaltet sich als Nervenkitzel mitanzusehen, wie schwierig es für ihn wird, unsere Erwartungen zu erfüllen – besonders, wenn er sich einem Killer von den Ausmaßen eines Sumo-Ringers gegenübersieht (die makabre, aber auch einfallsreiche Weise, wie John den Angreifer loswird, gehört zu den besten Lachmomenten der Filmserie).

Die Jagd in und durch eine neonbeleuchtete U-Bahn-Halle gipfelt in einer stechenden Demonstration von Johns Umgang mit einem Bleistift, ehe er sich in den nächsten Kampf mit Cassian stürzt. Dieser beginnt mit einer Schießerei auf unterschiedlichen Levels der U-Bahnstation mit Schalldämpfer-Pistolen zwischen einer Masse unbeteiligter Fahrgäste, ehe er zu einem brutalen Messerkampf auf engstem Raum in einer fahrenden U-Bahn wird.

Die Red-Circle-Schießerei

Die Hölle kennt keinen schlimmeren Zorn als den eines zornigen Hunde liebenden Witwers.

Diese Lektion müssen Iosef (Alfie Allen) und seine ganze Mannschaft namenloser Sicherheitskräfte lernen, als Wick im exquisiten (und neonbeleuchteten) Red-Circle-Club und Badehaus erscheint, um sich durch die nächste Station seiner Rache zu schießen und zu stechen. John gleitet durch den Club und knallt etliche Fieslinge in schwarzen Anzügen in einem blutigen Baller-Ballett über den Haufen. Seine tödlichen Begabungen zeigen sich hier in voller Blüte, ebenso wie der Charakter selbst. Wenn es eine Szene gibt, die den Moment markiert, an dem John Wick sich dazu qualifiziert, ein Filmfranchise zu werden, dann ist es diese.

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Der epische Messerkampf

John Wick: Kapitel 3 präsentiert sich so, als gelte es, alles zu übertreffen, was die beiden bisherigen Filme taten: Dies gelingt ihm schon mit dieser einzigen Szene.

In einem der größten Kämpfe des modernen Actionfilms überhaupt findet sich der kürzlich ausgeschiedene John umzingelt von mörderischen Assassinen. Er flüchtet in einen Antiquitätenladen voller altmodischer Waffen und beginnt damit, die Exponate der dortigen Messersammlung auf alle zu werfen, die ihm an den Kragen wollen. Es ist nur schwer vorstellbar, wie künftige John-Wick-Filme diesen Kampf der Königsklasse toppen wollen, der ein perfekt geschnittenes und choreographiertes Meisterstück ist.

Es läuft in drei Akten ab: John baut sich eine maßgeschneiderte Waffe zur Erhöhung seiner Todesquote, dann zerstören er und seine Gegner die Schaukästen der (CG-geschaffenen) Messer, um die ausgesuchten Stücke wie Ninja-Wurfsterne zu verwenden (witzigerweise gibt es dort keine echten Ninja-Sterne).

Das Finale präsentiert John im Umgang mit Hiebwaffen, als er den Kopf eines Bösewichts mit dem spitzen Ende eines Tomahawks bekanntmacht. Eine feuchte Quetschung später rennt unser genervter Boogeyman-Killer in genügend Action, die für so manchen ganzen Film ausreichen würde, der trotz seiner Qualitäten diesem zwar kurzen, aber unvergesslichen und alles in den Schatten stellenden Kampf nicht das Wasser reichen könnte.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Nivea Serrao geschrieben.

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