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Kritik zu Star Trek: Discovery 2.03 – Point of Light

Die dritte Episode der zweiten Staffel bietet einen wilden Mix aus Setup, Auflösung und Neuausrichtung. Das und den Rest hinterfragt jede Woche exklusiv für SYFY der Medienjournalist und Star-Trek-Experte Björn Sülter.

Star Trek

Präsentiert von: Björn Sülter


Was passiert?

Während L‘Rell sich mit ihrem Volk herumschlägt, wird Tilly weiterhin von ihrer imaginären Freundin heimgesucht, Amanda taucht auf und eine andere, unerwartete Besucherin schaut auch noch vorbei …

Who you gonna call?

Beginnen wir heute einmal entspannt mit der C-Handlung der Episode an Bord der USS Discovery. Tilly befindet sich inmitten ihres Trainings und gewinnt einen Schiffsmarathon trotz Ablenkung durch ihre imaginäre Freundin. Kurz darauf hat sie allerdings weniger Glück: Während einer Brückenprüfung gerät alles außer Kontrolle, als Tilly in Richtung ihres Captains zu fluchen beginnt und vollkommen die Fassung verliert.

Mary Wiseman ist erneut großartig in ihren Szenen und stellt den inneren Konflikt der um Kontrolle bemühten jungen Frau sehr glaubhaft dar. Etwas sonderbar mutet allerdings Pike in der Brückenszene an, da er sich die Tiraden stumm und konsterniert gefallen lässt und wie angewurzelt und offenbar sprachlos stehen bleibt. Ein vollkommen unglaubwürdiger Moment für ihn und einen Captain im Allgemeinen und mindestens ein kleiner Minuspunkt auf Seiten des Drehbuchs. Dafür regnet es jedoch später Pluspunkte, als Wiseman ihre ohnehin starke Leistung im Gespräch mit Michael Burnham noch krönt. Das Gefühlschaos sprudelt nur so aus ihr heraus und es ist einfach schön zu sehen, wie stark das Vertrauen zwischen den beiden Frauen schon ist. Michael ist dann auch direkt in ihrem Element, findet den Fehler im System (Stichwort: weinen) und deutet in Richtung der Lösung. Eine tolle Szene für beide.

Diese Lösung kommt zugegebenermaßen sehr unerwartet und früh. Es handelte sich tatsächlich um die grüne Spore, die im Staffelfinale des ersten Jahres auf Tillys Schulter landete. In einem Anfall von Ghostbusters holt Stamets das fremde Lebewesen aus ihr heraus und beendet das Rätsel und vermutlich auch die Existenz der imaginären Freundin. Positiv zu erwähnen ist in diesem Zusammenhang noch einmal, wie sanft und empathisch Saru mit der Situation umgeht und Tilly beruhigt und ihr Mut zuspricht. Der Einsatz des Kelpianers als Gewissen der Führungsriege gefällt zunehmend und passt auch gut zu seiner neuen Funktion als Lehrer für die Kommandoanwärter. Scheint so, als hätten die Autoren doch noch etwas mit der Figur vor. Es wäre dem immer wieder grandiosen Doug Jones und uns zu wünschen.

Dennoch: Die Autoren haben sich in diesem Fall wirklich keine Zeit gelassen und haken das Thema „Grüne Spore“ ziemlich kurz ab. Warten wir geduldig, was in Sachen Sporenantrieb, Dr. Culber und Stamets noch auf der Agenda steht und wie sich Tilly ohne die Besessenheit mit der anstrengenden Freundin aus Schulzeiten in Zukunft anstellen wird.

Amanda to the rescue!

Die weitere Untersuchung der Signale findet diesmal als B-Handlung statt und läuft auf eine Weise, die nicht vorherzusehen war. Amanda (Mia Kirshner) besucht das Schiff und will gemeinsam mit Michael den verschwundenen Spock finden. Dieser ist nämlich offenbar von Sternenbasis 5 geflohen, wurde mit einem extremen Empathie-Defizit und emotionaler Instabilität diagnostiziert und hat sogar drei Ärzte auf den Gewissen. Das ist jedoch für uns wenig glaubhaft, da es die Figur auch für die Zukunft extrem verändern würde. Da die Serie sehr oft mit einem doppelten Boden (Stichwort: Nebelkerze) agiert, ist das letzte Worte sicher noch nicht gesprochen. Wahrscheinlicher ist es da schon, dass irgendwer versucht, Spock zum Schweigen zu bringen. Warten wir geduldig ab, wohin die ganzen kleinen Brocken uns führen werden. Die Macher haben sich mit der Einbeziehung dieser bekannten Figur in jedem Fall eine schwere Bürde aufgeladen, die auch durchaus ein Schuss in den Ofen werden kann, wenn sie es inhaltlich falsch aufziehen. Bis wir Näheres wissen, gilt aber die Unschuldsvermutung.

Im Auge behalten müssen wir aber in jedem Falle noch das Megafass, welches die Autoren in der Causa Burnham und Spock aufmachen. Was kann die junge Frau ihm bloß angetan haben, dass er dermaßen auf Abstand gegangen ist und nicht einmal Amanda es erfahren darf? Die Aufklärung muss verdammt gut sein oder könnte bös enttäuschen. Warten wir es ab.

Gleiches gilt natürlich für den Bezug zur Gesamtgeschichte. Spock hat den Roten Engel schon als Kind gesehen und wurde nach eigener Aussage von ihm auch einmal zu Michael geführt. Das Ganze macht hoffentlich später ebenfalls mehr Sinn, als man aktuell unterstellen mag.

Die Chemie zwischen Amanda und Michael stimmt aber in jedem Fall und es bleibt zu hoffen, dass die Macher auch weiterhin darauf bauen werden.

Just what I needed… more Klingons!

Kommen wir also zur A-Handlung. Klingonen sind definitiv nicht mehr das, was ich mir von Star Trek: Discovery erhoffe. Da man L’Rell jedoch gemeinsam mit Tyler/Voq auf die Heimatwelt der Blutweintrinker befördert hatte, war es nur eine Frage der Zeit, dass man sich diesem Aspekt wieder widmen würde.

Die Autoren springen mitten hinein in die politischen Ränkespiele, die insbesondere vom Vater des verstorbenen Kol ausgehen. L’Rell sieht sich einer gefährlichen Situation gegenüber, die ohne Probleme zu ihrer Absetzung als Kanzlerin führen könnte. Der Faktor ihres Vertrauten Tyler, den die Klingonen nicht als Voq akzeptieren, macht die Sache nur schlimmer. Dass schließlich noch ein gemeinsames Baby von ihr und dem Albino ins Spiel kommt, ist vielleicht eine Ecke des guten zuviel, passt aber ins Bild.

Stark ist, wie das Drehbuch Bezug auf die komplexe Beziehung der beiden nimmt. Der Tyler in diesem neuen Wesen kann die (eingepflanzte Erinnerung an eine) Vergewaltigung durch L’Rell (die für sie einvernehmliche Liebe mit Voq war) nicht ausblenden und lässt keine Nähe zu. Erst das Baby öffnet ihm ein wenig die Augen. Insgesamt gelingt es der Episode, die Konflikte glaubhaft darzustellen und bietet mit der unerwarteten Hilfe (dazu kommen wir gleich) einen unerwarteten Ausweg für mehrere Aspekte an.

So kann L’Rell am Ende einen Punktsieg verbuchen, ihr Gesicht wahren und die verschiedenen Häuser stärker als bisher denkbar war hinter sich vereinen, muss dafür aber auf ihren Geliebten und ihr Baby verzichten. Sie geht bei der finalen Ansprache an ihr Volk durchaus geschickt vor: Durch die veränderte Bezeichnung bringt sie ihre Rolle auf eine sehr stark emotionale Ebene. Sie ist nicht irgendeine Kanzlerin, an der man zweifeln kann, sondern sie ist die Mutter aller Klingonen, die ihr eigenes Baby verlor und ihren Geliebten opferte, weil er nicht von reiner Herkunft war. Clever, clever und mehr als ein Gruß an die Serie Game of Thrones. Das sollte der guten Frau in jedem Fall eine Weile Ruhe verschaffen.

Was soll ich sagen? Wenn schon Klingonen, dann bitte so. Da aber für den Moment alles rund um L’Rell geklärt scheint und Tyler/Voq neue Wege geht, besteht zeitnah vermutlich nicht allzu viel Notwendigkeit, in die Welt der Krieger und ihrer Mutter zurückzukehren. Und das ist trotz der Stärke dieser Episode eine gute Nachricht für den Klingonen-Muffel in mir.

Groovy, fancy, Section 31!

Kommen wir nun aber noch zur erwähnten Hilfe von außen. Pike hatte ja bereits erfahren, dass die Sternenflotte „gewisse Leute“ auf die Sache angesetzt habe. Bei diesen handelt es sich vermutlich um Sektion 31, die nun auch L’Rell und Tyler zur Hilfe eilen. Georgiou verschafft sich einen fraglos coolen Auftritt und man merkt Michelle Yeoh den Spaß an der Figur an. Durch ihr Eingreifen kann Kol-Sha besiegt werden und sie sorgte dafür, dass L’Rell die Köpfe von Tyler und den ihres Babys präsentieren und sich zur Mutter aller Klingonen ausrufen kann (eine gewisse Heldin aus Westeros lässt an dieser Stelle nochmal schön grüßen). Sektion 31 wird in diesem Zusammenhang als Feuerwehr skizziert, die immer dann auf den Plan tritt, wenn die Sternenflotte lieber nicht offiziell intervenieren sollte. Georgiou bezeichnet sich überheblich sogar als Sicherheitsberaterin der Sternenflotte, was nicht so recht ins Bild passt, aber für den Moment als reiner Spruch stehenbleiben kann.

Am Ende sehen wir sogar noch Georgious und Lelands Schiff, das wirklich eine Menge hermacht. Tyler, der natürlich überlebt hat, wird dann auch direkt eingeladen, dem wilden Haufen an Freaks (wie Georgiou sie selbst nennt) beizutreten. Man darf darauf wetten, dass sich hier ein neues Dreamteam gefunden hat.

Doch sollte man bei all dem auch folgendes nicht vergessen: Sektion 31 war in Star Trek: Deep Space Nine und Star Trek: Enterprise eine streng geheime Organisation, die vollkommen losgelöst von der Sternenflotte operierte. In Star Trek: Discovery wirkt es nun aber so, als wisse jeder über die Truppe Bescheid. Die schwarzen Abzeichen (die wie man sieht nur unnötige Fragen aufwerfen) tun ihr übriges. Wie dumm ist es für eine Geheimorganisation, sich derartig zu outen? Hier scheint es zudem so zu sein, dass die Sektion 31 eher zur Sternenflotte gehört und sozusagen ein nicht ganz offizieller Geheimdienstarm ist. Ob man sich mit dieser Zeichnung einen Gefallen tut, bleibt abzuwarten. Doch muss ich zugeben, dass ich den bereits bekannten Status Quo deutlich lieber gesehen hätte. Auch dramaturgisch hätte das nach meinem Dafürhalten mehr Möglichkeiten eröffnet und Sinn ergeben. Doch warten wir die weitere Entwicklung ab.

Ich muss schon zugeben: So albern ich die schwarzen Abzeichen und die genannten Storyentscheidungen immer noch finde, so cool ist das Schiff und der Style, den Leland und Georgiou an den Tag legen. Gemeinsam mit dem famosen Shazad Latif als Tyler bietet sich hier das Potenzial für einen sehr unterhaltsamen und abgedrehten Handlungsstrang und wie wir bereits wissen ja auch für eine ganze Serie. Auch wenn ich es nicht vermutet hätte: Ich bin bereit für mehr Sektion 31!

The big picture

All diese kleinen Brandherde lassen die Episode rein inhaltlich fraglos eher wie einen Flickenteppich erscheinen und nicht etwa wie eine kohärente Einzelepisode. Dafür stimmt aber die Emotionalität und schlägt eine Brücke zwischen allen Teilen. Besser hat die Serie bisher den seriellen Aspekt des Erzählens vermutlich noch gar nicht hinbekommen. Respekt!

Einige Beobachtungen

In bester Tradition vieler Figuren stellt der Darsteller von Kol, Kenneth Mitchell, hier nun seinen eigenen Vater Kol-Sha dar – und muss erneut sterben.

Die Brückencrew wird erneut nicht vergessen. Die Szene, in der alle zu Wort kommen, wirkt dabei aber fast schon übertrieben strukturiert, da sich fünf Offiziere den Text exakt aufteilen und die Information schön der Reihe nach vorbringen. Vielleicht sitzen sie in der Kaffeepause ja regelmäßig zusammen und besprechen, wer wann wie beginnen und wer dann was danach erzählen darf.

Das Make-up von L’Rell wurde wirklich stark überarbeitet. Zusammen mit den Haaren ist auf diese Weise rein visuell fast eine andere Figur entstanden. Weniger ist mehr?

Das Haarwuchs- und Bartwuchsmittel der Klingonen muss bombastisch funktionieren. Vielleicht sollten die Orioner sich das Patent besorgen und den Quadranten damit beliefern. Der Grund warum ich das erwähne ist natürlich, weil in der Kürze der verstrichenen Zeit solche Haarlängen schon überraschend sind. Oder wachsen Klingonenhaare von Natur aus schnell? Klingonenexeperten vor! Das Thema der nun wieder behaarten Klingonen (die sich in Kriegszeiten kahlscheren) wird derweil in einem knappen Nebensatz abgehandelt.

Doch beließ man es nicht bei den Äußerlichkeiten der Spezies, wenn es um die Überarbeitungen geht. Auch zeigte man zumindest die Holo-Simulation eines nagelneuen D7-Schlachtkreuzers, der viel Ähnlichkeit mit der aus der Originalserie bekannten Bauart aufweist. Damit korrigierte man sogleich auch noch den Faux-Pas aus der ersten Staffel, als ein vollkommen anders aussehendes Schiff als D7-Kreuzer bezeichnet wurde. Auch in Sachen Untertitel ist der Kurswechsel nun vollzogen und man erspart uns das Lesen der Texte und lässt die Schauspieler Texte sagen, die diesen auch etwas sagen. Ein deutliches Plus für die Dramaturgie!

Haben die Produzenten wirklich das pinke Blut wieder ausgepackt?

Der abgetrennte Kopf des Babys war für meinen Geschmack weit über die Geschmacksgrenze. Die Information, dass es angeblich zu Tode gekommen ist, hätte vollkommen ausgereicht.

Pike ist wie es scheint ein Traditionalist. Er verwendet für Gespräche lieber einen Sichtschirm statt Hologramme. Burnham und Tyler hingegen verwenden wie auch L’Rell und Kol-Sha die coolere Technik. Doch zurück zu Pike: Dieser wurde in dieser Episode erstmals sehr reduziert eingesetzt und wirkte somit eher wie eine Nebenfigur, was man zuvor zweimal ganz anders praktiziert hatte. Dies ist jedoch keine Kritik, nur eine Beobachtung.

Von der in der ersten Episode geretteten Jett Reno (Tig Notaro) fehlt erneut jede Spur, was nicht besonders virtuos ist. Man hätte sie doch einfach mal in einer Nebenhandlung zeigen können, wie sich an das Leben an Bord gewöhnt, oder?

Nachdem er bisher nur in einer Bonusszene auftauchen durfte, ist dies nun die erste richtige Szene mit Leland (Alan Van Sprang) als eine Art Anführer der Truppe der Sektion 31. Er spricht übrigens von „Control“ – um wen mag es sich dabei handeln?  

Neue Fragen für den Rest der Staffel

Werden wir das Baby von Tyler/Voq und L’Rell wiedersehen?

Warum hat Spock den Roten Engel schon als Kind gesehen? Warum hat er ihm geholfen, Michael zu finden?

Was hat Michael Spock Furchtbares angetan, dass er sie auf diese Weise aus seinem Leben verbannt hat?

Hat Spock wirklich Ärzte umgebracht? Wann wird Amanda ihn finden? Und wo?

Technisch betrachtet

Die technische Umsetzung darf man erneut in jeder Hinsicht als exzellent bezeichnen. Das gilt sowohl für den verspielten Score, die Effekte der klingonischen Heimatwelt, die Kulissen, das Baby oder auch die Choreographie der Kampfszene. Ein besonderes Highlight stellte am Ende dann noch die Brücke des Schiffes der Sektion 31 dar. Man darf sich auf eine Serie in diesem Setting definitiv freuen!

Regie führte ein weiteres Mal Olatunde Osunsanmi. Er war im ersten Jahr für The Butcher´s Knife Cares Not for the Lamb´s Cry (Sprung) und What´s Past is Prologue (Auftakt zur Vergangenheit) verantwortlich gewesen. An dieser Front gibt es ebenfalls nichts zu bemängeln, der Mann versteht sein Handwerk und ist offenbar auch in der Lage, beste Leistungen aus den Darstellerinnen und Darstellern herauszuholen.

Story und Drehbuch flossen erstmals aus der Feder von Andrew Colville. Ihm gelingt es, verschiedene Handlungsstränge auf der emotionalen Ebene zu packen und zu verbinden. Dabei leuchtet er geschickt die Figuren aus, erinnert uns an Vergangenes und sortiert einige Aspekte neu. Ein starkes Debüt!

Die Frau des Rezensenten

Beim Auftritt von Georgiou hatte sie zunächst böse Assoziationen zu Kosh aus Babylon 5. Da die Ex-Imperatorin jedoch nicht rollte, war sie schnell wieder beruhigt. Ansonsten fühlte sie sich emotional nicht abgeholt, sie vermisste Identifikationsfiguren und wird vom undefinierten Gefühl verfolgt, dass die Autoren ihre Hauptgeschichte mit zu wenig Nachdruck erzählen.

Gib dem Kind einen Namen

Point of Light: Im Song von Randy Travis geht es darum, das Richtige zu tun und dieses anzupreisen. Dadurch würde man im übertragenden Sinne der „Lichtpunkt“ werden. Ob es ein Zufall ist, dass die sieben Signale genaugenommen auch Lichtpunkte sind?

Doch ist der Titel eigentlich ein Zitat aus der Episode Rightful Heir (Der rechtmäßige Erbe) aus Star Trek: The Next Generation. Dort sagt Kahless: “I will go now to Sto-Vo-Kor. But I promise one day I will return. Look for me there, on that point of light.“ Der Lichtpunkt war in diesem Fall das Kloster Boreth, wo Tyler am Ende sein Baby hinbringt. Hier wurde definitiv alles ausgereizt, was der Kanon hergibt.

Was die Autoren aber vermutlich im Subtext ebenfalls meinen, sind die vielen Momente der Klarheit, die die Episode den Figuren bietet. L’Rell versteht ihre Rolle und die Notwendigkeiten, Tyler begreift, wo sein Platz nicht ist und ab sofort sein könnte, Tilly darf sich angesichts der Enthüllung rund um die grüne Spore entspannen und Michael setzt mit Amanda weitere Puzzleteile zusammen. Ein hübscher, vielschichtiger Titel.

Fazit

Erstaunlich, aber wahr: Die sprunghafteste Episode der bisherigen Staffel reisst emotional mit, bietet endlich eine starke Klingonen-Geschichte, sorgt sich um die beteiligten Figuren, ihre Geschichten und Motivationen, lässt die Rahmengeschichte dabei nicht aus den Augen sowie alle Figuren zu ihrem Recht kommen und setzt obendrauf noch einen überraschenden und spannenden Deckel, der uns bestimmt noch beschäftigen wird. Das macht das Gesamt- zwar nicht zu einem Kunstwerk, aber ganz sicher zu einer unterhaltsamen, aufregenden und kurzweiligen Dreiviertelstunde, die verschiedene Altlasten aus dem Weg räumt und zu den besseren der bisherigen Serie gehört.

Bewertung: Drei blasse Tyler-Köpfe (und eine süße, grüne Spore)

Star Trek

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Autor, Journalist & SYFY-Experte Björn Sülter nimmt euch mit auf eine Zeitreise durch über 50 Jahre, erzählt die Geschichten hinter den Kulissen und beleuchtet Stärken, Schwächen und Dramen aller Serien und Filme seit 1966! Angefangen mit den Abenteuern des Captain Kirk über Picard, Sisko, Janeway und Archer hat sich Star Trek seit damals eine treue und engagierte Fanbase erarbeitet. Die erfolgreichen Reboot-Kinofilme des J. J. Abrams sorgen seit 2009 für ebenso viel Diskussionsstoff wie die jüngst gestartete Fernsehserie Star Trek: Discovery. So zeigt sich das Franchise somit immer noch topfit und durchlebt aktuell einen weiteren Frühling. Die Entstehung und der Verlauf jeder Serie und jedes Films wird dabei eingehend beleuchtet. Ein ausführlicher Teil befasst sich zudem mit den neuen Kinofilmen und Star Trek: Discovery.

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Über den Autor & Gastgeber von Planet Trek fm:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch "Es lebe Star Trek" ist im Oktober der Auftakt seiner Jugendbuchreihe "Ein Fall für die Patchwork Kids" erschienen. Im Dezember startete mit "Beyond Berlin" seine erste eigene Science-Fiction-Reihe.

Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage Sülters Sendepause mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.


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