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Kritik zu Star Trek: Picard 1.05 – "Stardust City Rag" ("Keine Gnade")

Die fünfte Episode schaltet direkt einige Gänge hoch und präsentiert einen wilden Mix aus Humor, Brutalität und Abgründen und führt das Trek-Franchise damit auch auf Abwege.

Picard Seven Quarks

von Björn Sülter

Weiter geht es mit der fünften Episode von Star Trek: Picard, die uns nach Freecloud und in die Vergangenheit von Seven of Nine entführt.

Hinweis: Die folgende Rezension enthält Spoiler.

Was passiert?

Die Crew der La Sirena bricht auf der Suche nach Bruce Maddox zu einer gewagten Mission nach Freecloud auf ...

Volle Fahrt voraus

Nachdem die ersten drei Episoden eine Art erstes Kapitel der Geschichte dargestellt hatten und man für die vierte Episode noch eine kleine Extrarunde drehte, um Elnor einzusammeln, geht es nun mit Vollgas voraus. In Stardust City Rag passiert eine ganze Menge. Schauen wir uns die Einzelteile mal genauer an.

Gefunden: Picards Horde entert Freecloud

Im Zentrum der Handlung steht der Abstecher nach Freecloud. Für diesen muss die Crew sich dem verrückten Treiben auf dem Planeten anpassen. In der Konsequenz bedeutet das: Picard spielt den Gauner mit Augenklappe, schrägem Outfit und schlechtem französischen Akzent, Rios trägt einen bunten Party-Fummel und Elnor eine ungebügelte Jacke. Mit Seven im Schlepptau (die typische Geschichte der vorgespielten Gefangenschaft) findet man schließlich Bruce Maddox. Das Treiben der Crew macht schon Spaß. Dennoch wirkt einiges aber auch deutlich überzogen. Insbesondere der wild chargierende Sir Patrick Stewart wandelt auf einem schmalen Grat zwischen Gut (lustig) und Böse (albern). Als Versuch einer kleinen Heist-Story kann man das Ganze aber fraglos durchwinken.

Rache: Seven räumt auf

Über Seven of Nine erfahren wir in einem weiteren Flashback zu Beginn der Episode, dass sie bei dem Versuch, Icheb (von der USS Voyager) aus einer Gefangenschaft zu befreien, letztlich genötigt war, ihn von seinen Qualen zu erlösen, die eine gewisse Bjayzl ihm zufügte, weil sie seine Borg-Teile ausschlachten wollte. Die ganze Szene dient dazu, Seven auf einen Weg der Rache zu führen, ihren Bruch mit der Sternenflotte und das Engagement für die Fenris Ranger zu erklären.

Das Gezeigte geriet ungewohnt gewalttätig und explizit, was zwar durchaus heutigen Sehgewohnheiten entspricht, aber die Frage aufwerfen sollte, ob das wirklich in jedem Format notwendig ist. Einerseits ist es nicht zwingend erforderlich, Trek im ewigen La-La-Land zu konservieren, andererseits muss aber die Abstumpfung der TV-Konsumenten nicht quer durch alle Genres und Formate immer weiter vorangetrieben werden.

Vermutlich legte man die Sache aber eben genau deswegen so drastisch an, damit Sevens Handlungen am Ende der Episode verständlicher würden. Sie kehrte nämlich nach der Rettung von Maddox mit von Picard geschenkten Waffen (!) auf die Oberfläche zurück und pustete Bjayzl ins Nirvana. Ein Akt purer Rache und Selbstjustiz über den man zumindest mal genauer nachdenken sollte; schließlich handelt es sich bei Seven um eine Helden- und Identifikationsfigur. Jeder muss letztlich für sich selbst und im Rahmen seines eigenen Kodex entscheiden, inwiefern ihre Tat akzeptabel ist.

Soap-Anfall: Mutter und Sohn

Ganz nebenbei erfahren wir auch noch, warum Raffi überhaupt nach Freecloud wollte. Ihr erwachsener Sohn und seine Frau erwarten ein Kind und befinden sich dort in einer Art Kinderwunschklinik. Raffi nutzt die Gelegenheit, ihren Sohn um Vergebung zu bitten und darüber zu berichten, dass sie inzwischen clean sei. Leider verläuft das Treffen jedoch nicht so erfreulich wie gehofft. Ihr Sohn hat offenbar kein Interesse an der Wiederaufnahme des Kontakts und weist seine Mutter barsch ab. Raffi trollt sich letzlich zurück auf die La Sirena und dürfte somit auch weiterhin an der Mission Picards teilnehmen.

Die Szenen wirken (wie zuletzt auch oft die Sequenzen auf dem Kubus) wie aus einer anderen Serie importiert, genauer gesagt aus einer klassischen Soap. Die Dialoge bewegen sich zwischen vorhersehbar und flach und wirkliche Emotionen kommen nicht auf. Warum man diesen Handlungsstrang derart komprimiert in einer ansonsten eher brutalen und bemüht spaßigen Episode verbraten musste, bleibt ein Geheimnis der Autoren.

Ferngesteuert: Agnes möchte das Richtige tun

In der Causa Agnes Jurati hatten viele Fans bereits vermutet, dass sie nicht (nur) aus eigenem Antrieb, sondern auf Weisung von Commodore Oh an Bord war. Ganz eindeutig ist ihre Position zwar noch nicht, wir erfahren aber zumindest, dass vermutlich beides stimmt. Jurati hatte eine Beziehung mit Maddox (was übrigens auch im Roman Die letzte und einzige Hoffnung thematisiert wird). Außerdem verdeutlichen ihre Aussagen, dass ihr irgendjemand (Oh?) Dinge gezeigt haben muss, die für sie so schrecklich waren, dass sie einen Mord an Ex-Lover Bruce Maddox als einzige Lösung ansah. Und so bringt die verhuschte, sympathische Agnes also den Mann um, den wir gerade erst gefunden haben und wird somit zur Mörderin. Zwar sehen wir ihre Gewissensbisse, die Sache an sich zieht sie aber offenbar dennoch durch. Willkommen im Club der Mörder auf der La Sirena (nach Elnor und Seven of Nine).

An dieser Stelle werden vermutlich einige Leser argumentieren, dass Elnor aus Notwehr handelte und Seven und Agnes "gute Gründe" hatten. Doch sollte man sich in allen drei Fällen zumindest genauer fragen, wie die Sache wirklich aussieht. Elnor hätte den romulanischen Ex-Senator in der vorigen Episode vermutlich auch anders ausschalten können als per Enthauptung von hinten. Und ob Rache/Selbstjustiz sowie ein irgendwie begründeter Mordauftrag vertretbare Gründe darstellen, führt uns wieder zu diesem mysteriösen Kodex. Doch dazu später noch mehr.

Zwischenfazit

Keine Frage: Diesmal passiert eine Menge. Maddox wird gefunden und verloren, Sevens Backstory beleuchtet und Raffis im Schnellverfahren abgehandelt. Obendrauf gibt es eine unterhaltsame Mission voller trekkiger Referenzen für die ganze Crew, einen Kurzbesuch aus der Franchise-Vergangenheit mit schlimmen Folgen (Icheb) und den Hinweis auf das Artefakt, welches man nun direkt ansteuern wird.

Der Spannungslevel ist hoch, die Produktionswerte stark und rein dramaturgisch befinden wir uns nun mittendrin in einer wilden Geschichte, deren Fortgang Interesse weckt. Doch wie sieht es mit dem Rest aus?

Seven Goodbye

Was ist Star Trek?

Star Trek ist seit 1966 eine Utopie. In der Grundkonzeption der Serie wollte uns Schöpfer Gene Roddenberry aufzeigen, wie die Menschheit über ihre kleinkarierten Kriege und Dispute hinausgewachsen ist und gemeinsam zu neuen Ufern aufbricht. In seiner Vorstellung war die Erde zum Paradies geworden. Daher reisten auf der USS Enterprise auch Amerikaner, Russen, Asiaten, Afrikaner und Europäer gemeinsam ins All und standen fest Seite an Seite. Probleme kamen in diesem Szenario immer nur von Außen, im Normalfall jedoch nicht von Innen. Ausnahmen (wie fehlgeleitete Admiräle) bestätigten die Regel. Das Gros der Menschheit jedoch lebte den Gedanken einer vereinten Erde und einer gemeinsamen Sternenflotte. Dieses Konzept verstärkte sich in den späteren Serien sogar noch, da dort (auch durch den Zeitgeist bedingt) die Cowboy-Diplomatie eines Kirk wegfiel und einer bedächtigeren, weitsichtigeren Vorgehensweise Platz machte.

Viele Menschen lassen sich seit über fünfzig Jahren von den Werten aus Star Trek inspirieren, viele haben durch Star Trek ihre Berufung gefunden und zitieren die verschiedenen Serien (insbesondere die Originalserie und TNG) bis heute als Grund für ihre Berufswahl oder Einstellung zum Leben. Der Tenor: Wir Menschen können irgendwann über uns hinauswachsen, die Zukunft ist lebenswert, es geht nur gemeinsam. In dieser Sichtweise ist jeder dafür verantwortlich, das Beste aus sich und seinem Leben zu machen und diesen Idealen zu folgen. Bei Roddenberry läuft all das unter dem Begriff Advanced Human, also genaugenommen dem Mensch 2.0, der wir irgendwann werden müssen und sollten.

Alles kaputt

Doch wie sieht das alles nun aktuell in Star Trek: Picard aus? An eine drastischere Sprache hat man sich selbst in Trek inzwischen vermutlich gewöhnt. Die in dieser Episode gezeigte Brutalität ist letztlich auch nichts, was man im TV nicht auch anderswo zu sehen bekommt und selbst in Star Trek gab es schon Splatter-Momente (man denke an den explodierenden Kopf aus Conspiracy/Die Verschwörung aus Star Trek: The Next Generation). Die heutigen Macher von Star Trek gehen mit diesen Themen schlicht dem Zeitgeist entsprechend um. Das muss dem geneigten Alt-Trekkie sicher nicht gefallen, es ist aber weder überraschend noch verwerflich.

Fragwürdiger sind da schon die inhaltlichen Entscheidungen. Wenn man die Mannschaft der La Sirena einmal genauer unter die Lupe nimmt, wird ein unschönes Muster deutlich. Dass Jean-Luc Picard eigentlich der Vorzeige-Advanced-Human á la Gene Roddenberry war, steht nicht zur Debatte. Dennoch hat er nun 14 Jahre hinter sich, in denen er erstens aufgegeben hat (ohne nach seiner Pensionierung andere Optionen zu verfolgen) und zweitens in Selbstmitleid badend eine Kollegin wie Raffi oder auch den Romulaner Elnor vergaß und im Stich ließ. Dieser Picard ist also nicht mehr der untadelige Mann, den wir kannten. Sollte es in der Serie darum gehen, dass er letztlich zu sich zurückfindet, wäre das sicher eine potente Geschichte, die man machen kann. Schon in Star Trek: First Contact (Star Trek: Der erste Kontakt) war der Captain kurzzeitig aus Rachegedanken auf Abwege geraten und musste von Lily Sloane wieder auf den rechten Weg argumentiert werden. Denken wir auch zurück an Star Trek: Deep Space Nine. Dort gab es bedingt durch den Krieg viele Momente, in denen Crewmitglieder Grauzonen betraten oder Grenzen übertraten. Dennoch fanden auch diese immer wieder in die Spur. Und in Star Trek: Discovery war es zuletzt Michael Burnham, die nach ihrer Meuterei beweisen musste, dass sie aus ihrem Fehler gelernt hatte. In diesen Vergleichen liegt jedoch auch ein relevanter Unterschied zu Star Trek: Picard.

Schauen wir uns dazu einmal die Crew um Picard an. Raffi hat sich 14 Jahre lang selbst bemitleidet, getrunken und Drogen konsumiert, da sie ihren Job und offenbar auch ihre Familie verlor. Rios hat dem Anschein nach aufgrund einer schiefgelaufenen Mission seinen Dienst quittiert und lässt sich nun als Lonesome Cowboy für allerlei (legale und illegale) Missionen bezahlen. Seine Hologramme verleihen ihm obendrein einen dezent narzisstischen Touch. Dr. Jurati ist zwar eine angesehene Kybernetikerin, wird jedoch offenbar durch das Einwirken von Commodore Oh zur Mörderin (!) an ihrem Ex-Freund Maddox. Seven of Nine schließlich lässt sich unbeirrbar von Rachegelüsten steuern und tötet Bjayzl (und diverse andere) kaltblütig. Elnor ist eine ausgebildete Tötungsmaschine und köpft vor Picards Augen einen romulanischen Ex-Senator.

Die Crew der La Sirena versammelt also Selbstmitleid, Narzissmus, Selbstjustiz, Mord, Selbstaufgabe, das im Stich lassen von Freunden und viele Lügen und Geheimnisse. Als Vorbild taugt von dieser Gruppe genaugenommen niemand mehr. Nun muss man wissen, dass die Weltsicht von Showrunner Michael Chabon eine andere ist, als die von Gene Roddenberry. Chabon glaubt nicht an den Advanced Human. Seiner Meinung nach werden wir immer unsere Fehler behalten. Das mag realistisch sein, entspricht aber eben überhaupt nicht dem Fundament, auf dem Star Trek errichtet wurde. Und selbst wenn wir akzeptieren, dass in einer modernen Form von Star Trek die Figuren auch in größerem Maße als früher fehlerbehaftet sind, muss es doch bitte nicht alle Hauptfiguren betreffen. Es ist alles immer eine Frage der Balance.

Denken wir wieder an DS9 und Siskos Versuche, die Romulaner durch einen Trick in den Krieg zu holen. Der Captain überschritt an dieser Stelle diverse rote Linien. Aus seinem Verhalten wurde jedoch auch überdeutlich, wie er mit seinen Entscheidungen kämpfte. Außerdem hatten wir neben ihm immer noch ausreichend moralische Instanzen (Bashir, Dax, Worf, O'Brien, Odo) an Bord, die uns an den rechten Weg erinnerten. So funktioniert der Spagat zwischen der Roddenberry-Utopie und einer realistischen Darstellung menschlichen Versagens im Einzelfall.

In der Classic-Serie und Star Trek: The Next Generation bestanden die Crews aus Advanced Humans, die im Weltall forschen und helfen wollten. In Star Trek: Deep Space Nine trafen wir auf Advanced Humans, die unter erheblichem Druck und in schwierigsten Zeiten die Ideale zu erhalten versuchten. In Star Trek: Voyager musste eine Crew von Advanced Humans in einem fernen Raumsektor eben diese Ideale unter Extrembedingungen bewahren. Star Trek: Enterprise präsentierte uns als Prequel dann eine Crew auf dem Weg dazu, Advanced Humans zu werden. Das Muster wird deutlich, oder?

In Star Trek: Picard sind nun irgendwie alle kaputt. Was sagt uns das über die Ideale, auf denen Star Trek basiert? Sind sie in den Augen der Macher endgültig irrelevant geworden? Es scheint fast so. Es sei denn, die Autoren wollten uns erst so weit in die Tiefe führen, um später dann noch irgendeine spannende Aussage zu treffen. Wir werden das abwarten müssen, sollten diese drastische Abkehr von den Trek-Werten aber auch im Auge behalten.

Eine Frage bleibt allerdings noch: Was sagt uns das alles über das viel kritisierte Star Trek: Discovery? Genau genommen muss man der Serie ein wenig Abbitte leisten. Mit Burnham, Stamets, Tilly, Culber, Saru (sowie auch Pike, Spock und Number One) haben wir es dort mit wunderbar positiven Figuren im besten Trek-Sinne zu tun, die forschen und lernen wollen und die die Ideale der Sternenflotte und der Föderation hochhalten. Man mag über die Qualität der Drehbücher bestimmt diskutieren, dennoch ist Star Trek: Discovery bisher definitiv Star Trek. Über Star Trek: Picard kann man das hingegen zur Zeit leider nur sehr bedingt sagen.

Maddox Bjayzl

Fun Facts & Easter Eggs

  • Quark scheint seine Bar zu einem Franchise ausgebaut zu haben. In jedem Fall gibt es sein Etablissement nun auch auf Freecloud.
  • Mr. Quark von Ferenginar wird auch namentlich erwähnt; ebenso die Breen.
  • Der Slogan "What is Yours is Ours" basiert vermutlich lose auf der Erwerbsregel Nummer #42 "What’s mine is mine — and what’s yours is mine too.".
  • Auch der Ex-Frisör der Enterprise D ist auf Freecloud mit Mr. Mot's Hair Emporium aktiv.
  • Als Seven beamt, ist kurz die Voyager-Titelmelodie zu hören.
  • Eines der Outfits von Bjayzl erinnert an eine Kellnerin aus Star Trek III: The Search for Spock (Star Trek III: Auf der Suche nach Mr. Spock).
  • Der Name Freecloud stammt von der B-Seite der Bowie-Platte Space Oddity. Dort gab es einen Song mit dem Titel Wild Eyed Boy From Freecloud. Ziggy Stardust ist übrigens auch ein Bowie-Song und stand somit für den Namen der Stadt Stardust City Pate. Bowie muss man einfach lieben!

Merkwürdigkeiten

  • Die Rolle des Icheb aus Star Trek: Voyager wurde für die kurze Szene zu Beginn neu besetzt. Manu Intiraymi hatte im vergangenen Jahr Anthony Rapp (Stamets aus Star Trek: Discovery) öffentlich stark kritisiert, nachdem dieser mit seinen Anschuldigungen gegenüber Kevin Spacey an die Öffentlichkeit gegangen war. Vielleicht ein Grund, warum man ihn nun nicht berücksichtigen wollte? Casey King übernahm die Rolle. Im Deutschen besetzte man erfreulicherweise wie früher Sebastian Schulz.
  • Ebenfalls die Rolle des Bruce Maddox aus Star Trek: The Next Generation besetzte man nicht mehr mit Brian Brophy (der heute ein Theater leitet), sondern mit John Ales. Hierbei sei jedoch gesagt, dass man den Unterschied kaum bemerkt. Ales macht seine Sache sehr gut. Auch die deutsche Synchronstimme wurde getauscht. Wilfried Herbst ist heute bereits 84 Jahre alt, sein Nachfolger Frank Schaff erst 54 Jahre alt, was selbstverständlich besser passt.
  • Wer hat sich den Namen "Vergessen" für den Planeten zu Beginn bloß ausgedacht?

Offene Fragen

  • Wie und wann wird Seven später wieder zur Crew der La Sirena stoßen?
  • Was erwartet Picard und Co auf dem Kubus?
  • Was hat Commodore Oh der guten Agnes Jurati gezeigt, dass sie es so sehr beeindruckt hat?
Freecloud City

Fazit

Stardust City Rag bringt die Handlung der Staffel deutlich voran und verleiht der Serie den nötigen Schwung für die zweite Hälfte. Vom reinen Unterhaltungswert liegt die Episode damit fraglos auf einem guten Level.

Betrachtet man die Entwicklungen jedoch unter dem Aspekt einer Star-Trek-Serie, forcieren die Macher inzwischen eine drastische Abkehr von allen bekannten Werten des Franchise. Den Grund dafür wird man uns entweder zu einem späteren Zeitpunkt noch erfolgreich erklären können, oder Star Trek: Picard dürfte in der Rückschau zu einer Serie werden, die endgültig nichts mehr mit dem zu tun hat, für was Star Trek einmal stand.

Noch stehen jedoch alle Türen offen. Final wird man die Geschehnisse frühstens nach Ansicht der nächsten fünf Episoden bewerten können.

Ausblick

Mitte nächster Woche folgt der Podcast Planet Trek fm zur fünften Episode. Gastgeber Björn Sülter begrüsst darin erneut spannende Gäste.

Ende kommende Woche geht es dann am Freitag weiter mit der sechsten Episode The Impossible Box und einer ausführlichen Rezension.

Rezensionen der anderen Folgen

Hier geht’s zur Rezension der Folgen 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8, 9 und 10

Star Trek Picard Header Cbs

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Autor, Journalist & SYFY-Experte Björn Sülter nimmt euch mit auf eine Zeitreise durch über 50 Jahre, erzählt die Geschichten hinter den Kulissen und beleuchtet Stärken, Schwächen und Dramen aller Serien und Filme seit 1966! Angefangen mit den Abenteuern des Captain Kirk über Picard, Sisko, Janeway und Archer hat sich Star Trek seit damals eine treue und engagierte Fanbase erarbeitet. Die erfolgreichen Reboot-Kinofilme des J. J. Abrams sorgen seit 2009 für ebenso viel Diskussionsstoff wie Star Trek: Discovery. So zeigt sich das Franchise somit immer noch topfit und durchlebt aktuell einen weiteren Frühling. Die Entstehung und der Verlauf jeder Serie und jedes Films wird dabei eingehend beleuchtet. Ein ausführlicher Teil befasst sich zudem mit den neuen Kinofilmen und Star Trek: Discovery.

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Über den Autor:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Verleger, Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch "Es lebe Star Trek" ist der Auftakt seiner Jugendbuchreihe "Ein Fall für die Patchwork Kids" erschienen. Dazu läuft mit "Beyond Berlin" seine erste eigene Science-Fiction-Reihe. Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.

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