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Marvel’s Spider-Man: Spidey meets Uncharted in einer Marvel-Zerstörungsorgie 


 

Marvel und Sony gehen neue Wege: Endlich wird mal nicht die Origin-Story erzählt vom kleinen Jungen, der keinen Plan hat wie man sich als Spider-Man zu verhalten hat. Die Geschichte des 2018er Spider-Man-Spiels setzt nach Homecoming und kurz vor The Avengers: Infinity War an - Spidey will autonom als Profi arbeiten, nicht als Teil der Avengers. Und sogar der Kingpin fragt ihn um Hilfe gegen Mr. Negative Martin Li. Klingt spannend und fühlt sich an wie ein Uncharted im Marvel-Universum.

 

 
 
 

Präsentiert von: Benjamin Kratsch


Flow. Gäbe es ein Wort, mit dem wir das 2018er Spider-Man-Spiel beschreiben müssten, es wäre perfekter Spielfluss. Es gibt keine Durchhänger, kaum Ruhepausen, Spidey ist immer auf Speed. Der Kampf hat diese Wucht und Geschwindigkeit der Batman-Games, City und Batman: Arkham Knight zählen sicherlich zu den besten Film-Lizenzumsetungen der letzten 10 Jahre. Doch weil Peter Parker nicht tötet und diesen Schwur anders als Ben Affleck in Batman vs. Superman: Dawn of Justice auch durchhält, müsst ihr stärker die Umgebung einbeziehen, ein bisschen kombinatorisch denken, mit der Physik spielen. Peters Spinnweben können auch ohne Iron-Man-Upgrade Marke Tony Stark wirklich alles: Fünf schwer bewaffnete Gangster stehen vor einem Stahlbalken, der an einem Kran pendelt. Einfach anvisieren, greifen, ziehen, schon küsst Stahl Kopf und die ersten Drei gehen zu Boden. Fluchs den Vierten anvisieren, auf den Kopf springen, seinen Partner per Spinnennetz anziehen, die beiden krachen zusammen und dürfen erstmal Sterne zählen.

 

Mehr als nur Comic: Das Physik-basierte Spinnensystem

So wurde Spidey geboren: SYFY trifft Marvel-Legende Stan Lee

 

Spannend: Die Spinnenfäden aus der rechten und linken Hand werden individuell voneinander abgefeuert, dadurch fühlt sich das Einwickeln von Gegnern sehr dynamisch und echt an. Zudem basiert das gesamte Spinnensystem auf Physik. Damit ihr als Spidey entspannt mit dem Kopf nach unten baumeln könnt, um die Lage zu sondieren, benötigt es zwei in sich verkreutzte Spinnenfäden. Das gilt auch für die Interaktion mit Gegenständen: Eine Abrissbirne etwa hat sehr viel Volumen und Gewicht. Um sie in Schwingung zu bringen, müsst ihr sie regelrecht einspinnen und dann den richtigen Winkel finden, um sie als Waffe zu missbrauchen. Damit ihr das schnell lernt, werden euch zu Beginn viele dieser Aufgaben gestellt: Während einer wilden Verfolgungsjagd - ihr zu Fuß, der Gegenspieler im Helikopter, kippt ein Kran um und rauscht in die Tiefe. Jetzt müsst ihr blitzschnell ein starkes Fangnetz zwischen vier Wolkenkratzern spannen, damit er nicht auf die Erde kracht mitten in den Verkehr Manhattans. Uns gefällt es gut, weil wir mehr mitdenken und insgesamt viel Handlungsspielraum haben. Es gibt zwar auch ein paar Quicktime-Events ähnlich wie in der Uncharted-Reihe und den großartigen letzten Teilen Uncharted 4 und Uncharted: The Lost Legacy, Spidey hinterlässt aber einen deutlich weniger linearen Eindruck als die Naughty-Dog-Kollegen. 

Die atmosphärische Wucht eines Marvel-Films
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Jeder Marvel-Film hat seine Büroraumszene: Spiegelndes Glas, edle Möbel, ein Raumschiff oder Superheld rauscht durch, Glas platzt in Slow-Motion, das komplette Stockwerk wird in Schutt und Asche geschossen. Genau diese Szenen haben wir auch im 2018er Spider-Man exklusiv für Playstation 4 erlebt: Als Spidey rennen wir die Wände hoch, schwingen uns durch das Gebäude, während ein Black Hawk mit seiner Minigun das gesamte Stockwerk in einen Schweizer Käse verwandelt. Sieht stark aus, Videospiele sind ja mittlerweile sehr, sehr nah dran an der Bildschärfe eines Marvel-Films. Besonders spannend ist dabei auch der neue Gegenspieler: Martin Li.  Li ist deshalb so spannend als Bösewicht, weil wir ihn aus den Comics nur in der einen oder der anderen Form kennen. Als Mensch und großzügiger Wohltäter, der ein Obdachlosenheim finanziert und betreibt. Oder als Mr. Negative, der über die Macht verfügt, negative Energie einzusetzen. Betroffene Personen durchleben dann ihre größten Ängste und Albträume.

Zudem erlaubt Entwickler Insomniac Games (Ratchet & Clank) dieser Griff nach vorne in der Karriere von Spider-Man ein paar spannende Story-Kniffe: Wilson „Kingpin“ Fisk war immer einer der Superschurken, die gegen Spidey kämpften. Der ist zum Zeitpunkt des 2018er Spider-Man-Spiels aber bereits im Knast und bittet gar darum, eine Allianz zu schließen. In der Demo retten wir sogar einer Menge von seinen Securities das Leben, als Lis Demons den Fisk Tower angreifen. Es handelt sich dabei um eine Gruppe trainierter Söldner, von denen einige übernatürliche Fähigkeiten haben. Und weil das Jahr 2017 ja auch das Jahr der Diversität ist, gibt’s neuerdings sogar einen farbigen Spider-Man namens Miles Morales in den neuen Ultimate-Fallout-Comics. Und dieser Miles schaut in der Demo zum Himmel, er scheint also auch eine Rolle zu spielen. Wird spannend, daher ein frommer Weihnachtswunsch Richtung Sony: Wir möchten gerne spielen!