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Resident Alien: Rückblick auf Episode 1.02 - Heimweh, Hass und Hinterhalt

Zur heutigen dritten Episode von Resident Alien auf SYFY blicken wir auf die zweite zurück und geben euch ein paar Informationen an die Hand.

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von Björn Sülter

Vor zwei Wochen startete auf SYFY die brandneue SF-Serie Resident Alien als deutsche TV-Premiere. Begleitend werden wir jede Woche auf die letzte Episode zurückblicken und euch auf die weiteren Abenteuer von Dr. Harry Vanderspeigle einstimmen.

Was war los?

In seiner ersten Woche in der Klinik und im neuen Job muss Dr. Harry Vanderspeigle erkennen, dass ein ganz bestimmter Teil der Menschlichkeit am schwierigsten zu verstehen ist: Emotionen! Nebenbei schlägt unser Undercover-Alien sich aber auch noch mit der einzigen Person in Patience herum, die sein wahres Ich erkennen kann: der kleine Max Hawthorne!

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Und wie war es so?

Nachdem unser Alien vergangene Woche mehr schlecht als recht in den menschlichen Alltag hineingestolpert ist, muss er diesmal versuchen, Fuß als Teil der menschlichen Gemeinschaft zu fassen. Im Vordergrund steht dabei natürlich seine Arbeit als Arzt, die er mit einigen Tricks und grenzwertiger Empathie meistert. Dabei war ihm sein erster Patient direkt aus dem Fenster gesprungen: Max, der Junge, der ihn als Alien erkennen kann! Schade nur, dass ihm niemand glaubt, nicht mal seine Eltern, Vater Ben, immerhin Bürgermeister von Patience, und Kate.

Zwischen Büro, Bowling, Hunger und Mordplänen kommt in jedem Fall keine Langeweile auf. Zu sehr ist man damit beschäftigt, Harrys Eskapaden im Blick zu behalten, das Minenspiel von Alan Tudyk zu feiern und all die anderen Figuren kennen zu lernen und lieb zu gewinnen.

Eine spannende Frage, die mit der zweiten Episode langsam auftaucht lautet noch: Was genau hat das Alien eigentlich gemacht, um so stark die Auswirkungen des Menschseins zu spüren? Genaugenommen morpht er doch nur in diese Form wie einst Odo auf Deep Space Nine. Seine innere Struktur dürfte das nicht verändern, einzig sein Äußeres. Er ist schließlich nicht wie die Schabe in den Edgar-Haut-Anzug geschlüpft. Oder hat er die DNA des echten Arztes in irgendeiner Form aufgenommen um diese Form besser annehmen zu können? Und sorgt das für seine Erfahrungen? Oder liegt es schlicht daran, dass er diese etwas fremde Form kontrollieren muss und sich damit so schwertut? Die Serie scheint sich um diese Frage ein wenig herumzuwinden, wir sollten das Ganze aber mal im Auge behalten.

In den Rückblenden erleben wir in jedem Fall weitere Versuche, den Arzt überzeugend darstellen zu können, nachdem es vergangene Episode ja bereits um das Sprechen lernen ging. All diese Szenen spielt Alan Tudyk grandios und verdeutlicht uns auch, welch Kraftakt für das Alien nötig war, überhaupt so menschlich agieren zu können; auch wenn Harry mit seinem Verhalten natürlich immer noch aus der Masse heraussticht.

Am Ende hält die Episode sogar noch einen gruseligen Cliffhanger bereit, der schon bald für einen neuen Fall für Mr. Law-and-Order sorgen könnte. Wie in den Comics würde man Harry damit immer etwas zu tun geben, das ihn vielleicht auch ein wenig von seinen Menschheits-Vernichtungsplänen ablenkt. Den Bewohnern von Patience und darüber hinaus wäre das definitiv zu wünschen!

Erneut hält die Episode mit den Verwicklungen um Harry und Max sowie den Geschichten der Nebenfiguren um Asta, ihren Vater, die Witwe des ehemaligen Arztes und einige andere das Gleichgewicht zwischen Comedy und Drama, wobei es in dieser Episode aber eine Vielzahl von treffenden Dialogen gibt, die in der Summe eher zur Spaßveranstaltung tendieren lassen. Das sei jedoch in vollem Umfang positiv zu verstehen: Resident Alien macht nämlich richtig Spaß!

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Fazit

Resident Alien gelingt mit der zweiten Episode das Kunststück, auf dem bereits starken Niveau des Pilotfilms aufzubauen und die Figuren sowie die Handlung gleich auf mehreren Ebenen voranzubringen. Die Bemühungen des Aliens, den kleinen Max zu töten, stehen dabei auf eine absurde Weise (wie auch der Plan zur Vernichtung der Menschheit) seinen Versuchen entgegen, möglichst angemessen zu agieren, Freundschaften zu schließen und sich in das neue Leben einzugliedern.

Während Alan Tudyk für seine Darstellung erneut einen Großteil des Lobes einheimsen darf, vergessen die Autoren aber auch nicht die anderen Figuren und sorgen weiter dafür, dass Patience sich nicht nur wie eine Bühne für die Absurditäten des Alltags eines Undercover Aliens anfühlt, sondern wie ein realer Ort, an dem es Probleme, Sorgen und Nöte gibt und Dinge passieren, die glaubhaft sind.

Bester Dialog

Harry erkennt das menschliche Dilemma: Die menschliche Form ist verwirrend. Ich empfinde oft eine starke, innere Leere. Wenn ich dann etwas esse, verschwindet diese Leere jedoch nicht.

FAKTEN

  • Deutscher Titel: Heimweh, Hass und Hinterhalt
  • Originaltitel: Homesick
  • Erstausstrahlung USA: Mittwoch, 3. Februar 2021
  • Erstausstrahlung Deutschland: Donnerstag, 15. April 2021
  • Autor: Chris Sheridan
  • Regisseur: Robert Duncan Mcneill (Tom Paris aus Star Trek: Voyager)

Die erste Staffel von Resident Alien läuft jeden Donnerstag um 20.15 Uhr als exklusive TV-Premiere auf SYFY mit jeweils einer neuen Folge pro Woche. Alle Folgen sind nach der jeweiligen Ausstrahlung auch auf Abruf verfügbar. Übrigens: Die zweite Staffel ist in den USA bereits bestellt worden. 

Wir von SYFY wünschen weiterhin galaktische Unterhaltung mit den zehn Episoden der ersten Staffel!

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