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Resident Alien: Rückblick auf Episode 1.10 - Planet der Menschen

Nach dem Ende der ersten Staffel von Resident Alien auf SYFY blicken wir auf die zehnte und vorerst letzte Episode zurück und geben euch ein paar Informationen an die Hand.

R A10

von Björn Sülter

Die letzten zehn Wochen lief auf SYFY die neue SF-Serie Resident Alien als deutsche TV-Premiere. Begleitend blicken wir jede Woche auf die letzte Episode zurück.

Was war los?

Harry plant den finalen Schlag gegen die Menschheit, wird jedoch von Pizza und den Gefühlen zu Asta abgelenkt. Während die Agenten ihm weiter auf der Spur sind, beweisen sich das Bügermeister-Paar als schlagkräftig, Jay findet in D´arcy eine neue Vertraute und Asta muss einige Kränkungen verdauen ...

Resident Alien S01 Epi01 0253 (1)

Und wie war es so?

Wie zu erwarten war, geht es in der letzten Dreiviertelstunde der ersten Staffel noch einmal rund. Dabei bemüht sich Serienchef Chris Sheridan merklich, alles zusammenzuführen, was in den vorigen neun Episoden aufgeworfen wurde; mit gemischtem Erfolg.

Sheriff Mike und Deputy Liv dürfen nach der Versöhnung wieder gemeinsam ermitteln (wobei insbesondere der Sheriff aber erneut keine sehr sympathische Figur abgibt) und am Ende sogar einen besonderen Moment teilen, als Liv die neue Kaffeemaschine entdeckt (bei der es sich um wirklich dreistes Product Placement handelt). Damit, dass ihr Boss diese Geste der Wertschätzung zeigt (und als solche sieht Liv die Anschaffung), dürfte das Verhältnis der beiden endgültig auf dem richtigen Weg sein. Vielleicht ist an dieser Front im zweiten Jahr sogar mehr zu erwarten als reine Kollegialität?

Auch das Bürgermeister-Paar findet auf eine überraschende Weise zusammen, als sie die Eindringlinge von McCallister gemeinsam (und durchaus brutal) in die Flucht schlagen und dadurch ihre gegenseitige Anziehung wiederfinden. Die Art der Inszenierung gepaart mit der Musikuntermalung ist an dieser Stelle großartig!

Jays Verwirrung bezüglich ihrer "neuen" Mutter Asta wird ebenfalls nochmal thematisiert. Wir erkennen, dass es zwischen den beiden noch ein weiter Weg ist, erleben aber dafür eine sich entwickelnde Freundschaft zu D`arcy, die ihrerseits mit ihren Beobachtungen in Harrys Keller hadert, weil ihr niemand glaubt. Die Kombination der beiden ist durchaus interessant, die Szene, in der Jay ihren echten Vater Jimmy konfrontiert, aber leider vollkommen fehlgeleitet aufgelöst. Es ist zwar absolut richtig und nachvollziehbar, wie deutlich sie ihn auf seine Verfehlungen gegenüber Asta hinweist, und auch, dass sie direkt eine klare Grenze zieht. Die Aktion mit dem Auto, bei der wir nur den Aufprall auf einen anderen Wagen an der Kreuzung hören, fällt aber in den Bereich hirnrissig. Schließlich hätten D`arcy und Jay damit Unschuldige umbringen oder schwer verletzen können. Was soll das? Wem hilft das?

Schließlich dreht sich aber alles um Harry und die Frage, ob er seine Mission noch ausführen will. Zunächst redet er sich aus dem Off ein, felsenfest davon überzeugt zu sein, geht aber noch eine Pizza essen und versorgt sich für die Tage nach der Apokalypse. Er schindet Zeit. Dann muss er sich Astas Anschuldigungen erwehren und erstmals echte Gefühle von Verzweiflung fühlen. An diesem Punkt beschließt er, dass die Erde doch nicht so toll ist, was natürlich rein inhaltlich den kleinstmöglichen Nenner für eine Entscheidung dieser Tragweite darstellt. Sie liebt mich, ich mache es nicht, sie liebt mich nicht, ich töte alle. Na gut.

Im letzten Drittel der Episode passieren dann auch einige Dinge, die nicht gut vorbereitet wurden. Harry dringt problemlos in den Hangar ein, um sein Raumschiff zu holen, Asta und Max tauchen scheinbar aus dem Nichts auf, Asta schwenkt auf freundschaftliche Gefühle zurück (wobei unklar ist, ob sie Harry vielleicht nur manipuliert) und dieser sagt deswegen die Vernichtung der Menschheit ab, lässt den Sprengsatz im All detonieren und will just auf seinen Planeten zurückkehren. Wenn da nicht Max mit im Fluggerät sitzen würde ... Wie er mit seinem blinden Passagier umgeht, wohin der Weg führt und was uns in Patience noch erwartet, dass muss die zweite Staffel der Serie klären. Wir dürfen uns darauf freuen!

Fazit

Die Serie verabschiedet sich rasant und bietet zum Schluss nochmal einige Stärken auf, die sich über zehn Episoden bereits entwickeln konnten. Dabei muss man es der Umsicht der Macher zuschreiben, dass dieser Abschluss sogar als Serienende funktioniert hätte, nun aber ebenfalls die Tür für die geplante Fortsetzung öffnet.

Wenn auch Harrys Sinneswandel ein wenig zu plötzlich kommt und einige Teilaspekte der Story nicht komplett überzeugen können, bildet die letzte Episode unter der gekonnten Regie von Robert Duncan McNeill doch eine runde Zusammenführung aller Handlungsstränge und hat dabei derart großartige Momente zu bieten, dass es in der Summe nicht viel zu meckern gibt. Resident Alien ist für weitere Staffeln herzlich in der SF-Landschaft willkommen!

Bester Dialog

Harry scheint sicher: Alle müssen sterben.

FAKTEN

  • Deutscher Titel: Planet der Menschen
  • Originaltitel: Heroes of Patience
  • Erstausstrahlung USA: Mittwoch, 31. März 2021
  • Erstausstrahlung Deutschland: Donnerstag, 10. Juni 2021
  • Autor: Chris Sheridan
  • Regisseur: Robert Duncan McNeill

Alle Folgen sind auch weiterhin auf Abruf verfügbar. Übrigens: Die zweite Staffel ist in den USA bereits bestellt worden. 

Wir von SYFY danken allen Zuschauern und Lesern für das Interesse an der Serie und diesen begleitenden Rezensionen.

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