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Rocket-League-Stars im Portrait: Mark „Markydooda“ Exton. Ein Schotte ohne Schottenrock, aber mit nerdigen Eltern, die seinen Beruf lieben 


Mark „Markydooda“ Exton ist nicht nur der größte Rocket-League-Star Schottlands, er ist auch ein ziemlich cool Typ: Sportlich, braun gebrannt, ein Athlet für die Kamera. Und seine Eltern finden auch richtig gut, was er macht. Er stammt nämlich, wie er selbst sagt, aus einer sehr netten, sehr nerdigen Familie…

Präsentiert von: Benjamin Kratsch


„Ich komme aus einer sehr nerdigen Familie, meine Eltern lieben Rocket League", erzählt Mark "Markydooda" Exton, Schottlands berühmtester Rocket-League-Star. "Das ist sicherlich relativ selten: Mein Dad ist Software-Ingenieur und auch wenn meine Mama eher Sims spielt, haben sie von Anfang an meinen Traum unterstützt. Professionell Videogames zu spielen ist durchaus riskant, es kann immer schnell vorbei sein. Aber ich lebe meinen Traum, verdiene ganz okay, bin glücklich. Und ich schätze das ist ihnen wichtig - auch wenn meine Oma noch immer nicht versteht, was ich da eigentlich mache (er lacht)."

Rocket League bringt richtige Profis hervor


Während etwa Counter-Strike bereits seit 1999 am Markt ist, also satte 18 Jahre, gibt es Rocket League erst seit dem 07. Juli 2015. Und auch wenn „Markydooda“ sich nach dem nächsten Titel sehnt und etwas traurig erzählt, dass 2017 nicht so perfekt gelaufen sei für sein Team, kann sich sein Trophäenschrank durchaus sehen lassen und auch die gewonnenen Preisgelder: 16.666 US-Dollar gab es für den ersten Platz im Jahr 2016 in der RLCS Season 2, 6.666 für den Sieg der Dreamhack Summer 2017. Insgesamt hat der Schotte rund 47.000 US-Dollar in 31 Turnieren gewonnen, zuzüglich Gehalt lässt es sich davon ganz gut leben im traumhaft schönen Edinburgh.
Das noch immer viele Burgen und Festungen beheimatet, von denen Mark ein großer Fan ist. „Es ist eine traumhaft schöne, sehr historische Stadt - und das Internet ist viel schneller als bei meinen Eltern (er lacht).“

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„Es gab da ein Rocket-League-Turnier mit 75.000 Pfund und ich hatte keine Lust auf die Uni“

„2015 habe ich noch in Glasgow gewohnt und studiert. Das war irgendwie nicht meine Welt. Ein Freund meinte zu mir: „Hey, da gibt’s ein Rocket-League-Turnier, wo man 75.000 abräumen kann. Bock mitzukommen?“ Ich war zu dem Zeitpunkt bereits relativ gut, also klar war ich dabei. Ich habe dort die Jungs von FlipSid3 Tactic kennengelernt. Wir wurden Zweiter, nur iBuyPower war besser und gewann Season 1. Der Preispool war kleiner als heute, aber 11.000 US-Dollar sind viel Geld für ein paar Jungs, da hat schon jeder einen hübschen Betrag mitnehmen können. Ich habe dann meine Eltern gefragt, ob ich nicht Profi werden könnte. Sie waren einverstanden. Season 2 konnten wir dann direkt gewinnen. 

„Der Fußball hat mir geholfen Rocket League besser zu verstehen“

„Fitness ist extrem wichtig für Rocket League und generell eSports. Wir spielen mitunter sehr lange Turniere und gegen bis zu fünf oder mehr Teams pro Tag, muss also mental, aber auch physisch voll da sein.“ Mark spielt seit seiner Kindheit Fußball und hält Edinburg City die Treue, die in der schottischen Premier-League spielen, aber bei Weitem nicht das Renommee der ganz Großen wie dem Celtic F.C. genießen. Der Fußball half ihm auch sich stärker als Athlet zu positionieren und professioneller zu agieren: „Nach Season 2 fühlte ich mich unbesiegbar, war sicherlich oft etwas zu direkt in Interviews, kam durchaus arrogant rüber. Ich habe dann Fußballstars studiert, wie respektvoll sie mit ihren Gegnern umgegangen sind und wie stark für sie der Teamgedanke manifestiert ist - sie sprechen immer vom „Wir“, nie vom „Ich“. Rocket League lebt vom Teamplay, Gale Force ist aktuell die Nummer 1, weil sie perfekt harmonieren.“ 

 

 
 
 

Tags: Universal Open Rocket League