News | 23 Tage

Santa Graus: Die 5 gruseligsten & coolsten Weihnachtshorrorfilme

Wenn die Tage immer kürzer werden, allwöchentlich eine weitere Kerze auf dem Adventskranz brennt und der Weihnachtsbaum bereits vorbestellt ist … dann beginnen alljährlich zahlreiche Horror-Fans, gleich dem berühmten Grinch mit den Augen zu rollen und sich nach wenigstens einem kleinen Grusel-Anteil in der besinnlichsten aller beschaulichen Zeiten des Jahres zu sehnen. Wir haben die ultimativen Tipps für euch!

Gremlins Horrorfilm 1280x720

von Thorsten Walch

Glücklicherweise hält der Filmmarkt neben Drei Haselnüsse für Aschenbrödel und Der kleine Lord auch für die Freunde des Unheimlichen (mehr oder weniger) festlich-feiertägliche Unterhaltung bereit. Werfen wir nachfolgend also einen kleinen Blick auf die fünf gruseligsten und/oder coolsten Weihnachtshorrorfilme. Wie immer bei solchen Listen gilt: Die Geschmäcker sind verschieden, und (in Abwandlung des bekannten Sprichwortes): Was dem einen sein Werwolf, ist dem anderen sein Zombie.

Stille Nacht, Horror Nacht (1984)

Wenn es einen Weihnachts-Horrorklassiker gibt, der das Prädikat »Böses Ding« verdient hätte, dann ist es dieser 1984 vom einstigen Showrunner (!!) der Familienserie Der Mann in den Bergen (!!!, 1977 bis 1978), Charles E. Sellier inszenierte noch immer wüste Slasherkracher. Robert Brian Wilson (später vorwiegend in TV-Soap Operas wie California Clan zu sehen) gibt den jungen Billy Chapman, der als kleiner Junge nach apokalyptischen Prophezeiungen seines dementen Großvaters mitansehen musste, wie seine Eltern am Weihnachtsabend von einem Killer im Santa-Claus-Kostüm auf bestialische Weise umgebracht wurden. Seine anschließende freudlose Kindheit verbrachte er in einem Waisenhaus unter der Fuchtel der fanatischen und strengen Mutter Oberin (Lilyan Chauvin) und entwickelte, in der Natur der Sache liegend, eine tiefe Abneigung gegen das Weihnachtsfest im Allgemeinen und den Weihnachtsmann im ganz Speziellen, was auch der Waisenhaus-Santa zu spüren bekommt.

Zehn Jahre später verlässt der mittlerweile 18-jährige Billy das Waisenhaus und arbeitet im Lager eines großen Spielwarenladens. Hier verliebt er sich in seine Kollegin Pamela (Toni Nero) und es scheint, als könne er die Schrecken seiner Vergangenheit überwinden. Weit gefehlt, wie Horrorfans sich an dieser Stelle natürlich längst denken können: Als sich der verpflichtete Weihnachtsmann verletzt, wird Billy von seinem Chef, dem profitgierigen Mr. Sims (Britt Leach) dazu gezwungen, für ihn einzuspringen und Bart und Mantel anzulegen. Keine Frage, dass dies Billy binnen kürzester Zeit immens triggert und er sehr schnell die Rute gegen diverse Messer und Hackebeile eintauscht. Nachdem er in dem Spielwarenladen aufgeräumt hat, wendet sich Billy dem Ort seiner Kindheitspein, dem Waisenhaus zu …

Natürlich – 80er-Jahre-Slasher haben in der heutigen Zeit bei weitem nicht mehr die Wirkung wie bei ihren Erstveröffentlichungen: Dafür ist das Blut einfach ZU rot und das Geschrei der Opfer ZU ausgedehnt, wo sie sich eigentlich nicht mehr rühren können sollten, und insgesamt ist das Szenario, das sich natürlich an berühmten damaligen Vorbildern wie etwa Jason Vorhees aus den Freitag-der-13te-Filmen orientiert, haltlos übertrieben. Aber genau das macht den Reiz von Uralt-Gesplattere wie dem im vorliegenden Film aus – wirklich ernst nehmen kann man das Ganze nicht und das lenkt ein wenig vom hier und da aufkommenden schlechten Gewissen ab, sich »so etwas« ausgerechnet in der friedvollen Weihnachtszeit anzusehen.

Obwohl Stille Nacht, Horror Nacht hierzulande für die VHS-Veröffentlichung um mehr als drei Minuten gekürzt wurde, folgte 1988 die Indizierung, die man erst satte 30 Jahre später Ende 2018 wieder aufhob. Seitdem ist der Film in seiner ungekürzten Version veröffentlicht von EuroVideo Medien GmbH wieder auf BluRay und DVD erhältlich. Stille Nacht, Horror Nacht erhielt drei Fortsetzungen, von denen jedoch keine qualitativ auch nur in die Nähe des Originals kommt.

A Christmas Horror Story (2015)

In der verschneiten Kleinstadt Bailey Downs in Kanada (übrigens auch der Schauplatz der dreiteiligen, von Werwölfen handelnden Filmserie Ginger Snaps [2000 bis 2004]) sinniert der alternde Radiomoderator Dangerous Dan (Star-Trek-Urgestein William Shatner) bei verstärktem Eierpunsch während seiner Weihnachtssendung über das Fest der Liebe. Dabei kommt es zu vier überaus beunruhigenden Ereignissen, die Dan während seiner Sendung zugetragen werden. Im ersten davon brechen drei Jugendliche (Zoé De Grand Maison, Alex Ozerov und Shannon Kook) in ihre geschlossene frühere Schule ein, um eine Dokumentation über zwei fürchterliche Morde zu drehen, welche sich am letztjährigen Weihnachtsfest dort ereignet haben. Dass der übernatürliche Mörder (oder vielleicht gar eine Mörderin?) nach wie vor in dem alten Gemäuer umhergeht, versteht sich dabei eigentlich fast von selbst.

In der zweiten Geschichte wird einem Elternpaar (Oluniké Adeliyi, Adrian Holmes), das seinen Weihnachtsbaum kurzerhand auf einem Privatgelände stehlen will, ein giftiger Wechselbalg anstelle ihres kleinen Sohnes (Orion John) untergejubelt, der nach der Rückkehr ins heimisch-heimelige Wohnzimmer alles andere als artig ist… Geschichte drei erzählt von Familie Bauer (Amy Forsyth, Percy Hynes White, Jeff Clark, Michele Nolden), die beim heiligabendlichen Pflichtbesuch bei ihrer Erbtante (Corinna Conley) aus Unachtsamkeit eine kleine Statue des gehörnten Weihnachtsdämons Krampus zerstört, was die alte Dame ungeheuer aufbringt. Aus gutem Grund, denn es scheint, als rufe der Vorfall den monströsen Gesellen in höchsteigener Gestalt (Rob Archer) herbei… Geschichte vier schließlich erzählt davon, wie bei Santa Claus (George Buza) und seinen helfenden Elfen (unter anderem Korina Rothery, Jonathan H. Caines, Brad Bennett) am Nordpol eine Zombie-Seuche ausbricht, und der Weihnachtsmann muss in Rick-Grimes-Manier seine untoten Kumpelinen und Kumpels bekämpfen…

Klingt trashig? Oh ja, das ist es auch. Doch wie Kollege Reinhard Prahl schon öfter in seiner Kolumne hier bei SYFY aufzeigte, macht gerade Trash oftmals den allergrößten Spaß, und das nicht nur zur Weihnachtszeit. Mit Grant Harvey, Steven Hoban und Brett Sullivan zeichneten gleich drei Regisseure für die unterschiedlichen Segmente des unabhängig produzierten Films verantwortlich, der nach seiner Premiere auf dem kanadischen Fantasia International Film Festival ab Herbst 2015 auch hierzulande auf DVD und BluRay veröffentlicht wurde.

Die Rahmenhandlung mit dem damals bereits 84-jährigen Captain-Kirk-Darsteller William Shatner wurde übrigens erst später zum Bestandteil des Drehbuches, nachdem die Produzenten den Altstar kennengelernt hatten. Dabei heraus kommt ein galliges, herrlich (un-) weihnachtliches Filmvergnügen, das mit einer überaus gekonnten Vermischung von Teenie-Horror (Geschichte Nummer 1), beklemmender Unheimlichkeit (Geschichte Nummer 2), gruseligem Legendenspuk (Geschichte Nummer 3) sowie haarsträubender slashiger Horror-Comedy zu punkten versteht und zu guter Letzt sogar mit einer zumindest für so manchen Zuschauer unerwarteten Abschlusspointe aufwarten kann. Oh Du Schreckliche!

Krampus (2015)

Aus dem gleichen Jahr wie der viertplatzierte Film auf dieser Liste stammt Numero Drei, allerdings kam Krampus mit ungleich mehr Aufwand daher und war ab Dezember 2015 auch bei uns in den Kinos zu sehen. Die Geschichte beginnt bestens bekannt und vertraut: Familie Engel (Toni Collette, Adam Scott, Stefanie LaVie Owen, Emjay Anthony) begeht den Heiligen Abend zusammen mit der Großmutter (Krista Stadler) und verschiedenen Onkels, Tanten, Cousins und Cousinen (Allison Tolman, David Koechner, Conchata Ferrell, Lolo Owen usw.), und es kommt so, wie es bei so vielen Weihnachten auf der ganzen Welt alljährlich kommt: Statt Harmonie gibt es recht bald Gezänk zwischen den grundverschiedenen Familienmitgliedern. Als es auf unerklärliche Weise zu einem Stromausfall im Haus kommt, äußert die aus Österreich stammende Großmutter einen schlimmen Verdacht: Könnte das misslungene Weihnachtsfest möglicherweise auf das Konto des alpenländischen Weihnachtsdämons Krampus zurückgehen, der bereits einst die Eltern der älteren Dame mit sich genommen hat? Die Antwort auf diese Frage lässt nicht sehr lange auf sich warten, denn der gehörnte, mit Hufen bewehrte Weihnachtsalptraum wurde durch einen verhängnisvollen Zufall herbeigerufen…

Krampus von Regisseur Mike Dougherty kann mit einer unvergleichlichen Atmosphäre aufwarten, welche die Handlung trotz des neuzeitlichen modernen Settings an düstere alte Märchen aus der Kinderzeit erinnern lässt. Hinzu kommt, dass sich der Film über Strecken hinweg nicht wie das klassische Hollywood-Weihnachts (-Grusel-) Kino anfühlt, sondern in fast schon europäischem Stil inszeniert wurde, was sicherlich der Herkunft des titelgebenden Weihnachtsdämons geschuldet ist: Diesen kennt in einigen Gegenden Süddeutschlands und Österreichs jedes Kind, und vor einigen Jahren wurde er auch in den USA zu einer ausgesprochenen Modeerscheinung. Obwohl Krampus durchaus das eine oder andere Komödienelement enthält, gleitet der Film dabei jedoch niemals ins Alberne ab und behält die im Gegensatz zu anderen vergleichbaren Streifen angenehm leise Art. Unter anderem greift er zu einigen höchst ungewöhnlichen Stilmitteln, was ihm eine wohlig-gruselige Tiefe verleiht (mehr soll aus Gründen der Spannungserhaltung an dieser Stelle nicht dazu gesagt werden). Dass mit der Schauspielerin Krista Stadler eine waschechte Wienerin die Rolle der energischen Großmutter spielt, ist ein weiterer ausgesprochener Pluspunkt dieses angenehm leisen Weihnachtshorrorfilms.

Jessy: Die Treppe in den Tod (1974)

Sowohl als auch: Einer der ersten Weihnachtshorrorfilme und gleichzeitig einer der ersten Slasher-Filme überhaupt. Nicht wenige Horrorfans wollen diese Ehre John Carpenters Halloween von 1978 zuerkennen, doch Jessy: Die Treppe in den Tod (für spätere Veröffentlichungen häufig unter seinem Originaltitel herausgebracht) flimmerte vier Jahre früher über die Kinoleinwände, wenn auch anfangs nicht mit großem Erfolg; mittlerweile ist er jedoch zum Kultfilm avanciert. Eine Gruppe von College-Studentinnen (Olivia Hussey, Andrea Martin, Margot Kidder, Lynne Griffin) wird während ihrer Weihnachtsfeier in ihrem Wohnheim von einem anonymen Anrufer belästigt.

Als die jungen Frauen und ihre Hausmutter Mrs. MacHenry (Marian Waldman) das obszön-bösartige Gestöhne und Krakeelen aus dem Hörer nicht ernst nehmen und sich stattdessen darüber lustig machen, dringt der Mörder durch ein offenes Fenster ins Haus ein und versteckt sich auf dem Dachboden, von wo ausgehend er damit beginnt, die jungen Frauen zu ermorden und ihre Leichen anschließend zu verstecken. Erst als in einem nahegelegenen Park ebenfalls die Leiche einer jungen Frau gefunden wird, beginnt die Polizei unter Lt. Fuller (John Saxon), die Sache ernst zu nehmen…

Zu einem richtigen Slasher gehört – richtig geraten, Blut. Und Blut gibt es in Jessy: Die Treppe in den Tod zweifellos zu sehen. Allerdings bei Weitem nicht so viel davon wie in späteren Slasher-Streifen. Vielfach wird hier von Regisseur Bob Clark (der unter anderem neun Jahre später mit der quirligen Satire Fröhliche Weihnachten einen weiteren Festtagsfilm drehte, der allerdings nicht ins Horror-Genre gehört) diesbezüglich überaus minimalistisch gearbeitet – und davon profitiert der für heutige Verhältnisse zugegeben etwas angestaubt wirkende Streifen ungemein: Vieles von der dargestellten Gewalt wird kurzerhand in die Köpfe der Zuschauer verlegt, was dem gruseligen Szenario besondere Würze mitgibt.

Ein weiterer Pluspunkt (und ferner sehr ungewöhnlich für alle späteren Slasher-Filme mit ihren Michaels, Jasons und Freddys) erfährt man über den geheimnisvollen Killer außer seinem Namen Billy – nichts, ja, man bekommt ihn abgesehen von ein paar überaus dezenten Kameraschnipseln nicht einmal zu Gesicht. Horrorfans freilich wissen, dass er vom späteren TV-Star Nick Mancuso (bekannt als Stingray in der gleichnamigen Krimiserie) verkörpert wurde. Ansonsten gibt es weder eine Vorgeschichte über die ermordete Schwester, das Ertrinken im See oder erlittene Lynchjustiz, und auch das übernatürliche Element fehlt Billy voll und ganz, der einfach nur ein irrer Serienkiller ist – und solche Leute haben nun einmal in aller Regel keine einprägsamen Gesichter, wenn sie nicht gerade gefasst werden.

Dies änderte sich in gleich beiden Neuverfilmungen des Stoffes (***ACHTUNG SPOILER!!!***) von 2006 unter der Regie von Glen Morgan (hier wurden der durchgedrehte Billy Lenz [Robert Mann] und seine nicht weniger irre Schwester Agnes [Dean Friss] daraus) sowie 2019 unter der Blumhouse-Ägide von Sophia Takal, in der ein irrer College-Professor (Cary Elwes) und seine getreue Gefolgschaft (Brian McIntyre, Mark Neilson) hinter der Mordserie steckten. Beide Remakes sind für sich betrachtet höchst unterhaltsam für Freunde weihnachtlichen Horrors, können dem 1974er Original jedoch nicht das Wasser reichen.

Gremlins: Kleine Monster (1984)

Was dem durchschnittlichen Fernsehzuschauer das alljährliche Dinner For One zu Silvester ist, das ist dem Weihnachtshorror-Fan (und definitiv weit über diese Zielgruppe hinaus) das alljährliche Wiedersehen mit den kuschelig-süßen kleinen Gremlins…halt, hier liegt ganz klar eine schwere Verwechslung vor. Richtig, kuschelig-süß sind die Gremlins ganz sicherlich nicht: Das gilt lediglich für die ihnen zugrunde liegenden Mogwais. Erfinder Rand Peltzer (Hoyt Axton) aus der Kleinstadt Kingston Falls entdeckt während einer Geschäftsreise in der Vorweihnachtszeit im chinesischen Viertel einer Großstadt einen Kellerladen, der von dem mysteriösen alten Mr. Wing (Keye Luke) und seinem Enkel (John Louie) betrieben wird. Peltzer findet in dem Laden ein unbekanntes lebendes Kuscheltier, einen sogenannten Mogwai, den er auf der Stelle für seinen Teenie-Sohn Billy (Zach Galligan) zuhause als Weihnachtsgeschenk erwerben möchte. Der alte Asiate lehnt dies allerdings empört ab. Der Enkel des Ladenbesitzers jedoch folgt Peltzer auf die Straße und bringt ihm das Lebewesen, da er und sein Großvater in finanziellen Nöten sind. Der Junge spricht Peltzer drei Warnungen aus: Der Mogwai darf niemals grellem Sonnenlicht ausgesetzt werden, niemals nach Mitternacht gefüttert werden und er darf auf keinen Fall nass werden.

Peltzer verspricht, dies zu beachten und überreicht Billy zuhause sein neues Haustier. Es dauert jedoch nicht sehr lange, bis Billys Freund Pete (Corey Feldman) die Regel bricht und den Mogwai versehentlich mit Wasser übergießt. Dieser multipliziert sich daraufhin mehrfach, und die neuen Mogwais sind nicht so freundlich wie Gizmo, wie Billy seinen neuen kleinen Freund getauft hat. Als die Mogwais Billy mit einem Trick dazu bringen, sie nach Mitternacht zu füttern, bricht das Chaos in der Kleinstadt los: Alle von ihnen mit Ausnahme von Gizmo verwandeln sich in fürchterliche schuppenhäutige Mini-Monster unter Anführerschaft des diabolischen Stripe, die bald darauf Kingston Falls übernehmen und das Weihnachtsfest so gekonnt ruinieren, dass es dem Grinch Tränen der Rührung in die Augen treiben würde. Nachdem es zu mehreren Todesfällen gekommen ist, geht Billy zusammen mit seiner neuen Freundin Kate (Phoebe Cates) auf die Jagd nach den fiesen Gesellen…

Eigentlich braucht man die Handlung von Gremlins sicherlich kaum einem Leser dieser Seite zu erzählen: Der 1984 gestartete Streifen wurde einer der absoluten Filmhits des Jahres und seinem vergleichsweise geringen Budget in Höhe von 11 Millionen US-Dollar stand letztlich ein Einspielergebnis in Höhe von satten fast 213 Millionen Dollar gegenüber. Angesichts seiner ungemein witzigen und charmanten, teilweise aber auch ziemlich gorigen Machart verzeiht man dem Klassiker kleine Feinheiten gern wie beispielsweise die, dass das Licht in den Straßenszenen ganz eindeutig sommerlich anmutet und der meterhohe Schnee unverkennbar künstlicher Natur ist.

Ansonsten wurden die Gremlins bis heute anhaltender Kult, der jedes Jahr wieder in die Wohnzimmer der Welt zurückkehrt, wo man ihn mittlerweile schon längst nicht mehr nur auf silbernen Scheiben, sondern auch im Streaming anschauen kann. Und längst nicht nur Weihnachtshorrorfans ist angesichts der rüpelhaften Gesellen in einer Kinovorstellung von Walt Disney’s Klassiker Schneewittchen und die sieben Zwerge oder dem Besuch der städtischen Bar, bei der Drinks aus Eimern genossen und teilweise drei Zigaretten gleichzeitig gequalmt werden klar, dass ein nicht unerheblicher Reiz dieses alterslosen Klassikers darin liegt, dass er uns – den Konsumenten – in so gekonnter Art und Weise den Spiegel vorzuhalten versteht; was wir von dem Gezeigten nicht ohnehin bei passsenden Gelegenheiten selbst tun, das würden wir zumindest gern einmal machen. Und das bis zum krachigen Ende! Die vielfach teurere und gleichfalls recht erfolgreiche Fortsetzung, Gremlins 2: Die Rückkehr der kleinen Monster von 1990 (übrigens ohne den weihnachtlichen Bezug) kann wie in so vielen Fällen dem Original nicht das Wasser reichen.

Derart auf DVD, BluRay oder auch im VoD-Bereich ausgestattet sollte einem gelungenen Fest für alle diejenigen, die eine kleine Harmonie-Pause von all dem Lieben, Guten und Schönen brauchen, nichts mehr im Wege stehen. Dieses kann man danach ohnehin gleich auch wieder viel besser ertrag…äääh, genießen.

Wir von SYFY wünschen so oder so frohe Weihnachten!