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Sigourney Weaver - Die unerwartete Action-Heldin

Sie ist eine wahre Action-Ikone, eine wunderbare Schauspielerin und auch im Leben eine ganz Große: Sigourney Weaver feierte Anfang des Monats ihren 70. Geburtstag. Nun jährt sich diesen Monat auch der 40. Jahrestag des deutschen Kinostarts von Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt. SYFY feiert dies mit einem Alien-Marathon am 25. Oktober.

Sigourney Weaver As Ellen Ripley 713048

Mit einer Körpergröße von 1,80 Metern überragt Sigourney Weaver die meisten ihrer Kolleginnen (und Kollegen), was im von Männern dominierten Filmgeschäft eigentlich keine allzu gute Voraussetzung für eine große Karriere ist.

Als Ripley in den Alien-Filmen erlangte sie Weltruhm, am 8. Oktober 2019 wurde Sigourney Weaver 70 Jahre alt. Am 25. Oktober 2019 jährt sich der deutsche Kinostart von Alien – Das unheimliche Wesen aus einer fremden Welt zum vierzigsten Mal. Aus diesem Grund zeigt SYFY an diesem Tag alle vier Filme im Marathon ab 20.15 Uhr.

Susan Alexandra Weaver wurde als Tochter der englischen Schauspielerin Elizabeth Inglis und des Präsidenten des Fernsehgiganten NBC Sylvester Laflin Weaver jr. geboren. Schon als Kind lernt sie die New Yorker Gesellschaft kennen. Im Alter von vierzehn ändert sie ihren Vornamen in Sigourney – nach einer Figur aus F. Scott Fitzgeralds legendärem Gesellschaftsroman The Great Gatsby.

Sie studiert an den Universitäten in Stanford und Yale. Ihren ersten Kinoauftritt hat sie im Jahr 1977 in einem Oscar-prämierten Meisterwerk. Ein toller Start, der allerdings recht kurz ausfällt: Sigourney Weaver ist in Woody Allens Der Stadtneurotiker gerade einmal sechs Sekunden lang zu sehen. 

Ihren Kinodurchbruch feiert sie zwei Jahre später: Der zu diesem Zeitpunkt noch recht unbekannte englische Werbefilmregisseur Ridley Scott engagiert Weaver für jene Rolle, die sie zum Hollywoodstar und Vorbild einer ganzen Generation von Schauspielerinnen werden lässt: In Alien – Das unheimliche Wesen aus einer anderen Welt schickt er die von ihr verkörperte Ripley ins All. Der Film zählt 1979 weltweit zu den erfolgreichsten Produktionen des Kinojahres. Er gewinnt einen Oscar für die besten visuellen Effekte, wird für viele weitere Preise nominiert – und lässt drei mindestens ebenso beeindruckende Fortsetzungen folgen. Am 25. Oktober 1979, läuft der Film in Deutschland an, allein hierzulande werden ihn knapp zwei Millionen Zuschauer im Kino sehen.

Vor vierzig Jahren erscheint eine Filmheldin wie Ripley noch wie eine absolute Außenseiterin. Auch wenn Frauen zu jenem Zeitpunkt schon jahrzehntelang für ihre Rechte auf die Straße gehen, werden sie in Hollywood weiterhin als Stichwortgeberinnen oder schmückendes Beiwerk eingesetzt. Nicht nur großgewachsene Schauspielerinnen haben es also schwer, auch selbstbewusste und starke, unangepasste und unabhängige Frauen werden im Kino verkannt. Der feministische Aspekt der Alien-Reihe ist daher nicht zu unterschätzen: Vielen Zuschauern (männlichen wie weiblichen) dürfte das kaum bewusst sein, viele wissenschaftliche Arbeiten haben sich aber genau damit beschäftigt.

Der Erfolg der Alien-Reihe hat viel dazu beigetragen, dass sich Hollywood mehr traute. Leinwandheldinnen wie Sarah Connor aus dem Terminator-Franchise oder die Lara-Croft-Filme mit Angelina Jolie wären ohne Ripley und Sigourney Weaver kaum vorstellbar – ebenso wenig wie die Superheldinnen aus Wonder Woman oder Captain Marvel.

Zum 40. Jahrestag des Kinostarts des ersten Alien-Films zeigt SYFY eine Spezial-Programmierung: Die vier Filme der Alien-Quadrilogy laufen am 25. Oktober im Marathon ab 20.15 Uhr!