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Spides: Mitten in Berlin

Am 5. März startet Spides auf SYFY. Wir folgen Nora Berger auf der Suche nach ihrem verlorenen Gedächtnis durch ein Berlin, das von einer großangelegten Verschwörung bedroht wird. Doch was macht den Ort der Handlung im Kontext der Story aus? Wie setzt die Serie das besondere Flair unserer Hauptstadt ein?

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In gut einer Woche ist es endlich so weit. In der neuen Serie Spides wird Berlin zum Schauplatz einer düsteren Verschwörung, welche die Grenzen zwischen Gut und Böse verschwimmen lässt.

Am Puls der Stadt

Spides ist nicht nur die erste deutsche Eigenproduktion von SYFY und setzt auf eine packende Geschichte und einen international renommierten Cast, sondern siedelt die Handlung auch in der pulsierenden deutschen Hauptstadt Berlin an und bringt das Grauen des ambitionierten Szenarios auf diese Weise mitten unter uns. Der Handlungsort funktioniert in diesem Mix eher wie eine Figur, anstatt nur den Hintergrund für die Geschehnisse zu bilden. Man spürt in jedem Moment: Berlin wird in den stimmungsvollen Einstellungen lebendig. Doch wie kam es überhaupt dazu?

Für Produzent Alexander Kiening schließt sich mit dieser Entscheidung ein Kreis. Bereits in der frühen Stummfilmzeit wurden Städte innerhalb der Dramaturgie einer Inszenierung gerne als eigenständige Charaktere verwendet. Diese Vorgehensweise hat sich zwar in internationalen Produktionen bis heute gehalten, kam in Deutschland aber zunehmend aus der Mode. Denkt man zum Beispiel an klassische amerikanische Thriller wie Sieben mit Brad Pitt oder Roadmovies wie Kalifornia mit Akte-X-Star David Duchovny wird deutlich, wie wichtig die Atmosphäre für das Erzählen einer Geschichte sein kann.

Mehr noch: Über die Auswahl der Locations und Details in der Ausstattung ist es möglich, innere Konflikte und Stimmungen der handelnden Figuren zu visualisieren und somit auf den Zuschauer zu übertragen.

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Detailverliebtheit

Diesem Credo folgend wurde bei Spides besonders viel Wert auf das Location-Scouting gelegt. Den Machern ging es darum, visuell zu erzählen und Atmosphäre zu übertragen. So wirkt das Elternhaus von Nora Beger kühl, steril und eher repräsentativ. Die Distanz zwischen der jungen Frau und ihren Eltern wird somit zu Beginn bildhaft in Szene gesetzt. Doch genau wie sich Nora im Verlauf ihres Weges an Kleinigkeiten aus der Vergangenheit erinnern kann, blitzt in einigen Szenen auch familiäre Gemütlichkeit durch die Fassade. Man erlebt somit den Konflikt Noras und das Zurückfinden der Figur in ihren verlorenen Alltag gemeinsam mit der Protagonistin anhand von Dramaturgie und visueller Umsetzung.

Doch wurde auch bei den anderen Figuren auf eine klare Bildsprache gesetzt. Peter wohnt beispielsweise in einem modernen, großen Loft, das über eindrucksvolle Fenster den Kontrast zur Welt außerhalb seines Lebensbereichs transportiert und somit auch etwas über sein Leben aussagt. Bei David ging man den umgekehrten Weg und definierte seine Einstellung zu seinem Job und seinem Leben über die ersten Szenen, die ihn undercover in einem Berliner Nachtclub zeigen. Er wird somit direkt als anpackendes Raubein charakterisiert, als ein Mann der Tat. Während man heutzutage bei vielen deutschen Produktionen während der Location-Suche eher fragt, wie Person X wohl in der Realität wohnen würde, haben die Macher von Spides ihre Priorität auf die Wirkung des Ortes auf den Zuschauer gelegt, um eine größtmögliche emotionale Anbindung zu erreichen.

Eindrucksvoll wirken zudem die riesige Säulenhalle als Torsen-Institut sowie das Kellergewölbe, in dem einige schaurige Dinge ablaufen, über die wir alle schon bald mehr erfahren werden. Dieses Kellergewölbe ist übrigens ein über hundert Jahre altes Trinkwasserreservoir. Die Detailverliebtheit der Macher zieht sich somit durch alle Bereiche der Produktion und macht auch vor dem Einsatz von CGI nicht halt, der sich insbesondere in der Umsetzung des geheimen Labors wiederfindet. Somit entsteht eine Symbiose aus moderner Technik und Location-Arbeit, die sich visuell auszahlt.

Die Verantwortlichen hinter Spides haben genau darauf geachtet, dass Berlin nicht wie eine Stadt aus dem Werbeprospekt wirkt, sondern der ganze Charme dieser pulsierenden Metropole entfaltet wird.

Ab dem 5. März können wir alle gemeinsam in diese aufwändige Produktion eintauchen und unsere schöne Hauptstadt von einer ganz neuen Seite kennenlernen.

Torsen Institut S Ulen


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