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Squid Game: Wie das Spiel »Rotes Licht, grünes Licht« von Hotels in Las Vegas inspiriert wurde

Las Vegas hat einen gewissen Anteil an der Entwicklung der Hitserie. Squid-Game-Schöpfer Hwang Dong-hyuk erklärt die Inspiration hinter einem der perfiden Spiele aus der Serie.

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Nevadas Sin City ist mitverantwortlich für die Entwicklung von Squid Game. Während er The Hollywood Reporter einen Blick hinter die Kulissen seines globalen Streaming-Phänomens auf Netflix gewährte, erklärte dessen Schöpfer/Regisseur Hwang Dong-hyuk, warum die mittlerweile ikonische »Rotes Licht, grünes Licht«-Sequenz (dabei handelt es sich um das Spiel, mit dem das tödliche Turnier beginnt) für das menschliche Auge so surreal und unheimlich wirkt.

»Wir ließen uns von Hotels in Las Vegas inspirieren... Sie wissen schon, diese Hotels, wo ein künstlicher Himmel an die Decke gemalt ist? Ich wollte einen Raum schaffen, in dem man sich fragt: „Ist das eine Fälschung oder real?“«, erklärte der Autor. »Sie werden sehen, dass wir im ersten Spiel einen falschen Himmel mit einem echten vermischt haben.«

Das Innere des Kommandopostens auf einer entlegenen Insel, in dem die Spiele stattfinden, sollte diese Traumhaftigkeit quasi widerspiegeln. »Was die Treppe betrifft, so haben wir uns bei der Struktur von Werken wie Relativität von M.C. Escher inspirieren lassen.«

Die »Rotes Licht, grünes Licht«-Szene - die zu einer realen Werbeinstallation auf den Philippinen führte - war auch eins der ersten Spiele, die während der Produktion gefilmt wurden. »Es war sowohl physisch als auch psychologisch eine echte Herausforderung«, fügt Hwang Dong-hyuk hinzu. »Das Ganze musste eine so große Wirkung haben, dass die Leute sich den Rest der Serie ansehen wollten. Ich hatte über 10 Jahre lang nur davon geträumt, und das zum Leben zu erwecken... Es war einfach die herausforderndste Szene auf so vielen Ebenen.«

Die Kandidaten kommen nur allzu bald dahinter, dass das Ausscheiden nach sechs Runden nicht nur den Verlust einer ganzen Bootsladung an Geld bedeutet, sondern auch den Tod in einem Kugelhagel. Während diese Darstellung grundloser Waffengewalt dem amerikanischen Publikum alltäglich erscheinen mag, hat die brutale Hinrichtungsmethode in Squid Game in Südkorea, wo der Gebrauch von Schusswaffen stark reglementiert ist, ein weit größeres thematisches Gewicht.

»Wir in Korea benutzen keine Schusswaffen, also ist die Pistole dort eigentlich eine sehr unrealistische Waffe", sagt Hwang Dong-hyuk. »Ich persönlich finde jedenfalls die Beseitigung von Menschen mit Schusswaffen in gewisser Weise ziemlich unrealistisch, was sie weniger gewalttätig machte, da sie eher symbolisch als wirklichkeitsnah war. Es ist ein einfacher und allegorischer Ausdruck dafür, dass die Beseitigung dem Tod gleichkommt.«

Er fährt fort: »Ich nahm das auf, weil es etwas ist, das in unserer Realität vorkommt. Ich wollte nicht absichtlich Gewalt oder blutige Szenen um ihrer selbst willen zeigen, aber ebenso wenig absichtlich versuchen, das Ausmaß der Darstellung den Zuschauern zuliebe oder weil es eine Netflix-Serie ist einzuschränken. Ich wollte es einfach so organisch wie möglich zeigen.«

Squid Game ist auf Netflix zu sehen, eine zweite Staffel ist bereits in Arbeit.

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Josh Weiss geschrieben.