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Star Trek: Alex Kurtzman bleibt bis Ende 2026 im Sattel

Immer mal wieder gibt es (unseriöse) Berichte darüber, dass der aktuelle Chef des Star-Trek-Franchises vor dem Aus stünde. ViacomCBS macht nun aber erneut Nägel mit Köpfen und stattet Alex Kurtzman mit einem neuen, langfristigen Vertrag aus. Was das für das beliebte Sternenfranchise bedeutet, haben wir uns einmal angeschaut.

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von Björn Sülter

Keine Frage: Als Alex Kurtzman Star Trek übernahm, wurde er von vielen Fans kritisch beäugt. Ob sich daran inzwischen etwas geändert, hängt sicher von vielen Faktoren ab. Wie gut kamen die neuen Serien bei den Fans an? Wie wird die Entwicklung von Star Trek: Discovery über die Jahre empfunden? Ist vielleicht sogar ein Trend oder gar eine Handschrift spürbar?

Immer wieder gab es in den vergangenen Jahren allerdings auch Meldungen unseriöser Quellen, die von angeblichem Insiderwissen berichteten und verkündeten, dass Kurtzman vor dem Abschuss stünde. Geglaubt haben das natürlich nur die Wenigsten. Dennoch kann man nach der Meldung von diesem Wochenende endgütig einen Schlussstrich unter derartige Vermutungen ziehen. Zumindest für eine längere Zeit.

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Lets fly!

Vier Jahre nach dem Start von Star Trek: Discovery sieht es nämlich wahrlich nicht danach aus, als würde der kreative Kopf des Franchises, und somit Nachfolger der Herren Gene Roddenberry und Rick Berman, so schnell irgendwo anders hingehen. ViacomCBS stattete den Macher hinter allen aktuellen Formaten mit einem neuen Vertrag aus, der ihn bis Ende 2026 an die Firma bindet.

Kurtzman soll also weiterhin vorangehen, wenn es um die Erweiterung von Star Trek in alle erdenklichen Richtungen geht. Und warum auch nicht? Offenbar hat er alle Produktionen im Griff und handelt im Sinne seiner Geldgeber. Wären diese nicht zufrieden, würden sie die verantwortliche Produktionsfirma (und somit Kurtzman) ganz sicher zur Disposition stellen oder direkt austauschen. Die Verlängerung des Arbeitspapiers, eine ganze Weile vor Ablauf der vorigen Laufzeit, spricht jedoch eine andere, klare Sprache.

Diese steht für Vertrauen, nicht nur in Kurtzmans Arbeit, sondern auch in die Marke Star Trek, die ganz offenbar (mit) dafür sorgen soll, den just umbenannten Streamingdienst Paramount+ am Markt zu etablieren und die Relevanz auszubauen. Sie steht aber auch für Kontinuität hinter den Kulissen, die angesichts der Wechselspiele auf der Discovery (man denke an die verschiedenen Showrunner der ersten Jahre) bestimmt sehr willkommen ist.

Für dieses Jahr stehen noch die zweite Staffel Star Trek: Lower Decks, die erste Staffel Star Trek: Prodigy und die vierte Staffel Star Trek: Discovery an. 2022 geht es mit Star Trek: Picard ins zweite Jahr, Star Trek: Strange New Worlds startet ins Abenteuer und bei den anderen (laufenden) Serien könnten auch neue Staffeln anstehen. Die Sektion-31-Serie rund im Michelle Yeoh ist noch nicht vom Tisch, wie Kurtzman erst kürzlich bekundete. Hier geht es wohl vielmehr um das Wann als das Ob. Und dann ist da ja auch noch der Kinobereich mit mindestens einem festen, wahrscheinlich aber eher zwei Projekten, die sich ab 2023 auf die großen Leinwände beamen dürften.

Interessant sind auch noch Kurtzmans Äußerungen bezüglich eines Pitches von Graham Wagner, der den Short Trek mit dem Titel The Trouble with Edward schrieb und sonst für The Office oder Portlandia bekannt ist. Dieser befasst sich mit der Figur des Klingonen Worf und ist laut Kurtzman "unglaublich lustig, ergreifend und berührend". Es handelt sich hierbei zwar nicht um Michael Dorns Idee einer Captain-Worf-Serie, Lust hätte der Ex-Star aus TNG und DS9 aber bestimmt.

Lust auf Star Trek hat auch weiterhin Robert Duncan McNeill, der jüngst bekräftigte, eine Captain-Proton-Serie (auch als Short Treks) sehr interessant zu finden. Und dann gab es 2018 noch den Akademie-Pitch, der von Stephanie Savage und Josh Schwartz ausgearbeitet werden sollte. Zwar gibt es dazu seit Jahren keine News, doch muss das nicht zwangsläufig etwas bedeuten. Optionen gibt es in jedem Fall genug!

Mit dem neuen Vertrag kann Alex Kurtzman nun in jedem Fall weiterhin alles ganz genau planen, neue Wege ausloten und vielleicht auch mal das eine oder andere Projekt zum Abschluss bringen. Wir dürfen sicher gespannt sein, was in Sachen Star Trek bis zum 60. Geburtstag im September 2026 noch alles passiert. Dass Kurtzman dann noch verantwortlich ist, sollte bis dahin aber eigentlich niemand mehr in Frage stellen müssen.

Lassen wir den aktuellen Trek-Macher daher zum Schluss doch einfach selbst zu Wort kommen. Wie sieht er die nahe Zukunft von Star Trek?

"Ich glaube, wir fangen gerade erst an. Es gibt noch so viel mehr, was man machen könnte. (...) Wenn es nur nach mir ginge, würde ich die Grenzen des Machbaren deutlich weiter ausweiten, als einige das vermutlich gerne sehen würden. Doch glaube ich, dass wir da noch hinkommen könnten. Marvel hat bewiesen, dass es geht. Dafür ist jedoch ein Fundament nötig, auf dem man das bauen kann. Wir bauen gerade noch an diesem Fundament."

Klingt ambitioniert? Keine Frage. Warten wir ab, was die Zukunft bringt. In jedem Fall wird sie aber äußerst trekkig.

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