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Star Trek: CBS und Paramount geben strenge Richtlinien für Fan-Filme vor

Seit vielen Jahren inspiriert Star Trek Fan- und Amateurfilmemacher auf der ganzen Welt. Gerade nach dem Ende der letzten TV-Serie und dem Reboot im Kinouniversum waren es vor allem die Fans, die dafür sorgten, dass das klassische Star Trek weiterlebte.

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Dies alles fand unter der Duldung von Paramount und CBS statt, die als Rechteinhaber vergleichsweise großzügig agierten und den Fans viel Spielraum ließen. Nachdem die Projekte in den vergangenen Jahren immer professioneller wurden, und zudem nicht immer ganz klar war, inwiefern mit dem Fan-Film tatsächlich finanzielle Interessen verbunden waren, scheint sich die Einstellung der Verantwortlichen nun aber geändert zu haben. Gerade auch mit dem Start der neuen Star-Trek-Serie bei CBS dürften professionelle Projekte kaum noch eine Chance haben. Dies zeigte sich bereits beim Projekt Axanar, deren Macher sich nach wie vor einen Rechtsstreit mit Paramount und CBS liefern.

Um zukünftigen Projekten wie Axanar einen Riegel vorzuschieben, haben die Rechteinhaber nun eine Reihe von strengen Richtlinien veröffentlicht, an die sich Fan-Filmemacher halten müssen. Wer gegen diese Vorgaben verstößt, muss damit rechnen, dass sein Projekt Post von der Rechtsabteilung von CBS und Paramount erhält. Hier einmal die wichtigsten Punkte:
 

  • Ein Fanfilm darf fortan eine zusammenhängende Geschichte von 15 Minuten innerhalb eines Teils beziehungsweise insgesamt 30 Minuten bei einem Zweiteiler nicht überschreiten. Weitere Episoden, Sequels, Prequels oder komplette Staffeln sind verboten.
     
  • Der Film darf nicht die Bezeichnung Star Trek im Namen tragen, muss aber mit dem Titelzusatz "A Star Trek Fan Production" gekennzeichnet sein. Der Zusatz "offiziell" ist jedoch untersagt. Außerdem muss ein Disclaimer mit genau festgelegtem Wortlaut benutzt werden.
     
  • Als Kostüme (Uniformen etc.) und Ausstattung darf nur offizielles Merchandise genutzt werden.
     
  • Sämtlicher Inhalt muss eigenen Ursprungs sein. Reproduktionen, Nachstellungen oder Clips aus Star Trek sind untersagt.
     
  • Alle Beteiligten am Projekt müssen Amateure sein. Dies betrifft sowohl die Personen vor als auch hinter der Kamera. Es darf keine Bezahlung geben und keiner der Mitarbeiter darf jemals für ein offizielles Star-Trek-Projekt von Paramount oder CBS gearbeitet haben.
     
  • Finanzieller Gewinn ist nicht erlaubt, allerdings dürfen Spendenkampagnen abgehalten werden. Die Spendensumme muss aber unter 50.000 Dollar bleiben.
     
  • Der Vertrieb von DVDs und Blu-Rays ist verboten (auch unentgeltlich). Streams sind erlaubt, aber ebenfalls nur, wenn dadurch keine Einnahmen erzielt werden.
     
  • Inhaltlich muss der Fanfilm zudem familienfreundlich bleiben.

Die komplette Liste der Richtlinien gibt es in englischer Fassung hier. Paramount und CBS behalten sich das Recht vor, Änderungen vorzunehmen, falls neue Punkte relevant werden.

Quelle: Robots & Dragons