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Star Trek: Die fünf verrücktesten Gastauftritte

In der langen Geschichte von Star Trek gab es im Kino und den Serien immer wieder überraschende Gastauftritte, die teilweise nicht einmal als solche auffielen. Wir haben für euch fünf der verrücktesten herausgesucht.

Star Trek

Manchmal sind sie das Salz in der Suppe, manchmal weiß man gar nicht, wen man da eigentlich vor sich hat. Keine Frage: Es gab so einige spannende Gastauftritte in 53 Jahren Star Trek!

Wir haben für euch heute fünf ausgewählt, die auf ihre Weise zu den verrücktesten Momenten der Trek-Geschichte gehören.

Prinz an Bord: Abdullah II ibn al Hussein

Kaum beachtet war ein stummer Gastauftritt in der Episode Investigations (Der Verräter) aus Star Trek: Voyager. Abdullah bin al-Hussein war zum damaligen Zeitpunkt Prinz von Jordanien und ein großer Trekkie.

Daher durfte er in der Eröffnungssequenz als junger Offizier auftreten, der sich mit Harry Kim unterhält. Wobei "unterhält" zu viel gesagt wäre. Da der Prinz kein Mitglied der Schauspielergewerkschaft war, hatte er leider keinen Text.

Heute ist der inzwischen 57-jährige übrigens der regierende König von Jordanien und somit vermutlich die mächtigste Person, die jemals in Star Trek mitgespielt hat.

Echt und einzigartig: Stephen W. Hawking

Einmal Poker spielen mit Albert Einstein, Sir Isaac Newton und Stephen W. Hawking! Data alias Brent Spiner vom Raumschiff Enterprise wurde diese Ehre zuteil. Im Falle von Newton und Einstein handelte es sich dabei selbstverständlich um Schauspieler. Hawking jedoch war echt.

In der Episode Descent (Angriff der Borg) aus Star Trek: The Next Generation durfte der 2018 verstorbene, britische theoretische Physiker und Astrophysiker seinen ganz persönlichen Gastautritt absolvieren. Er war übrigens auch in Futurama, Die Simpsons und The Big Bang Theory mit dabei.

Funfacts: In einer weiteren Episode der Serie sowie in Star Trek Generations (Star Trek: Treffen der Generationen) kamen Shuttles vor, die nach ihm benannt waren, in Star Trek: Deep Space Nine konnte man seinen Namen auf einer Tafel im Klassenraum erkennen.

Ziemlich stumm: Mick Fleetwood

Der inzwischen 72-jährige Mick Fleetwood schlägt normalerweise mit Holzstöcken auf Trommeln ein. Man kennt ihn als Drummer der Band Fleetwood Mac. 2016 landete er im Rolling Stone auf Platz 60 der 100 besten Schlagzeuger aller Zeiten.

Doch war er auch immer mal wieder als Schauspieler aktiv, beispielsweise in Running Man mit Arnold Schwarzenegger. Für Star Trek schlüpfte er in eine stumme Rolle unter heftiges Make-up und spielte einen Delegierten der Antedeaner.

Die Episode Manhunt (Andere Sterne, andere Sitten) aus Star Trek: The Next Generation kostete ihn sogar seinen markanten Bart, der für die Dreharbeiten weichen musste.

Leben ohne Lucille: Jeffrey Dean Morgan

Dass Jeffrey Dean Morgan ein ziemlich guter Schauspieler ist, wissen wir dank vieler Auftritte in Serien wie Weeds, Grey´s Anatomy oder Supernatural oder im Film Watchmen.

Dass er einen ganz wunderbaren Bösewicht abgeben kann, dürfen wir hingegen dank seiner Rolle als Negan in The Walking Dead erleben. Mit seiner geliebten Lucille verbreitete er lange Zeit Angst und Schrecken und ist aktuell sogar in Gefangenschaft noch eindrucksvoll.

Jedoch zeigt seine Karriere auch, dass man als Darsteller nicht immer nur Glück mit den angebotenen Rollen hat. Als Xindi-Reptilianer Damron in der Episode Carpenter Street aus Star Trek: Enterprise hatte er unter Tonnen von Latex keine Chance, irgendeinen Eindruck zu machen. Noch schlimmer: Die Erfahrung mit dem langwierigen Make-up brachte ihn fast dazu, die Schauspielerei aufzugeben. Was für ein Glück, dass es anders kam ...

Kurz mal in der Tür stehen: Christian Slater

Es gibt ganz bestimmt spannendere Rollenbeschreibungen als "der namenlose Kommunikationsoffizier, der während der Nachtschicht mal kurz in der Tür steht". Dennoch wollte Christian Slater (True Romance, Interview mit einem Vampir, Mr. Robot) genau diese Rolle in Star Trek VI: The Undiscovered Country (Star Trek VI: Das unentdeckte Land) unbedingt spielen.

Sein Glück war, das seine Mutter Mary Jo Slater bei diesem Film für das Casting verantwortlich war. Den Gehaltsscheck löste Slater übrigens seinen Erzählungen nach niemals ein, sondern hängte ihn gerahmt über sein Bett. Als Legende gilt zudem, dass er die Uniform behielt, da diese in Star Trek II: The Wrath of Khan (Star Trek II: Der Zorn des Khan) von William Shatner getragen worden war.

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Autor, Journalist & SYFY-Experte Björn Sülter nimmt euch mit auf eine Zeitreise durch über 50 Jahre, erzählt die Geschichten hinter den Kulissen und beleuchtet Stärken, Schwächen und Dramen aller Serien und Filme seit 1966! Angefangen mit den Abenteuern des Captain Kirk über Picard, Sisko, Janeway und Archer hat sich Star Trek seit damals eine treue und engagierte Fanbase erarbeitet. Die erfolgreichen Reboot-Kinofilme des J. J. Abrams sorgen seit 2009 für ebenso viel Diskussionsstoff wie die jüngst gestartete Fernsehserie Star Trek: Discovery. So zeigt sich das Franchise somit immer noch topfit und durchlebt aktuell einen weiteren Frühling. Die Entstehung und der Verlauf jeder Serie und jedes Films wird dabei eingehend beleuchtet. Ein ausführlicher Teil befasst sich zudem mit den neuen Kinofilmen und Star Trek: Discovery.

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Über den Autor & Gastgeber von Planet Trek fm:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch "Es lebe Star Trek" ist im Oktober der Auftakt seiner Jugendbuchreihe "Ein Fall für die Patchwork Kids" erschienen. Im Dezember startete mit "Beyond Berlin" seine erste eigene Science-Fiction-Reihe.

Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage Sülters Sendepause mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.