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Star Trek Doku: Reise in die Vergangenheit mit What We Left Behind

Das lange Warten hat ein Ende: Im Mai feiert die heiß ersehnte Dokumentation zu 25 Jahren Star Trek: Deep Space Nine endlich Premiere. Doch worum geht es? Was dürfen wir erwarten? Wir haben die wichtigsten Informationen für euch.

Star Trek

Für viele Trekkies ist Star Trek: Deep Space Nine immer noch eine ganz besondere Herzensangelegenheit. Die Serie spaltete ob ihrer Andersartigkeit in den 90er-Jahren zwar auch das Fandom, viele verehren sie jedoch noch immer für die liebenswerten und ausgefeilten Charaktere, das spannende Setting an Bord einer Raumstation und die epische Geschichte.

Über 25 Jahre ist es bereits her, dass die Serie in den USA Premiere feierte. Der ehemalige Showrunner der Serie, Ira Steven Behr, hatte es sich mit seinem Team zur Aufgabe gemacht, via Crowdfunding die ultimative Dokumentation über die Entstehung und das Vermächtnis der Serie auf die Beine zu stellen.

Zwischen Februar und März 2017 versuchten die Produzenten, mindestens 148.978 US-Dollar via Indiegogo zu sammeln, um das Projekt zu finanzieren. Nach nur einem Tag war dieses Minimalziel allerdings bereits erreicht.

Es folgte eine Reihe weiterer Ziele. Zunächst passierte man die Marke von 250.000 Dollar (für eine Dokumentationslänge von über 90 statt 60 Minuten), dann die 350.000 Dollar (für eine Gesprächsrunde mit ehemaligen Machern der Serie zur Planung der erste Episode einer fiktiven achten Staffel von DS9), danach die 425.000 Dollar (für noch mehr Interviews mit Crew und Fans) und als letztes Ziel 500.000 Dollar (für die Umsetzung von HD-Restaurierungen verschiedener Szenen).

Vier Tage vor dem Ende der Aktion wurde die letzte Etappe erreicht. Obwohl es keine weiteren Ziele gab, kamen insgesamt rund 650.000 Dollar von knapp 9500 Unterstützern zusammen. Die Produzenten versprachen, auch weitere Einnahmen in neue Interviews und die Bearbeitung der Dokumentation zu investieren.

Der Inhalt

In rund 140 Minuten wird in der fertigen Dokumentation alles behandelt, was für die Produzenten zum Entstehungsprozess, der Produktionszeit und darüber hinaus relevant ist. Interviews mit fast allen Darstellern und vielen Verantwortlichen bilden das Herz des Werkes. Leider ließ sich Avery Brooks (Captain Sisko) von Behr nicht erweichen, an dem Projekt teilzunehmen. Der Schauspieler war der Meinung, bereits alles über die Serie gesagt zu haben. Daher verwendete man schließlich Archivmaterial von Brooks.

Einen weiteren spannenden Teil der Doku bildet die Runde aus Ira Steven Behr, Ronald D. Moore, Rene Echevarria, Robert Hewitt Wolfe und Hans Beimler, die gemeinsam eine Auftaktepisode für die fiktive achte Staffel der Serie entwerfen.

Obendrauf restaurierte man noch Clips aus Episoden aller sieben Staffeln in HD und 16:9, was den Fans einen vollkommen neuen Eindruck vom Material geben dürfte.

Der Macher

Jeder Fan von Star Trek: Deep Space Nine kennt seinen Namen; oder zumindest seinen markanten Bart. Ira Steven Behr war für die meiste Zeit der Serie für die Geschicke hinter den Kulissen verantwortlich und machte dem Begriff des Showrunners alle Ehre. Für ihn war die Serie mehr als nur ein Job. Er verwirklichte seine Vision von Star Trek, seine Vision einer eigenständigen Serie in einem bekannten Universum, setzte auf überzeugend geschriebene Figuren und durchlaufende Handlungsstränge.

Neben Behr sind jedoch auch noch andere Personen an der Dokumentation beteiligt. David Zappone (The Captains, Chaos on the Bridge, For the Love of Spock) fungiert ebenso als Co-Regisseur und Ausführender Produzent wie Behr. Hinzu kommen im Produzentenstab noch Joseph Kornbrodt, Kai de Mello-Folsom und Luke Snailham. Nicht zu vergessen ist natürlich auch das große Team, welches für die Interviews zuständig war oder die Clips aus den Episoden in HD und 16:9 restaurierte.

Der Trailer

Doch genug der Worte, lasst Bilder sprechen. Den offiziellen Trailer zu What We Left Behind: Looking Back at Star Trek: Deep Space Nine mit HD-Clips aus verschiedenen Episoden könnt ihr euch jetzt direkt anschauen.

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Raus damit: Wo kann man das Ding sehen?

Diese Frage ist noch nicht abschließend zu beantworten. Am 13. Mai finden in den USA in verschiedenen Städten Kinoaufführungen statt. Außerhalb der USA ist in dieser Hinsicht noch nichts geplant.

Fans, die das Projekt per Crowdfunding unterstützt haben, werden darüber hinaus selbstverständlich auch die Gelegenheit erhalten, das Werk zu sehen. Am 25. April werden diese die Dokumentation für 99 Stunden anschauen können. Zudem werden in der Folgezeit die DVDs oder BluRays verschickt. Dazu werden die genauen Daten und Informationen jedoch erst nach der Kinoauswertung veröffentlicht.

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Über den Autor & Gastgeber von Planet Trek fm:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch "Es lebe Star Trek" ist im Oktober der Auftakt seiner Jugendbuchreihe "Ein Fall für die Patchwork Kids" erschienen. Im Dezember startete mit "Beyond Berlin" seine erste eigene Science-Fiction-Reihe.

Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Bereits seit über zwanzig Jahren schreibt und spricht er für verschiedene Medien. Besucht auch gerne Björns Homepage Sülters Sendepause mit vielen seiner Artikel und Rezensionen zu Star Trek, Babylon 5, The Expanse, Akte X oder The Orville sowie seinen Twitter-Account.