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Star Trek: Neue Hoffnung für die Filmreihe

Nach den größtenteils erfolgreichen drei Reboot-Kinofilmen war es lange Zeit still um die Reihe. Nun soll es aber vorangehen. Doch was bedeutet das für den Film von Quentin Tarantino? Björn Sülter schaut sich das Ganze an.

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von Björn Sülter

Star Trek (von 2009), Star Trek Into Darkness (2013) und Star Trek Beyond (2016) hatten das zuvor seit 2002 brachliegende Filmfranchise erfolgreich wiederbeleben können. Zwar schwächelte ausgerechnet der zum 50. Geburtstag veröffentlichte letzte Film, Paramount dürfte mit dem Gesamtergebnis aber dennoch zufrieden gewesen sein. Umso erstaunlicher ist es, dass seitdem diverse Versuche, ein viertes Abenteuer mit Chris Pine, Zachary Quinto, Simon Pegg, Karl Urban, Zoe Saldana und John Cho ins Kino zu bringen, scheiterten.

Rückblick

Der dritte Rebootfilm war vom tragischen Tod des Chekov-Darstellers Anton Yelchin überlagert worden. Es gab insgesamt weniger Publicity-Auftritte der Schauspielerriege und Produzent J.J. Abrams erklärte schnell, dass man für einen weiteren Film die Rolle nicht neu besetzen würde.

Dennoch hatte man direkt im Sommer 2016 verlauten lassen, dass mit dem Autorenduo J. D. Payne und Patrick McKay bereits ein Drehbuch entwickelt würde. Auch sickerte durch, dass man Chris Hemsworth als George Kirk (aus dem ersten Rebootfilm) wieder einsetzen wolle. Ein Zeitreise-Abenteuer bahnte sich an! Doch wurde es schnell ruhig um dieses Projekt. Sehr ruhig.

Im Dezember 2017 erreichten dann erstmals Informationen die Öffentlichkeit, dass ausgerechnet Quentin Tarantino einen Pitch bei Abrams hinterlegt haben solle. Sowohl der Produzent als auch Paramount zeigten sich offenkundig begeistert und liebäugelten damit, dass der Pulp-Fiction-Macher auch die Regie übernehme würde. Mark L. Smith wurde derweil vom Studio und der Produktionsfirma Bad Robot angeheuert, ein Drehbuch auf Basis des Pitches von Tarantino zu entwickeln.

Im April 2018 hieß es dann, dass gleich zwei Filme parallel in der Entwicklung wären; eben der von Tarantino und die direkte Fortsetzung der Reboot-Reihe. S. J. Clarkson wurde als erste Frau präsentiert, die einen Trek-Film als Regisseurin betreuen sollte. Auch wurde klargestellt, dass man den vierten Reboot-Film noch vor dem Tarantino-Projekt ins Kino bringen wolle. Payne und McKay sollten immer noch das Drehbuch schreiben und auch die Hemsworth-Idee hatte Bestand.

Im August 2018 wurde dann jedoch überraschend bekannt, das sowohl mit Hemsworth als auch mit Chris Pine die Gagenverhandlungen seitens Paramount gescheitert waren. Pine zeigte sich allerdings weiter gesprächsbereit, Hemsworth äußerte sein Missfallen über die Qualität des Drehbuchs. S. J. Clarkson wendete sich in diesem Zuge anderen Projekten zu. Seit 2019 galt der Film als auf unabsehbare Zeit verschoben - oder beerdigt.

Im Mai diesen Jahres konnte zumindest Quentin Tarantino dann jedoch für etwas positive Energie sorgen, da er sein Projekt für immer noch aktuell erklärte. Doch was würde aus der Crew der Enterprise werden?

Episode IV: Eine neue Hoffnung

Man möge mir diesen kleinen Sprung in eine andere Galaxie verzeihen, dennoch gibt das, was man aktuell lesen darf, definitiv Anlass zur Hoffnung.

Wie Deadline berichtet, sollen sowohl Chris Pine als auch seine Co-Stars nun alle wieder an Bord sein. Als neuen Macher ist man sich mit Noah Hawley angeblich so gut wie einig. Dieser ist bisher für seine Arbeit als Drehbuchautor und Produzent an Bones, Legion und Fargo bekannt geworden. Sein Kinofilmdebüt Lucy in the Sky mit Natalie Portman floppte hingegen.

Angeblich hat diese Entwicklung keinen Einfluss auf das Tarantino-Projekt. Beide sind nun also (ein weiteres Mal) "in Arbeit" und man darf gespannt sein, wie diese unendliche Geschichte weitergeht.