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Star Trek: Wie geht es weiter mit der Kinoreihe?

Zur heutigen Ausstrahlung des ersten Reboot-Kinofilms schauen wir einmal nach, wie es um die Zukunft der Star-Trek-Kinofilme bestellt ist. Tarantino? Hawley? Pine, Quinto & Co? Was plant Paramount?

Star Trek 2009 03

Heute Abend zeigen wir bei SYFY den ersten Reboot-Kinofilm des großen Sternenfranchise. Das Werk von 2009 läuft unter dem schlichten Titel Star Trek und bringt die Besatzung der USS Enterprise zurück in den Weltraum.

Macher J. J. Abrams besetzte die ikonischen Rollen dazu neu, polierte die Optik gehörig auf und fand gemeinsam mit seinen Autoren einen Kniff, Trek in eine völlig neue Richtung zu bringen. So spielt der Beginn des Films zwar im bekannten Serien- und Filmuniversum und zeigt die Geburt von James T. Kirk, der Rest wird jedoch durch den Eingriff eines gewissen Nero verändert, was zu einer alternativen Zeitlinie führt, in der die bisherigen drei Kinofilme Star Trek, Star Trek Into Darkness und Star Trek Beyond spielen.

Obwohl alle drei Filme an der Kinokasse durchaus ablieferten, herrscht seit 2016 Dürre im Kinosegment. Während auf dem TV-Schirm mit Star Trek: Discovery, Star Trek: Picard, Star Trek: Lower Decks (ab 6. August in den USA, hier geht's zum Trailer) und diversen weiteren Projekten eine Menge los ist, fragt man sich zurecht: Was planen die Entscheider in Sachen großer Leinwand?

Tragik

Ein Teil der Wahrheit ist, dass Star Trek Beyond durchaus mit ein paar negativen Aspekten belegt ist. So gut der Film auch war, wurde er auch vom Tod des Anton Yelchin überschattet, der einen Monat vor der Premiere des Streifens Fans und Kollegen schockierte. Zudem war auch Leonard Nimoy, der in den ersten beiden Filmen aufgetaucht war, 2015 verstorben.

Paramount selbst wählte obendrauf für das Marketing einen Weg, der bis heute nicht gänzlich zu erklären ist. Obwohl der Film zum 50. Geburtstag des Franchise erschien, nutzte man diesen Umstand kaum. Das führte am Ende zu einem in Relation zur Bedeutung des Jahrestages fast unbeachteten Release. Das Einspielergebnis war in der Folge zwar immer noch in Ordnung, der Filmerfolg riss aber leider keine Bäume aus. Dennoch stand eine Fortsetzung eigentlich nicht zur Debatte.

Star Trek 2009 01

Gerüchte

Die vergangenen vier Jahre kann man schlicht zusammenfassen: Nichts Genaues weiß man. Zwar kündigte man schon vor Kinostart des dritten Films vollmundig eine Fortsetzung an und brachte auch schon direkt Namen ins Spiel, der Ansatz versandete jedoch. Erst gab es offenbar Probleme mit den Verträgen von Chris Pine und Gastdarsteller Chris Hemsworth, dann wechselten auch potenzielle Drehbuchautoren und Regisseure. Aktuell wird das Projekt in Hollywood als "auf unbestimmte Zeit verschoben" bezeichnet. Keine gute Aussicht.

Dafür tauchten immer wieder andere Ansätze auf. Quentin Tarantino dachte laut über einen Pitch nach, am Ende wollte er aber offenbar nicht die Regie übernehmen. Was daraus noch wird lässt sich nicht sagen. Zuletzt war es dann Noah Hawley (bekannt als Autor und Producer der Serie Fargo), der ein Drehbuch liefern und die Regie übernehmen soll. Ob es sich immer noch um das Ausgangsprojekt handelt, die bekannten Helden beteiligt sind oder etwas vollkommen anderes in der Mache ist, ließ bisher niemand verlauten. Jüngst überraschte dann auch noch Robert Sallin, der 1982 Star Trek: The Wrath of Khan (Star Trek: Der Zorn des Khan) produziert hatte, mit der Aussage, er hätte Paramount einen Trek-Film gepitcht. Dazu muss man jedoch wissen, dass Sallin seit damals nur bei drei Fernsehepisoden Regie geführt und an einigen Doku-Projekten mitgearbeitet hat. Eine Vita mit der er Paramount (erneut) von sich überzeugen kann, dürfte realistisch betrachtet etwas anders aussehen.

Aussicht

Dass es weitergehen wird mit Star-Trek-Kinofilmen steht außer Frage. Paramount muss sich schlicht auf das richtige Projekt festlegen und dann endlich wieder Gas geben. Ob es dann am Ende doch noch ein vierter Reboot-Film wird, Teile des Casts verwendet werden, man eine andere Trek-Serie rebootet, einem völlig neuen Ansatz folgt oder uns komplett überrascht, bleibt für den Moment offen.

Glaubt man jedoch Szeneinsidern, sollte es schon mit dem Teufel zugehen, wenn bis 2025 kein neuer Trek-Film die Kinos geentert hat. Realistischer erscheint sogar vielen aktuell (auch in Abhängigkeit vom Fortgang der Corona-Krise) das Jahr 2023. Drücken wir einfach weiter die Daumen.

Heute Abend genießen wir erst einmal alle zusammen den ersten Rebootfilm Star Trek aus dem Jahr 2009. Um 20.15 Uhr geht es bei uns im Programm von SYFY los.

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