News | 38 Monate

STAR WARS: 12 Dinge, die du gesehen oder gelesen haben solltest

Als George Lucas Anfang der 70er Jahre begann das Skript von Star Wars zu schreiben, ließ er sich von Literatur und Filmen seiner Kindheit inspirieren. Manche seiner literarischen und cineastischen Inspirationen sind schon längst von der Bildfläche verschwunden, dennoch lassen sich die Einflüsse in Star Wars, sowie auch in den Prequels und Sequels wiederfinden.
Bevor du also den kompletten nächsten Monat damit verbringen wirst, dir die gesamten Star Wars Episoden anzuschauen, haben wir dir hier eine kurze Übersicht an Literatur und Filmen zusammengestellt die einen wichtigen Beitrag zur Entstehung der Star Wars Mythologie geleistet haben.

Young George Lucas
  1. Die Prinzessin vom Mars (1912)
    Das erste Buch von Edgar Rice Burroughs beschreibt die Abenteuer des Konföderiertensoldaten John Carter auf dem roten Planeten Mars. Die Verwegenheit des Heldens John Carter, die wunderschöne Prinzessin, die raue Landschaft und die exotischen Aliens hatten unbestreitbaren Einfluss auf die Grundelemente der Star Wars Filme. Beispielweise kann Leias Sklavenkostüm in „Die Rückkehr der Jedi-Ritter“ als Hommage an die Prinzessin vom Mars angesehen werden. Diese war allerdings nackt und wurde lediglich mit ein paar strategisch platzierten Schmuckstücken bestückt.

     

  2. Metropolis (1927)
    Fritz Langs Pionierarbeit der Stummfilmära war nicht nur einer der ersten großen Science Fiction Filme, sondern porträtierte erstmals einen Roboter: den Maschinenmensch. Dieser wurde vom bösen Wissenschaftler Rotwang instrumentalisiert und ahmte die Jungfrau Maria nach, die eine Revolution unter den Arbeitern anzetteln sollte. Die Form des Roboters, eine glänzende metallische Hülle, war der klare Vorgänger von C-3PO, sowie auch vieler anderer menschenähnlicher Roboter, die darauf folgten.

     

  3. Buck Rogers (1928)
    Buck Rogers wurde erstmals in einer Erzählung 1928 erwähnt und darauf folgten Comics, Radio Shows, Filme und TV-Serien. Der Held Buck Rogers wird unabsichtlich in die Zukunft geschickt und wacht 500 Jahre später auf. Hier ist keine direkte Verbindung zu Star Wars vorhanden, jedoch zu einem anderen Charakter der maßgeblichen Einfluss auf die Star Wars Geschichte hatte: Flash Gordon

     

  4. Flash Gordon (1934)
    Beeindruckt von Buck Rogers Erfolg kreierte das Comic-Verlagshaus King Features Syndicate ihren eigenen Comic, rund um den Athleten Flash Gordon und seine Abenteuer auf dem Planeten Mongo. Dort kämpft er gegen halbtierische Fabelwesen, wie zum Beispiel Falkenmänner, Löwenmenschen und Eisköniginnen, die in dschungelähnlichen Welten vom Bösewicht Ming beherrscht werden. Der Comic wurde später verfilmt und als Hörspiel herausgebracht.
    George Lucas wollte die Rechte für ein Remake der Flash Gordon Story, dies blieb ihm allerdings verwehrt und so begann er an seiner eigenen Weltraumgeschichte zu arbeiten: Star Wars. Nichts destotrotz ist der Einfluss von Flash Gordon auf Star Wars nicht zu übersehen.

     

  5. Galactic Patrol (1937)
    Die Geschichte einer intergalaktischen Polizeistreife, die mit Hilfe eines Gerätes, dem sogenannten „Lens“ für die Sicherheit im Kosmos sorgt. Auf den ersten Blick ist die Verbindung zu   „Green Lantern“ als stärker einzuschätzen, allerdings hatte George Lucas immer eine Ausgabe von Galactic Patrol auf seinem Schreibtisch liegen, als er die ersten Star Wars Episoden schrieb.

     

  6. Die Abenteuer von Robin Hood (1938)
    Es waren nicht nur Sci-Fi und sogenannte Space Operas, die George Lucas bei der Kreation von Star Wars beeinflussten. Der Filmfreak sah sich auch märchenhaft-verwegene Filme wie „Die Abentuer von Robin Hood“ mit dem damaligen Hollywood Star Errol Flynn an. Der Streifen war ein Meilenstein der Filmgeschichte, da eine fantasievolle Story mit großem Budget und  in Farbe gedreht wurde, der hauptsächlich auf Familien ziehlte, denen eine gute gemeinsame Zeit im Kino ermöglicht werden sollte. Ähnlich wie bei Star Wars.

     

  7. Der Heros in tausend Gestalten  (1949)
    Der amerikanische Mythenforscher und Autor Joseph Campbell untersuchte die Zusammenhänge zwischen den Lebenserfahrungen der Menschheit, den Gemeinsamkeiten aller Kulturen in ihren mündlich weitergegebenen Geschichten und den daraus abzuleitenden fundamentalen Bedürfnissen, die die Menschen mit dem Erzählen und Hören der Geschichten seit jeher befriedigt haben. Die Analyse liefert eine philosophische und mythologische Basis für Star Wars. George Lucas beruft sich in seinen Werken auf die im Buch beschriebene Theorie der Heldenreise. Die Taten eines Helden in Mythen, Romanen und Filmen ereignen sich auf einer Heldenfahrt oder Heldenreise, manchmal auch Quest genannt, die durch typische Situationsabfolgen und Figuren gekennzeichnet ist.

     

  8. Der rote Korsar (1952)
    Mit Burt Lancaster in der Hauptrolle war “Der Rote Korsar” in den 50er Jahren ein Kassenschlager. Eine melodramatische Story, mit komödiantischem Touch, die den Piraten als Helden stilisiert und als klare Inspiration für den beliebten, zynisch angehauchten Han Solo dient.

     

  9. Mai 1943 – Die Zerstörung der Talsperren (1955)
    Ein britischer Kriegsfilm dem wahre Begebenheiten der Operation Chastise, der Zerstörung mehrerer Talsperren, am 17. Mai 1943 zugrunde liegt. George Lucas wurde durch die Angriffsszenen für sein Finale von „Star Wars Episode IV: Eine neue Hoffnung“  beeinflusst. Einige Szenen des Angriffs auf den Todesstern sind im Ablauf und Aufbau den Angriffsszenen in diesem Film nachempfunden. Ebenso sind sich einige Dialogszenen in den Originalfassungen beider Filme ähnlich.

     

  10. Die verborgene Festung (1958)
    Zwei heruntergekommene Gauner Tahei und Matashichi sind auf der Flucht und durchleben Abenteuer, die eine Prinzessin, gestohlenes Gold und streitende Familienclans beinhalten. Der Film hat starke Parallelen zu „Star Wars: Krieg der Sterne“, da beide Geschichten aus der Sicht der „unwichtigsten“ Charaktere des Films erzählt werden (Gauner Tahei und Matashichi bzw. die Droiden C-3PO und R2-D2). Aber auch die Eingangs- und Schlussszene aus „Die verborgene Festung“ findet sich in Star Wars mit Prinzessin Leia wieder. Auch die Wischblende, bei der zur nächsten Szene nicht abrupt geschnitten, sondern sanft überblendet wird, wurde von George Lucas übernommen und prägten auch die nachfolgenden Star Wars Episoden.

     

  11. Der Wüstenplanet (1985)
    Dune kam zur Weihnachtszeit 1984 in die Kinos und floppte fürchterlich. Basierend auf den Dune-Zyklen, einer Romanserie von Frank Herbert, versuchte man hier eine Welt in ferner Zukunft zu erschaffen, dessen Handlung sich zum Teil auf dem Wüstenplanet Arrakis, genannt „Dune“  abspielt.Das Setting ähnelt stark der Heimat von Luke Skywalker: Tatooine. Nur auf Dune kann die bewusstseinserweiternde Droge „Spice“ gewonnen werden. Referenzen dazu sind auch in Star Wars zu finden, wo Han Solo als „Spice“-Schmuggler vorgestellt wird. Auch eine Ähnlichkeit der mentalen Kräfte von Jedi Rittern und der Bene Gesserit, einem Frauenorden ist zu bemerken. Es gibt insgesamt 16 Gemeinsamkeiten zwischen den Filmen die beweisen, dass George Lucas zumindest die Werke von Frank Herbert gelesen haben muss und sich von verschiedenen Handlungssträngen inspirieren hat lassen.

     

  12. 2001- Eine Odysee im Weltraum (1968)
    Die Eröffnungszene in „Krieg der Sterne“ wurde scheinbar von ähnlichen Raumschiff-Szenen in Stanley Kubricks bahnbrechenden Science-Fiction Meilenstein „2001-Eine Odysee im Weltraum“  beeinflusst. Neue Design-Aspekte von „2001 – Eine Odysee im Weltraum“, wie zum Beispiel sechseckige Flure, längliche Andockungsbuchten und massive Raumstationen hatten ebenfalls einen großen Einfluss auf den Star Wars-Look. Auch wenn die zwei Filme in Bezug auf Tempo, Ton und Thema nicht weiter voneinander entfernt sein könnten.