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Star Wars: Battlefront 2 - The Last Jedi Season startet: Die letzten Jedi als spielbare Homage mit Finn, Rey, Poe Dameron und den taktischen Finessen von Crait

Star Wars: Die letzten Jedi ist ein Genuss. Ein Werk, das euch gleichzeitig lachen und weinen lassen wird. Das perfekten Fanservice im Portfolio hat, aber eben auch genauso viele Überraschungen. Wenn selbst hartgesottenen Filmkritikern und Journalisten ein „Okay, krass“ über die Lippen kommt, dann war es ein unvorhersehbares Film. Wenig ist so wie es scheint, das Werk dreht sich gerne, schlängelt sich, geht nicht so schnurstracks zu seinen Höhepunkten wie etwa ein Das Erwachen der Macht. Doch was hat das mit Star Wars: Battlefront 2 zu tun? Es lässt euch all diese neuen und alten Helden spielen: Finn, Rey, Captain Phasma, Kylo Ren, Poe Dameron, General Hux, Luke Skywalker. Schafft es DICE die atmosphärisch und strategisch exzellent umgesetzten Schlachtengemälde aus Die letzten Jedi virtuell passend umzusetzen? 

 

 
 

Präsentiert von: Benjamin Kratsch


Hier geht’s zur ausführlichen, spoilerfreien Kritik zu zu Star Wars: Die letzten Jedi

Wir wollen nicht zu viel verraten zu Star Wars: Die letzten Jedi, schon weil Regisseur Rian Johnson es schafft so viele Überraschungsmomente unterzubringen. Und doch erzählen wie es DICE, eines der besten Spielestudios der Welt, geschafft hat erzählerische und taktische Elemente des Films mit seiner ganz eigenen Vision von Battlefront 2 zu verschmelzen. Bereits in den ersten Trailern zu The Last Jedi wurde Krait herausgearbeitet, ein Bergbauplanet, der eine verlassene Rebellenbasis beherbergt, die nach der Zerstörung der Hauptstadt der Neuen Republic in The Force Awakens, jetzt eine zentrale Rolle spielt.

Die Speeder wirbeln ein rotes Mineral auf, in dem sie die Kruste mit einer Art Harke durchpflügen und damit den anrückenden AT-XTs der First Order die Sicht vernebeln. Dieses Werkzeug und sehr viele der neuen Fahrzeuge und Flugtypen aus Die letzten Jedi stehen euch jetzt auch in Battlefront 2 zur Verfügung. Etwa Poe Damerons Black One - ein T-70 X-Wing mit spezieller Bewaffnung, der beim Angriff auf die Starkiller-Base verwendet wurde oder auch die neuen Speeder. Und natürlich die brandneuen First Order Heavy Walker, die doppelt so hoch sind wie AT-ATs und eine andere Beinkonstruktion haben - der gute, alte Seiltrick aus Hoth funktioniert dadurch nicht mehr. Wer Battlefront 2 ohnehin hat, der darf sich den kostenlosen (!!!) nicht entgehen lassen. Normalerweise kosten solche DLCs 15 Euro, eine schöne Weihnachtsüberraschung von EA. 

Battlefront 2 lebt von seiner Mimik, Gestik und der Schärfe seiner Figuren

Es ist faszinierend wie Spiele immer stärker durch Grafik getragen werden. Gar nicht so stark nur durch seine voluminösen Explosionen, sondern die Schärfe ihrer Gesichter. Battlefront ist eines dieser Next-Generation-Spiele, die man in 4K auf einer Ultra-Highendgrafikkarte wie der GTX 1080Ti erleben sollte, auf der wir alle Screenshots auf dieser Seite geschossen haben. Einfach weil die Schärfe extrem zur Atmosphäre beiträgt. Es sind diese kleinen Momente, die so gut funktionieren. Ihr sitzt als Rebell im Crait-Speeder, wollt gerade losstarten, am Horizont marschiert eine massive Armee an AT-XT-Walkern auf und Finn feuert euch an, wirft euch nach vorne, zeigt die Entschlossenheit in seinen Augen, macht euch Mut.

Auch auf der anderen Seite wirkt das: Wenn die Crait-Speeder dieses rote Mineral aufwirbeln und damit eure Armee der First Order umnebeln, dann fällt nicht nur das Zielen schwerer, sondern auch die Aufteilung einzelner Truppenkörper so voluminös und echt wirkt dieser rote Staub. Dieses visuelle Kunstwerk funktioniert deshalb so gut, weil DICE mit einer Technologie namens Fotogrammetrie arbeitet. Die streng geheimen Crait-Speeder, der Black One, die AT-XTs, alle Kostüme, jede Waffe - alles wurde als 3D-Scan erstellt. In Kombination mit den Originalsounds aus den Star-Wars-Filmen, abgemischt von George Lucas legendärem Skywalker Studios. Zudem erzählt The Last Jedi Season die Geschichte von Iden Versio weiter und die bildet einen extrem spannenden Gegenpol zur klassischen Star-Wars-Saga.

Das Pearl Harbor der Star-Wars-Saga aus Sicht des Imperiums und der First Order

Statt einfach nur die berühmte Saga aus Perspektive der Rebellen nachzuspielen, arbeitet DICE für Battlefront 2 mit einem spannenden Kniff: Aus Sicht der Elitesoldatin Iden Versio, Kommandantin der Spezialeinheit Inferno Squad erlebt ihr die Zerstörung des zweiten Todessterns. Für sie fühlt sich das wie Pearl Harbor an, wie eine gigantische Demütigung, mal abgesehen davon das Luke Skywalker damals eine halbe Million ihrer Kollegen getötet hat. In Rückblenden erleben wir, wie Iden indoktriniert wurde in einem Staat, der das Inferno sehr nah an das Dritte Reich rückt. Wir erleben aus ihrer Sicht aber auch den Aufstieg der First Order, die sie in eine moralische Zwickmühle wirft. Auf der einen Seite ist es die einzige Chance den letzten Willen des mit dem Todesstern gestorbenen Imperator Paladine auszuführen, auf der anderen erlebt sie die Erschießung von Zivilisten und die brutale Vernichtung von gleich vier Planeten durch die Starkillerbase. Faszinierend an dieser Art von Geschichtserzählung ist vor allem auch, dass wir die Helden ihr ganzes Leben begleiten - Iden etwa von 25 bis in die hohen 60iger. Und immer wieder auf Luke Skywalker treffen, auch als rüstigen Jedi-Rentner wie in Star Wars: Die letzten Jedi. So schließt sich der Kreis der Macht. 

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