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Stargate: Brad Wright über seinen Pitch für das Revival – Hoffnung für das Franchise!

Brad Wright, der Co-Schöpfer von Stargate: SG-1, Stargate: Atlantis und Stargate: Universe gewährte zuletzt in einem Interview tiefe Einblicke in seine Hoffnungen für das Franchise und die Zukunft rund ums Sternentor.

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Stargate-Fans sehnen sich nach einer neuen Serie, seit die Crew aus Universe vor ein paar Jahren die Schotten schloss und in den Weltraum davonflog – vor allem, da sowohl Star Wars als auch Star Trek in den letzten Jahren massiven Aufschwung erfahren haben: Ersteres mit einer Sequel-Trilogie und jetzt gleich einer ganzen Reihe neuer Serien wie The Mandalorian, letzteres mit Star Trek: Discovery und schließlich auch Picard und Lower Decks.

Nachdem es vor einer Weile Nachrichten über eine mögliche Wiederbelebung der Serie gab, scheinen die aktuellen Pläne auf Eis zu liegen, nachdem Amazon MGM, das Studio, das die mögliche neue Serie produziert hätte, übernommen hat.

Brad Wright, der Co-Schöpfer von Stargate: SG-1 und Stargate: Atlantis ist hingegen der Meinung, dass die Fans die Hoffnung noch nicht aufgeben sollten, auch wenn das bedeutet, dass sie noch eine Weile warten müssen. »Lange vor der gleichzeitigen Ausstrahlung mehrerer Star-Trek-Serien, wie es jetzt der Fall ist, gab es Stargate: SG-1 und Stargate: Atlantis zur gleichen Zeit an Freitagabenden. Das Ganze wurde im Science-Fiction-Fernsehen zu einer großen Sache«, äußerte Wright gegenüber SYFY. »Ich kann mir nicht vorstellen, dass Amazon nichts mit dem Franchise machen will oder MGM ermächtigt, etwas daraus (für sie) zu machen.«

Eine mögliche Idee für das kommende Revival – für das Wright einen Pilotfilm geschrieben hat, bei dem er sich allerdings nicht sicher sein kann, ob dieser letztlich realisiert wird – würde die Rückkehr einer Reihe bekannter Gesichter aus der beliebten Serie bedeuten, darunter Daniel Jackson (Michael Shanks, Altered Carbon), Sam Carter (Amanda Tapping, Travelers: Die Reisenden) und Jack O’Neill (Richard Dean Anderson).

»Mein Ziel ist es, etwas Neues zu erschaffen, das gleichzeitig das bestehende Universum ehrt und im Kanon von SG-1, Atlantis und Universum liegt und daher einige dieser Charaktere beinhaltet«, erklärt Wright. »Eine neue Riege einführen? Auf jeden Fall. Aber nicht auf Kosten der bereits existierenden Figuren, die meiner Meinung nach noch immer sehr gut drauf sind und nach wie vor auf vollen Touren laufen würden.«

Er fügt hinzu: »Natürlich würde es eine Generalin Carter geben, warum auch nicht? Wer sonst sollte die ganze Chose leiten, wenn nicht sie?«

Doch nur weil Wright bestehende Charaktere aus dem insgesamten Stargate-Universum auch in der neuen Serie präsentieren will, bedeutet das nicht, dass auch alte Handlungsstränge wieder aufgegriffen werden. »Ich glaube nicht, dass das so wichtig ist wie etwas Neues, das im gleichen Universum spielt. Denn es gibt so viel an Mythologie, das wir abgedeckt haben und so viele Geschichten, die noch erzählt werden und so viele neue Orte, die noch besucht werden müssen. Und ich denke, es würde Spaß machen, genau das zu tun.«

Wright ist der Meinung, dass einer der Gründe, warum Stargate so lange überlebt hat, darin besteht, dass es auf eine so grundlegende Weise menschlich ist, wie keine andere Science-Fiction-Serie.

»Es war etwas, das im Hier und Jetzt passierte«, erklärt er. »Wir zogen mit unseren ganzen Redensarten, Eigenheiten und Ansichten über das Universum und die Welt im Allgemeinen in den Weltraum hinaus. Es war ein Geheimnis, das sich gerade in diesem Moment ereignen könnte, und zwar in so hohem Maß, dass es beim NORAD (= North American Aerospace Defense Command, Nordamerikanisches Luft- und Raumfahrt-Verteidigungskommando, Anm. d. Übers) in Cheyenne Mountain eine Besenkammer gibt, auf der „Stargate Command“ steht. Es ist ein Teil unserer Kultur und unseres Hier und Jetzt, und das macht es so anders. Es erlaubt uns, Humor in die Serie zu bringen, nicht die sterile Sichtweise irgendeines futuristischen Menschen auf Humor.«

Er fügt hinzu: »Auf unserem technologischen Niveau hat sich Stargate mit Leuten entwickelt, die mit rückständigen Waffen durch ein Sternentor gingen und am Ende trotzdem gewonnen haben, denn manchmal sind alte Technik und Old School der richtige Weg. So einfach war das. Das gilt für Stargate immer noch. Die Tatsache, dass es, wenn es dazu kommt, noch immer im Hier und Jetzt spielen sollte. Das ist, was es einzigartig machen würde.«

Allerdings hat sich die Welt seit der Ausstrahlung von Stargate ziemlich verändert, vor allem in punkto Technologie; etwas, das Wright nach eigenen Angaben in seinem neuen Drehbuch aufgreift.

»Ich denke, der Kniff an der Sache ist, dass es höchste Zeit wird, dass die Welt vom Stargate-Programm erfährt - im Guten wie im Schlechten«, so Wright. »All diese Technologie wird der Welt zu einem Zeitpunkt vorenthalten, an dem wir sie wirklich gebrauchen könnten, ein Zeitpunkt, an dem der Klimawandel eine echte Bedrohung darstellt und einen, an dem es eine Pandemie gab, für die wir ziemlich sicher die Lösung gehabt hätten, beispielsweise. Die Welt muss es erfahren. Das Geheimnis muss gelüftet werden, vor allem, weil wir schon so weit gekommen sind und in weiteren 11 oder 12 Jahren noch viel weiter kommen werden.«

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Dieser Artikel wurde von Thorsten Walch von Moin Moin Medien im Auftrag von SYFY.de übersetzt.

Der Originalartikel stammt von SYFY.com und wurde von Nivea Serrao geschrieben.