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Stargate: Die 5 besten McKay-Episoden

Für viele Fans von Stargate: Atlantis ist Dr. Rodney McKay die beliebteste Figur der Serie! Doch welche waren seine großartigsten Momente? Wir haben für euch unsere TOP 5 zusammengestellt.

Unnamed

von Björn Sülter

Platz 5: rodney & die neue eiszeit

Dass unser geliebter Rodney McKay einen hohen Nerdfaktor nicht verleugnen konnte, stand immer außer Frage. Daher verwunderte es auch nicht, dass die von ihm getragenen Episoden oft zu den eher nerdigen der Serie zählten. Den Vogel in dieser Kategorie schoss ganz sicher Brain Storm (Eiszeit) aus der fünften und finalen Staffel ab.

Dort reisten Dr. Keller und Rodney zur Erde, um an einer spektakulären Präsentation teilzunehmen, die leider vollkommen schief lief. Malcolm Tunny wollte eigentlich nur die globale Erwärmung stoppen, riss die Erdbevölkerung damit aber fast in eine neue Eiszeit. McKay musste unter Hochdruck an einer Lösung arbeiten und rettete am Ende nicht nur die Welt sondern auch das Leben von Dr. Keller.

Auch die Gastschauspieler konnten sich sehen lassen: Dave Foley, Marshall Bell (Total Recall) und Bill Nye rundeten mit ihren Auftritten eine unterhaltsame Episode ab.

Außerdem: Wer konnte schon eine Episode nicht mögen, in der die wunderbare Jewel Staite den Ober-Nerd Rodney ausgerechnet Ronon vorzog? Somit hatten wir es hier auch noch mit dem ersten "echten" Date der beiden Turteltauben und dem Ende des vorherigen Liebesdreiecks zu tun.

Star Brain

Platz 4: wollen wir ein spiel spielen?

In der dritten Staffel der Serie kam es in der Episode The Game (Das Spiel) zu weiteren denkwürdigen Rodney-Momenten und einem weiteren Ausflug in nerdige Welten, insbesondere für Freunde von Aufbausimulationen wie Civilization, Sim City oder Die Siedler.

Der Aufhänger: McKay und Sheppard hatten einen Raum auf Atlantis gefunden, den sie für einen Spielraum hielten. Es war darin möglich, an verschiedenen Konsolen und Sichtschirmen eine Art Aufbaustrategiespiel gegeneinander zu spielen. So weit, so ungefährlich. Als jedoch eines Tages auf einer Erkundungsmission eine Fahne mit Rodneys Gesicht auftauchte, dämmerte den beiden Schlimmes. Sie hatten die ganze Zeit einer realen Kultur ihre Spielbefehle als gottgegebene Befehle über ein Satellitennetz geschickt, was zwischen den beteiligten Fraktionen nun fast zum Krieg geführt hätte ...

Insbesondere die vollkommen verrückte Rodney-Welt, in der dieser nicht nur auf der Fahne, sondern überall (!) zu sehen war und die Bob-Frisur von Carter (die er so liebte) zum großen Modetrend wurde, machte einfach Spaß. Hier erlebte man, wie es in McKays Kopf aussehen dürfte. Während Sheppard weitestgehend solide agierte, schuf Rodney eine narzisstische Traumwelt, die vor allem ihm huldigte.

Zum Schluß wurde die reale Welt natürlich demütig besucht, das Spiel beendet und der Konflikt gelöst. Ende gut, alles gut. Der Weg dorthin war allerdings eine Riesengaudi!

Star Game

Platz 3: Rodney im doppelpack

In der Episode McKay and Mrs. Miller (Der doppelte Rodney) aus der dritten Staffel der Serie lernten wir nicht nur Rodneys bezaubernde Schwester Jeannie Miller (David Hewletts wirkliche Schwester Kate Hewlett) kennen und erfuhren seinen wahren Vornanen (Merdedith!), sondern wurden auch noch mit einer zweiten Version des exzentrischen Wissenschaftlers beglückt: Auftritt "Rod" McKay!

Was an Spiegeluniversums-Episoden aus Star Trek erinnerte, lief hier vollkommen anders ab. Auch trug der zweite McKay weder einen Schnurrbart, noch war er das böse Ebenbild des echten. Er war vielmehr die perfekte Version des oft unsicheren, herablassenden und nerdigen McKay. Die Handlung führte nicht nur zu verschiedenen unterhaltsamen Verwicklungen zwischen den Geschwistern, sondern ließ McKay auch fürchten, seine Kollegen und Freunde würden die neue und bessere Version seiner Selbst viel mehr schätzen lernen als ihn. Am Ende kehrte "Rod" jedoch in seine Realität zurück, Rodney und Jeannie legten ihre Probleme bei und die Atlantis-Crew beichtete ihrem Rodney, dass sie ihn dem anderen immer vorziehen würden.

Die Message? Wenn dich jemand wirklich liebt, dann liebt er dich genau wie du bist, mit allen Macken und Fehlern. Klasse!

Star Miller

Platz 2: Rodney & der druck

Was passierte wohl, wenn man Rodney McKay eine ganze Episode lang einsam und versenkt in einem Puddle Jumper erlebte? Richtig: Man lauschte endlosen Monologen! Zumindest fast. So geschehen in der Episode Grace Under Pressure (Unter Druck) aus der zweiten Staffel der Serie.

Die einzige Aufgabe des guten Rodney bestand in dieser Episode darin, nicht den Verstand zu verlieren, während er auf Rettung wartete und hoffte. Dazu erschuf sein durch eine Kopfverletzung geschädigtes Gehirn ein Fantasie-Abbild seiner geliebten Samantha Carter, mit der McKay sich dann in der Folgezeit Wortgefechte liefern konnte, die natürlich nur in seinem Kopf stattfanden. Wir lernten: Innere Monologe McKays konnten spannender als jeder Dialog mit Individuen aus Fleisch und Blut sein!

Abgesehen davon, dass seine falsche Carter gen Ende der Episode noch ihr Oberteil auszog, blieb Rodney bei seiner Vision übrigens anständig. Da hätte sein Hirn durchaus viel schlimmere Fantasien zu Tage fördern können. Glück gehabt! Dass der gute Mann schlußendlich gerettet wurde, stand übrigens die ganze Zeit über, wie auch in der ähnlich gelagerten Episode Shuttlepod One aus Star Trek: Enterprise, außer Frage. Dort brauchte man für den Unterhaltungswert allerdings zwei reale Figuren; hier reichte Rodney McKay.

Star Grace

Platz 1: Rodney & die Angst

Mit der Episode The Shrine (Der Schrein) bog die Serie damals in der fünften Staffel bereits auf die Zielgerade ein, hatte aber noch so einige Höhepunkte zu bieten. Diese McKay-Studie war fraglos einer davon und zudem eine Sternstunde für die beliebte Figur.

McKays Gehirn wurde von Parasiten befallen, die sein Gedächtnis sukzessive auslöschen und ihn schließlich töten würden. Da keine Heilungschancen bestanden, reiste sogar seine Schwester Jeannie von der Erde an, um sich, wie alle anderen auch, von Rodney verabschieden zu können. All das führte selbstverständlich zu emotionalen Momenten, auch wenn man der Serie keine Sekunde glaubte, dass McKay wirklich sterben könnte. Das Ganze funktionierte primär durch die Einblicke in die Gedanken- und Gefühlswelt McKays, die David Hewlett wie so oft meisterhaft zum Leben erweckte.

Eine Episode über eine Art von Alzheimer zu schreiben, die einen eigentlich spaßigen Charakter in den Mittelpunkt rückte, war vielleicht etwas ungewöhnlich. Der Punkt war jedoch McKays Intellekt und seine Ängste bezüglich eines Verlustes von Kontrolle über sein Leben und sein Gehirn. Dieser Mann war es stets gewohnt, wie eine Maschine zu funktionieren. Dass er sich verlieren und sein Intellekt schwinden könnte, stellte für ihn den Worst Case dar. Hewlett spielte die damit verbundene Frustration und Angst meisterhaft aus und führte uns einen Mann vor, der schon am drohenden Verlust seiner geistigen Gesundheit zu zerbrechen drohte.

Am Ende sorgte ein Einfall Ronons dafür, dass McKay gerettet werden konnte. Dr. Keller operierte ihn hinter einem Wasserfall und entfernte den Parasiten. Außerdem erfuhr sie durch ein Videotagebuch noch, wie es um die Gefühle ihres Patienten für sie stand.

Star Shrine