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Stargate: Was wurde aus den Stars? - Teil 1: Stargate: Atlantis

Die Helden vom Sternentor erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Insbesondere die Originalserie und die Abenteuer aus Atlantis haben es vielen Genrefans angetan. Doch was wurde aus den Stars? Wer machte die große Karriere und wer geriet etwas in Vergessenheit?

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Stargate: Atlantis war die zweite Serie des Franchise und startete während des immer noch sehr erfolgreichen siebten Jahres der Vorgängerserie Stargate SG:1. Man wollte mit diesem neuen Versuch nicht nur das Franchise ausbauen, sondern auch andere Handlungsorte erschließen. Dafür wählte man den mysteriösen Ort Atlantis und verquickte alles mit der Mythologie des Originals.

Für den Cast wurden einige spannende Kolleginnen und Kollegen ausgewählt, die auch nach Abschluss der Reihe noch im Gespräch blieben oder deren Karriere gar erst richtig Fahrt aufnahm. Andere hingegen blieben hinter den eigenen Hoffnungen zurück. Wir schauen zurück auf einige Fanlieblinge und analysieren, was in den Jahren nach 2008 aus ihnen wurde.

Der Han Solo der Truppe: Joe Flanigan alias John Sheppard

Der 1967 geborene Flanigan hatte vor seiner Zeit bei Stargate verschiedene Serienauftritte vorzuweisen. Der größte war definitiv seine Zeit bei Sisters.

Nach dem abrupten Ende auf Atlantis passierte leider nicht mehr allzu viel. Er spielte zwar noch in einzelnen Episoden von Warehouse 13, Fringe, Major Crimes und anderen Formaten mit, der große Wurf gelang jedoch nicht. Dieses Statement galt zumindest bis 2019, als ausgerechnet ein Serien-Dino bei Flanigan zuschlug. Die Krankenhausserie General Hospital, die seit 1963 auf über 14.000 (!) Episoden kommt, benötigte nämlich einen neuen Therapeuten. Seitdem ist Flanigan als Dr. Neil Byrne in einer wiederkehrenden Rolle zu sehen. Vielleicht gibt es also doch noch ein Happy-End für den sympathischen Mimen.

Sga John Sheppard

Der Spaßmacher: David Hewlett alias Rodney McKay

Eine der beliebtesten Figuren war nicht nur ein Import aus der Urserie, sondern basierte auch primär auf der Klasse des Darstellers. Der 1968 in England geborene Hewlett wanderte früh nach Kanda aus und nahm dort auch erste Rollen an. Scanners II, Cube und Kung Fu waren dabei die bekanntesten Abstecher. Ein Trip nach Los Angeles brachte die Mitwirkung an Emergency Room, die Rückkehr nach Kanada drei Episoden bei Stargate SG:1. Nach einigen weiteren, kleineren Filmprojekten und Gastauftritten wurde er schließlich in einer Nacht-und-Nebel-Aktion für den ersten Ableger des Franchise besetzt. Aus dem zunächst schwedischen Arzt wurde auf den letzten Drücker Rodney McKay.

Ab 2007 schrieb Hewlett dann auch Drehbücher und führte Regie (A Dog´s Breakfast, Rage of the Yeti, Debug) und spielte weiterhin in Serie wie Sanctuary, Suits, The Closer und Stargate Universe. 2011 war er in Planet der Affen: Prevolution zu sehen, 2012 in Haunter. Längere Engagements gab es für ihn in Dark Matter und Incorporated. Zuletzt konnte man ihn in The Shape of Water bewundern, 2019 ist er in Emmerichs The Midway mit dabei. Auch wenn die Riesenrollen vielleicht ausblieben gilt in Hewletts Fall ohne Frage: Qualität setzt sich durch.

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Der Ruhepol: Rachel Luttrell alias Teyla

Luttrell wurde 1971 in Tansania geboren und war mit fünf Jahren nach Kanada gekommen. Ihr erster großer Erfolg war die Beteiligung an der Serie Die Waffen des Gesetzes. Danach war sie beispielsweise in Nick Knight, Charmed und Emergency Room zu sehen. Der Trip nach Atlantis war dann ihre zweite große Serienrolle; leider auch ihre letzte.

In den vergangenen elf Jahren kamen nur noch Gastaufritte dazu. So war sie in Navy CIS, True Justice, Navy CIS: L.A., Arrow und ganz aktuell im Netflix-Rohrkrepierer The I-Land zu sehen. Zwischendurch wurde sie aber auch noch als Musikerin aktiv und veröffentlichte 2011 ihr Jazz-Album I Wish You Love.

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Der Wilde: Jason Momoa alias Ronon Dex

Der 1979 auf Hawaii geborene Joseph Jason Namakaeha Momoa war vielleicht der Darsteller im Cast, dem man am wenigsten eine große Karriere zugetraut hätte. Die eindimensionale Rolle des Ronon ließ aber vermutlich auch gar keine anderen Schlüsse zu. Dabei vergaß man aber, dass Momoa in Baywatch fast 40 Episoden mit von der Partie gewesen und somit bei Weitem kein Unbekannter mehr war.

Nach seiner Zeit bei Stargate: Atlantis bekam er direkt die Rolle des Conan im wenig erfolgreichen gleichnamigen Film von 2011. Danach wechselte er zu Game of Thrones und begeisterte als Khal Drogo. Es folgten kleinere Filme, die Serie The Red Road und eine kleine Rolle in Batman v Superman: Dawn of Justice. Seit 2016 spielt er die Hauptrolle in der kanadischen Serie Frontier, tauchte in Justice League auf und erhielt schließlich die Rolle als Aquaman im Blockbuster von 2018. Seit diesem Jahr ist er in der neuen Apple-Serie See – Reich der Blinden als Hauptdarsteller zu sehen. Eine steile Karriere, die sicher noch lange nicht vorbei ist.

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Die Blasse: Tori Higginson alias Dr. Elizabeth Weir

Die 1969 geborene Kanadierin Higginson wurde in der Originalserie des Stargate-Franchise eingeführt und übernahm dann die Führung der Crew auf Atlantis. Irgendwie zündete die Rolle jedoch nicht wie erwünscht, was dazu führte, dass Higginson später nur noch als Nebendarstellerin zurückkehrte.

Auch nach ihrem etwas unfreiwilligen Abgang besserte sich ihre Karrieresituation nicht mehr. Sie erhielt beispielsweise Gastauftritte in Navy CIS, Criminal Minds, Chase und Dark Matter, seit 2015 herrscht jedoch im Serienbereich Funkstille. 2017 spielte sie allerdings auch noch in dem kanadischen Fernsehfilm Ordinary Days mit.

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Der Kauzige: David Nykl alias Dr. Radek Zelenka

Der 1967 geborene Kanadier Nykl konnte bei seinem ersten Auftritt im Stargate-Franchise bereits auf viele kleine und größere Serienrollen zurückblicken. Seit 1988 hatte er beispielsweise für Seven Days, Dead Zone oder Psych vor der Kamera gestanden.

Nach seiner Zeit als Dr. Zelenka konnte er noch Gastauftritte in Human Target, Fringe, Eureka oder Supernatural landen. Seinen größten Erfolg stellt allerdings die Rolle des Anatoli Knyazev in Arrow dar.  Dort tauchte er in der zweiten Staffel erstmals auf und ist seit der fünften Staffel kontinuierlich dabei.

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Der Lehrer: Paul McGillion alias Dr. Carson Beckett

Der 1969 in Schottland geborene McGillion studierte zunächst auf Lehramt und belegte Schauspiel nur im Nebenfach. Dennoch wurde er in den 90er-Jahren Schauspieler und verdiente sich erste Sporen mit Auftritten in Akte X. 1997 durfte er dann in Stargate SG:1 mitwirken. Es folgten Sentinel, Viper und Twilight Zone. 2004 landete er dann auf Atlantis, was seine bekannteste Rolle bleiben sollte.

Zweimal war er danach in Supernatural dabei, sowie mal nur in einer, mal in mehreren Episdoen in 24, V – Die Besucher, Sanctuary, Once Upon a Time, Fringe, The Flash und Frontier. Minrollen im Kino spielte er in A World Beyond, Death Note und Star Trek von 2009. Für den großen Durchbruch hat es vielleicht nicht gereicht, doch immerhin ist McGillion gut beschäftigt geblieben.

Sga Carson Beckett

In der nächsten Ausgabe dieser Reihe befassen wir uns mit den Helden der Ur-Serie Stargate SG:1.