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Stargate: Was wurde aus den Stars? - Teil 2: Stargate: SG-1

Die Helden vom Sternentor erfreuen sich auch heute noch großer Beliebtheit. Insbesondere die Originalserie und die Abenteuer aus Atlantis haben es vielen Genrefans angetan. Doch was wurde aus den Stars? Wer machte die große Karriere und wer geriet etwas in Vergessenheit?

Stargate S G 1

Stargate: SG.1 war die erste Serie des Franchises und startete den Kult um das Sternentor im Jahre 1997, drei Jahre nach Emmerichs Kinospektabel Stargate. Die Serie entwickelte sich blendend und wurde schnell zum Fanfavoriten. Zwischen 1997 und 2007 entstanden 214 Episoden in zehn Staffeln. Obendrauf gab es noch zwei Direct-to-DVD-Filme. Ein dritter wurde nicht mehr verwirklicht.

Für den Cast griff man nicht auf die Darsteller des Kinofilms zurück, sondern besetzt die Rollen neu. Dafür gewann man aber den aus der Serie MacGyver bekannten und beliebten Richard Dean Anderson und stellte ihm Amanda Tapping, Michael Shanks und Christopher Judge zur Seite. Über die Jahre veränderte sich der Cast regelmäßig. Wir blicken auf die wichtigsten Player zurück.

Der Star: Richard Dean Anderson als Jack O'Neill

Richard Dean Anderson war von Beginn der Serie an Fixpunkt des Projekts. Der 1950 geborene Schauspieler ist schottisch sowie schwedisch-norwegischer Abstammung und wollte zunächst Eishockeyspieler und Jazzmusiker werden. Dann jedoch landete er 1976 die Rolle des Dr. Webber in General Hospital und hatte plötzlich einen Fuß in der Tür der Traumfabrik. Nach fünf Jahren im Kittel ging es mit Nebenrollen weiter ehe er 1985 die Rolle des genialen Tüftlers MacGyver erhielt, die ihn weltberühmt machte. Sieben Jahre blieb er dem Projekt treu und hielt sich danach erneut mit gelegentlichen Auftritten in Fernsehfilmen (wie in zwei Specials zu MacGyver) und Serien über Wasser. Der Versuch, mit Legend einen dritten längerfristigen Hit zu landen, scheiterte nach 12 Episoden. Doch sollte Anderson erneut nach nur fünf Jahren wieder fündig werden und 1997 als Jack O'Neill in Stargate SG-1 zu seiner langfristigsten Anstellung bei einer Serie kommen. Zehn Jahre bei der Ur-Serie, Gastauftritte bei Stargate: Atlantis, Stargate: Universe sowie das Special Stargate: Continuum machten ihm zum ewigen O'Neill. Nach seiner Stargate-Zeit ging Anderson weitestgehend in Rente, ist aber immer noch ein sehr gern gesehener Gast auf Conventions. Zuletzt war er aber auch noch in Fairly Legal, Don´t trust the B und Raising Hope zu sehen. Anderson, der diesen Monat 70 Jahre jung wird, war nie verheiratet, hat aber eine Tochter.

Stargate Sg1 Oneill Season 5

Der Neuling: Michael Shanks als Daniel Jackson

Der 1970 in Kanada geborene Michael Garrett Shanks begann seine Karriere mit Anfang zwanzig in Serien wie Highlander oder Der Polizeichef. Neben einigen kleinen Filmproduktionen war es dann 1997 aber vor allem sein Schritt zu Stargate SG-1, der seine Karriere in Schwung brachte. Während dieser Zeit war er auch in je zwei Episoden von Andromeda und Outer Limits zu sehen, sowie kam zu Gastauftritten bei The Twilight Zone, Stargate: Atlantis, CSI: Miami, Eureka und 24. Nach seiner Zeit bei der Serie ging es jedoch weiter im Text: Burn Notice, Stargate: Universe, Sanctuary, Smallville, Supernatual und Flashpoint sind nur einige Beispiele im Serienbereich. Shanks war immer gut beschäftigt und landete 2012 sogar noch eine Hauptrolle in Saving Hope, die er bis 2017 verkörperte. Zuletzt war er in Virgin River zu sehen. 

Im Filmbereich sind seine bekanntesten Werke Red Riding Hood und Elysium. Er war in seiner bisherigen Karriere jedoch insgesamt in über dreißig Filmen zu sehen. Shanks ist zum zweiten Mal verheiratet und hat drei Kinder.

Stargate Sg1 Jackson Season 4

Gegen den Rat der Eltern: Amanda Tapping als Samantha Carter

Die 1965 geborene Amanda Tapping entschied sich nach der Highschool gegen den Wunsch ihrer Eltern dazu, Schauspielerin zu werden. Nach diversen Theaterrollen trat sie in den 1990er-Jahren erstmals im TV auf und war in Serien wie Nick Knight, Ein Mountie in Chicago, Kung Fu und Akte X auf. Die Rolle als Sam Carter in Stargate SG-1 war ihr Durchbruch und blieb ihr zehn Jahre erhalten. Danach durfte sie noch in 19 Episoden im Spin-Off Stargate: Atlantis und in zwei Episoden in Stargate: Universe auftreten. Weitere wiederkehrende Rollen erhielt sie in Sanctuary (bei der sie auch produzierte), Riese: Kingdom Falling und Supernatural und einmalige Gastauftritte in Travelers und Killjoys.

Im Filmbereich war sie ebenfalls gut beschäftigt, trat aber primär in kleinen Filmen und TV-Filmen auf. Das Regieführen wurde für Tapping zum zweiten Standbein. Es begann mit einer Episode von Stargate SG-1 und setzte sich seitdem mit Jobs bei Sanctuary, Primeval: New World, Continuum, Dark Matter, Van Helsing, The Magicians, Supernatural, Travelers und zuletzt Anne with an E, Blindspot, The 100 und Sirens fort. Eine gute Karriereentscheidung, die Tapping bestimmt auch weiterhin viel zu tun geben wird! Sie ist seit 1994 mit Alan Kovacs verheiratet und heißt seitdem bürgerlich Amanda Kovacs. Das Paar hat eine gemeinsame Tochter.

Stargate Sg1 Carter Season 7

Der Coole: Christopher Judge als Teal'c

Der 1964 geborene Douglas Christopher Judge war Dank eines Stipendiums eigentlich Footballspieler, wurde dann aber für eine Rolle von MacGyver gebucht, wo er auf Richard Dean Anderson traf. Es folgten eine Minirolle in Ein Vogel auf dem Drahtseil, ein Gastauftritt bei Der Prinz von Bel-Air und zwei Jahre bei Lady Cops. Sein Durchbruch war dann die Rolle des Teal'c in Stargate SG-1, die er über zehn Jahre behielt. Parallel durfte er einer Figur in X-Men - Die Mutanten drei Jahre lang seine Stimme leihen und war in der Serie Action Man dabei. Auch in Andromeda schaute er zweimal vorbei und lieh seine Stimme der Serie He-Man und die Masters of the Universe.

Mit dem Ende seiner Serie gab es noch zwei Auftritte in Stargate: Atlantis zu bewundern und natürlich war er auch in den beiden Direct-to-DVD-Produktionen dabei. Seit 2008 wurde es dann ruhiger um Judge. Er spielte noch in Navy CIS: LA und The Mentalist in je einer Folge mit und hatte einen kleinen Job in The Dark Knight Rises als namenloser Handlanger von Bane. Die letzten Jahre waren dann von Trashproduktionen geprägt. Los ging es 2014 mit Mega Shark vs. Mechatronik Shark, es folgte 2015 Apocalypse Los Angeles und schließlich im gleichen Jahr Sharknado 3. Den Serien Wacky Races und Final Space lieh er zuletzt seit 2017 wieder seine Stimme, singt und ist im Bereich Video Games ein gefragter Mann. So übernahm er zum Beispiel die Rolle von Kratos, dem Protagonisten des PS4-Konsolenspieles God of War. Judge ist in zweiter Ehe verheiratet und hat insgesamt vier Kinder.

Avatarstargate

Der Vielfältige: Don S. Davis als George Hammond

Der beliebte Don Sinclair Davis wurde 1942 in Aurora geboren. Er studierte Theaterwissenschaften, lehrte Theaterschauspiel und war lange Zeit ein Captain bei der US Army. Ende der 1980er-Jahre beendete er seine Lehrtätigkeit um sich ganz der Schauspielerei zu widmen.

Er wirkte in vielen bekannten Produktionen wie Kuck mal, wer da spricht 1 und 2, Omen IV, Eine Klasse für sich, Cliffhanger oder Der Fan mit. Im Serienbereich zählen Highlander, Ausgerechnet Alaska, Poltergeist, Viper, Der Sentinel, Akte X, 21 Jump Street, MacGyver oder The Twilight Zone zu den bekanntesten Projekten.

1990 ergatterte er die Rolle des Major Briggs in Twin Peaks, die ihm große Beliebtheit bescherte. In Stargate SG-1 spielte er in den ersten sieben Staffeln in fast jeder Episode mit. Er nahm die Rolle auch in Stargate: Atlantis und dem Film Stargate: Continuum wieder auf, der drei Monate vor seinem Tod fertiggestellt wurde. In seinen letzten Jahren war er zudem noch in Con Air, The 6th Day, Far Cry, Andromeda und The West Wing zu sehen. Don S. Davis starb im Jahr 2008 an einem Herzinfarkt im Alter von 66 Jahren. Er hinterließ seine Frau und einen Sohn. Bis zu seinem Tod war er immer gut beschäftigt und neben der Schauspielerei auch ein ein anerkannter Maler, Bildhauer und Holzschnitzer. Die Macher von Stargate SG-1 benannten ihm zu Ehren ein Raumschiff nach seinem Rollennamen.

Don S Davis Stargate Sg 1 Hammond

Der Ersatzmann: Corin Nemec als Jonas Quinn

Corin Nemec, der 1971 als Joseph Charles Nemec IV geboren wurde, hatte schon seit Anfang der 1980er-Jahre unzählige Rollen in Serien und Filmen. Für den Auftritt in Steven – Die Entführung wurde er für einen Emmy nominiert. Der Durchbruch gelang ihm 1990 mit der Hauptrolle in Parker Lews - Der Coole von der Schule. Er ergatterte schließlich Rollen bei Smallville, Beveryl Hills 90210, NYPD Blue oder in der Miniserie The Stand nach Stephen King.

2002 wurde er dann für die wiederkehrende Rolle des Jonas Quinn bei Stargate SG-1 gebucht und behielt sie in der fünften bis siebten Staffel. Nach seiner Zeit bei der Serie wurde es jedoch eher dünn mit Jobangeboten. Nemec spielte zwar noch in Ghost Whisperer, CSI: Miami, Supernatural oder Navy CIS mit, der Rest seiner Auftritte erfolgte jedoch in kleinen Projekten wie der Fanserie Renegades (in der viele Star-Trek-Schauspieler versammelt waren). Er ist jedoch in Indien für seine Rolle in Parzania von 2007 bekannt. Heute lebt er in Hollywood und hat zwei Kinder.

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In der letzten Ausgabe dieser Reihe befassen wir uns noch mit den Helden der kurzlebigen Ableger Stargate: Universe sowie von Stargate: Origins.