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SYFY präsentiert: Die Woche des Iron Man

Die Filme rund um Tony Stark und sein Alter Ego gehören nicht nur zu den Besten des Marvel Cinematic Universe und verkörpern dessen Aufstieg, sie stehen auch an sich für perfektes Unterhaltungskino. SYFY zeigt diese Woche alle drei Teile.

Iron Man

Präsentiert von: Björn Sülter


Wer ist eigentlich dieser Iron Man? Erschaffen wurde die Figur von Stan Lee und Larry Lieber unter Mitarbeit der Zeichner Don Heck und Jack Kirby. Das erste Mal zu sehen war der Eiserne in dem Comic Tales of Suspense (Ausgabe #39) im März 1963. Fünf Jahre später erhielt die Figur dann sogar eine eigene Reihe, die bis 1996 fortgesetzt wurde und somit fast dreißig Jahre lief und 332 Hefte umspannte. Danach ging es in Sonderheften und kürzeren Reihen weiter. Eine Neuinterpretation des Stoffes namens Ultimate Iron Man startete 2005.

Iron Man ist eigentlich der Multimillionär Anthony Edward „Tony“ Stark, der vom Entwickler von Waffensystemen zum Kämpfer für die gute Sache wird. Als technisch versierter und erfinderischer Geschäftsmann lebt Stark zwei Leben, bis er sich zu beiden bekennt und die Avengers gründet.

Er fliegt

Auf die große Leinwand hatte es die Figur viele Jahrzehnte lang nicht geschafft. In Animationsserien war Tony Stark allerdings bereits seit 1966 immer wieder aufgetaucht und auch in Direct-to-DVD-Produktionen seit 2006 regelmäßig vertreten gewesen.

Robert Downey Jr. war jedoch der erste Schauspieler, der die Figur in einer Realverfilmung darstellen durfte. Bereits seit 1990 hatte das Projekt als Gemeinschaftsproduktion von Paramount, 20th Century Fox und New Line vor sich hingedümpelt. Doch erst als Marvel 2006 die Rechte kaufte, kam Zug in die Produktion. Mit Paramount als Verleiher brachte man Iron Man als ersten selbstfinanzierten Film und Auftakt des Marvel Cinematic Universe 2008 schließlich in die Kinos und landete einen Überraschungserfolg.

140 Millionen US-Dollar Budget standen für den unter der Regie von Jon Favreau umgesetzten Film zur Verfügung. 585 Millionen kamen durch die weltweiten Kinoeinnahmen wieder herein. Marvel hatte erfolgreich den Fuß in die Tür der Industrie gesetzt und konnte heimlich, still und leise unter der Leitung von Kevin Feige an dem Masterplan namens MCU feilen.

Erstaunlicherweise bringt dieser erste Versuch auch in der Rückschau schon alle Stärken der besten Filme der Reihe mit. Nicht nur hatte man mit Downey Jr. den perfekten Darsteller gefunden, auch der Humor, die Effekte, die Rasanz und der hohe Unterhaltungswert können sich mit den Höhepunkten des inzwischen über 20 Filme umfassenden Universums messen. Dazu kamen starke Nebendarsteller wie Jeff Bridges und Gwyneth Paltrow, das später obligatorische Cameo von Stan Lee und die starke Musik von Ramin Djawadi (Game of Thrones, Westworld).

Iron Man bietet über zwei Stunden beste Unterhaltung mit Themen, die auch elf Jahre später noch eine hohe Relevanz besitzen.

Er fliegt weiter

Nach dem inhaltlich wie kommerziell enttäuschenden The Incredible Hulk, bei dem Robert Downey Jr. am Ende einen kleinen Auftritt absolvierte, kehrte man 2010 mit Iron Man 2 zur sicheren Bank zurück und ließ den Eisernen ein zweites Mal fliegen: mit Erfolg! Bei unter 200 Millionen US-Dollar Produktionskosten brachte der Streifen verlässliche 624 Millionen über die Kinovermarktung ein und stellte das MCU erneut auf sichere Füße.

Mickey Rourke gab einen sensationellen Schurken ab, Gwyneth Paltrow und Samuel L. Jackson kehrten zu ihren Rollen zurück und einzig in Sachen „Rhodey“ Rhodes musste man mit einer Umbesetzung leben. Don Chedale ersetzte Terrence Howard. Dazu tauchte erstmals Scarlett Johannsson als Black Widow auf und verzauberte die Fans.

Inhaltlich blieb der Film, den erneut Jon Favreau inszenierte, jedoch einiges schuldig. Zwar trugen die spielfreudigen Darsteller, die Stunts und der Humor problemlos über die Spielzeit, es fehlte jedoch die Frische und eine zusammenhängende Geschichte, die im Vergleich beim ersten Teil noch vorhanden gewesen war.

Das tat jedoch weder dem Erfolg des Films noch der Reihe einen Abbruch. Im Vergleich zu vielen Konkurrenzwerken ist auch der zweite Teil ein wunderbar-rasanter Unterhaltungsblockbuster, der einfach Spaß macht.

Iron Man

Ein letzter Flug?

Nach diesem zweiten Ausflug ließ man drei Jahre ins Land gehen und unterdessen Thor, Captain America und die Avengers auf das Publikum los. Bei Letzterem selbstverständlich unter prominenter Mitwirkung von Downey Jr. als Tony Stark.

Der dritte Solo-Film des Iron Man kam dann 2013 als Auftakt der sogenannten Phase II des MCU in die Kinos. Diesmal hatte Shane Black die Regie inne und 200 Millionen US-Dollar Produktionsbudget zur Verfügung. Der Erfolg des ersten Ensemblefilms spülte auch diesen Streifen auf ein neues Level. Am Ende standen durch Kinoeinnahmen rund 1,2 Milliarden US-Dollar zu Buche!

Mit einem erneut wunderbar-verrückten Antagonisten (Ben Kingsley), einem Helden auf Selbstfindungstrip und einem düstereren Ton gelang auch inhaltlich die Rückkehr zur Klasse des ersten Teils.

Iron Man 3 bietet erneut über zwei Stunden bestes Popcornkino mit nachdenklichem Subtext und grandiosen Schauwerten; Ein toller Abschluss der Trilogie um den Eisernen.

Die Zukunft (Achtung: Spoiler!)

Robert Downey Jr. spielte die beliebte Rolle in der Folgezeit noch in Avengers: Age of Ultron, Captain America 3, Spiderman: Homecoming, Avengers: Infinity War und Avengers: Endgame. Zudem kann man Stark aktuell noch kurz in Spiderman: Far From Home erleben; jedoch nur aus der Konserve. Denn steht seit dem vierten Avengers-Film fest: Tony Stark alias Iron Man ist tot.

Ob es eine Zukunft für die Figur gibt, kann man selbstverständlich nie wissen. Für den Moment jedoch scheint es so, dass das Marvel Cinematic Universe in Zukunft ohne den Eisernen wird auskommen müssen.

Eine ideale Gelegenheit also, in Erinnerungen zu schwelgen und noch einmal die drei Solo-Abenteuer rund um Tony Stark zu erleben.

SYFY zeigt diese Woche alle drei Filme. Den ersten am heutigen Montag um 20.15 Uhr, den zweiten am morgigen Dienstag um 20.15 Uhr und den dritten schließlich am kommenden Freitag um 20.15 Uhr.

Über den Autor:

Björn Sülter lebt mit Frau, Tochter, Pferden, Hunden & Katze auf einem Bauernhof irgendwo im Nirgendwo Schleswig-Holsteins.

Der Autor, Journalist & Podcaster ist Experte bei SYFY sowie freier Mitarbeiter bei Serienjunkies und Quotenmeter. Im Printbereich schreibt er für das Phantastik-Magazin Geek! und den Fedcon-Insider. Neben seinem Sachbuch Es lebe Star Trek ist auch der Auftakt seiner Jugendbuchreihe Ein Fall für die Patchwork Kids erschienen. Dazu startete mit Beyond Berlin seine erste eigene Science-Fiction-Reihe, die es als Print, Ebook und Hörbuch, gelesen von Synchronsprecher und TV-Mann Benjamin Stöwe zu kaufen gibt. Sein Podcast Planet Trek fm behandelt alle Themen rund um Trek sowie das phantastische Genre. Zudem liest er Hörbücher und ist als Moderator auf verschiedenen Events im Einsatz.


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